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Niederlande wieder Hochrisikogebiet – was Reisende beachten müssen

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Von: Stefanie Knupp

Typisches Altstadtbild aus Amsterdam, Grachten,
In den Niederlanden steigen die Corona-Zahlen (Symbolbild). © Jürgen Augst/Eibner/Imago

Die Niederlande werden erneut Hochrisikogebiet. Für Reisende hat das Folgen: Wer wieder nach Deutschland einreist, muss einige Corona-Regeln beachten.

Köln – Die Corona-Lage in den Niederlanden spitzt sich weiter zu. Das Nachbarland verzeichnet derzeit einen Anstieg an Neuinfektionen, Probleme bereitet auch die hohe Zahl an Krankenhaus-Patienten. Deshalb zieht das Robert-Koch-Instituts (RKI) nun Konsequenzen und erklärt die Niederlande erneut zum Hochrisikogebiet, wie am 19. November auf der aktualisierten Liste zu sehen ist. Das hat ab dem 21. November leichte Konsequenzen für Reisende aus Deutschland – vor allem für Ungeimpfte.

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In den Niederlanden droht ein neuer Lockdown. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, müssten die Geschäfte – außer Supermärkte und Apotheken – schließen.

Corona Niederlande/Holland: Reisewarnung des Auswärtigen Amts

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Reisenden die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Niederlande: Einreise aus Hochrisikogebieten nach Deutschland (Tagesaufenthalt)

Wer sich weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet aufhält, benötigt die digitale Einreiseanmeldung nicht. Wer geimpft oder Genesen ist, muss aber einen entsprechenden Nachweis über seinen Status dabei haben, Ungeimpfte ein negatives Testergebnis. Nach Tagesaufenthalten in einem Hochrisikogebiet entfällt die Quarantänepflicht.

Niederlande/Holland: Einreise aus Hochrisikogebieten nach Deutschland (Aufenthalt länger als 24 Stunden)

Digitale EinreiseanmeldungNegativer TestQuarantäne
Geimpft/Genesenjaneinnein
Ungeimpftjaja10 Tage (Verkürzung* möglich)
Kinder unter 12janein5 Tage

*Ungeimpfte können die Quarantäne nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test verkürzen.

Corona Niederlande: Verschärfte Regeln und Teil-Lockdown

Die niederländische Regierung hatte zuvor bereits auf die Situation reagiert und die Corona-Regeln verschärft. So wurde nicht nur die Maskenpflicht in den Niederlanden wieder eingeführt, sondern auch ein Teil-Lockdown verhangen. Die 7-Tage-Inzidenz lag am 19. November bei 734 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland betrug die Inzidenz am 19. November 340. Stark betroffen ist die Sicherheitsregion Limburg-Nord, in der die bei NRW-Ausflüglern beliebte Stadt Venlo liegt.

Besorgniserregend ist auch die Zahl der Corona-Patienten in niederländischen Krankenhäusern. Nach Angaben des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RVIM) wurden in der Woche vom 9. bis 16. November 1390 Corona-Patienten neu eingeliefert. Die Zahlen steigen also weiter an: in der Vorwoche waren es noch 1240.

Das RKI aktualisiert die Liste der Hochrisiko- und Virusvarianten einmal wöchentlich. Neben der Niederlande wurden am 19. November auch Belgien, Irland und Griechenland als Hochrisikogebiet eingestuft. Für andere Länder wie Frankreich oder Costa Rica, Guatemala, Guyana und Suriname gab es nun Entwarnung. Virusvariantengebiete gibt es derzeit nicht.

Was ist ein Hochrisikogebiet?

Hochrisikogebiete sind Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus. Auch andere Kriterien können eine Rolle spielen, wie beispielsweise die Hospitalisierungsrate. Seit dem 1. August dieses Jahres gibt es nur noch die Kategorien „Hochrisikogebiet“ und „Virusvariantengebiet“. Welche Länder wie eingestuft werden, entscheiden das Auswärtige Amt, das Gesundheits- und das Innenministerium.

Quelle: RKI; Bundesgesundheitsministerium

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Dieser Text wurde am 18. Dezember inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Niederlande droht ein Lockdown.

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