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Weltfrauentag 2022: In welchen Bundesländern am 8. März Feiertag ist

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Von: Lea Creutzfeldt, Benjamin Stroka

Demonstration anlässlich des Weltfrauentags.
Der Weltfrauentag findet jedes Jahr am 8. März statt (Symbolbild). © Ralph Peters / Imago

Der Weltfrauentag setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Doch wo ist am Weltfrauentag in Deutschland Feiertag?

Köln – Der Internationale Frauentag am 8. März, auch Weltfrauentag genannt, hat eine über 100-jährige Tradition. Schon seit 1911 wird jährlich am Weltfrauentag für die Rechte und gegen die Diskriminierung von Frauen demonstriert. Auch 2022 wird das am Dienstag, dem 8. März nicht anders sein. Unter dem Motto „Wandel ist weiblich!“ soll ein „Jahrzehnt der Gleichstellung“ eingeläutet werden, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund ankündigt.

Weltfrauentag 2022: In welchen Bundesländern ist er ein gesetzlicher Feiertag?

Der Internationale Frauentag zählt zu den wichtigsten Welttagen überhaupt, aber ist er dadurch gleichzeitig ein Feiertag in Deutschland? In fast allen Bundesländern, darunter auch Nordrhein-Westfalen, muss diese Frage mit „nein“ beantwortet werden.

2022 ist der Weltfrauentag nur in Berlin auch ein gesetzlicher Feiertag. In der Hauptstadt haben am 8. März daher Geschäfte geschlossen und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer frei.

Weltfrauentag am 8. März 2022: Feiertag nur in Berlin

Weltfrauentag am 8. März: In welchen Bundesländern kein Feiertag ist

2023 soll der Weltfrauentag auch in Mecklenburg-Vorpommern ein Feiertag sein.

Warum ist der Weltfrauentag nur in Berlin ein Feiertag?

Berlin ist das einzige deutsche Bundesland, in dem der Weltfrauentag ein gesetzlicher Feiertag ist. Dies ist allerdings noch nicht lange so – am 24. Januar 2019 wurde in Berlin der Antrag, der von der damaligen rot-rot-grünen Koalition stammte, genehmigt. 87 Abgeordnete stimmten dafür, 60 dagegen.

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern hatte Berlin vor der Einführung des Weltfrauentags als gesetzlicher Feiertag die wenigsten Feiertage – dieses Missverhältnis wurde somit angeglichen.

Weltfrauentag 2022: Entstehung und Ziele des internationalen Frauentags

Die Idee des internationalen Frauentags entstand bereits 1909 in Amerika. Damals veranstalteten die Frauen der Sozialistischen Partei erstmals einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht. 1911 gingen dann auch die ersten Frauen in Deutschland für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf die Straßen. Auch hier ging es in erster Linie um das Frauenwahlrecht, das dann im Jahr 1919 in Deutschland mit den ersten Wahlen für alle durchgesetzt wurde.

Im Laufe der Jahre rückten auch andere Themen in den Mittelpunkt der Demonstrationen, darunter Mutterschutz, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnkürzung, Proteste gegen Krieg und Gewalt sowie das Recht auf legale Abtreibung in den 1960ern und 1970ern. Beim „Frauen-Streik-Tag“ 1994 demonstrierten mehr als eine halbe Million Frauen in Deutschland gegen Diskriminierung.

Internationaler Frauentag: In welchen Ländern gilt er als Feiertag

In Deutschland wurde der Weltfrauentag besonders ausgiebig in der DDR gefeiert. Dort bereiteten sich Betriebe teilweise monatelang darauf vor, die „Aktivistinnen der Arbeit“ auszuzeichnen. Üblicherweise wurde den Frauen mit Kaffeetafeln und Blumen, in der Regel rote Nelken, gedankt.

Doch der Weltfrauentag wird, wie der Name schon sagt, nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt gefeiert. Dabei gilt er nicht nur in Berlin als Feiertag. Während in den meisten deutschen Bundesländern am 8. März normal gearbeitet wird, ist der Weltfrauentag in vielen anderen Ländern ein gesetzlicher Feiertag. Dazu gehören Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Kuba, Laos, Madagaskar, Moldau, in der Mongolei, in Nordkorea, Nepal, Russland, Sambia, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam, Weißrussland und die Volksrepublik China. (bs und lc) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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