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Urlaub im Hochrisiko-Gebiet: Welche Regeln gelten?

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Von: Jana Wehmann

Der Strand von Mallorca ist trotz Corona besucht. Touristen sonnen sich am Strand.
Trotz Corona planen derzeit viele Deutsche ihren Sommer-Urlaub (Symbolbild). © Clara Margais/dpa

Viele Deutsche planen aktuell ihren Sommerurlaub. Durch einen Testnachweis sind Reisen in Hochrisiko-Gebiete in Europa auch ohne Quarantäne möglich.

Köln – Die Ferien sind da – und die Lust nach Sommer-Urlaub ist groß. Durch die Impf-Fortschritte und die sinkenden Inzidenzen sind Reisen in viele europäische Länder wieder möglich – und das, obwohl die Liste der Hochrisiko-Gebiete noch immer relativ lang ist. Durch die Neufassung der Einreise-Verordnung entfällt nun die Einstufung der einfachen Risikogebiete. Zudem greift seit dem 1. August nun eine erweiterte Test- und Nachweispflicht für alle Einreisenden – ganz gleich welches Verkehrsmittel und in welche Einstufung des Landes. 

Seit dem 1. Juli rät die Bundesregierung nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Spanien und die Niederlande sind seit dem 27. Juli als Hochinzidenz-Gebiete eingestuft.

Generelle Testpflicht für alle Einreisenden nach Deutschland über den Luftverkehr

Alle Urlauber, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen, müssen vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenen-Nachweis vorlegen. Diese Nachweispflicht gilt unabhängig davon, ob sich Reisende sich in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben.

Sommer-Urlaub 2021: Europäische Länder mit Einstufung als Risikogebiet – Rückreise-Regeln

Mit der Neufassung der Einreise-Verordnung entfällt nun die Einstufung der einfachen Risikogebiete. Nun gilt für alle Einreisenden aus dem Ausland die Nachweispflicht, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Dies kann über einen Corona-Test, Impfnachweis oder Genesenennachweis erfolgen.

Reisewarnung für Corona-Risikogebiete ab Juli aufgehoben

Die Bundesregierung rät seit 1. Juli nicht mehr generell von touristischen Reisen in Corona-Risikogebiete ab. Das betrifft derzeit fast 100 Staaten weltweit ganz oder teilweise, darunter zum Beispiel die Nachbarländer Frankreich, Niederlande, Dänemark und Belgien.

Die Bundesregierung rät seit 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“.

Europäische Länder als mit Einstufung Hochrisiko-Gebiet – Rückreise-Regeln

Wer sich in einem Hochinzidenz-Gebiet aufgehalten hat, kann sich mittels negativem Corona-Test von der Quarantäne-Pflicht befreien – allerdings erst ab dem fünften Tag. Sie dürfen den PCR-Test frühestens fünf Tage nach der Einreise durchführen – ist der Test negativ und über das Einreiseformular online übermittelt, dürfen auch sie die Isolierung beenden.

Diese europäischen Länder sind vom RKI als Hochrisikogebiet eingestuft (Stand 15. Oktober):

Sommer-Urlaub 2021: Rückreise aus einem Virusvarianten-Gebiet

Einreise-Verordnung ab dem 28. Juli verlängert und angepasst

Die bestehende Einreise-Verordnung läuft Ende des Monats aus, wurde allerdings vom Bundeskabinett ab dem 28. Juli verlängert und inhaltlich angepasst. Die Änderungen betreffen vor allem Virusvarianten-Gebiete.

Reisende, die sich in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, können die Quarantäne-Pflicht mit Inkrafttreten der neuen Einreise-Verordnung vorzeitig beenden, wenn nachweisbar ist, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Das ist gemäß der neuen Verordnung dann der Fall, wenn das Robert Koch-Institut (RKI) die Wirksamkeit gegen die Virusvariante festgestellt und auf seiner Internetseite bekannt gegeben hat. Ansonsten gilt eine Isolierung von 14 Tagen.

Wird ein Virusvarianten-Gebiet nach der Einreise und während der Quarantäne jedoch als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft, gelten auch entsprechend die Regeln für die neue Einstufung. Das heißt: Das Freitesten ist ab dem fünften Tag beziehungsweise keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene. Da die generelle Testnachweis-Pflicht für alle Einreisenden im Luftverkehr gilt, müssen sie zudem vor der Rückreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test bei der Airline vorlegen können.

Diese Länder sind vom RKI als Virusvarianten-Gebiet eingestuft:

Weitere Hinweise zu den Corona-Verordnungen im jeweiligen Reise-Land gibt das Auswärtige Amt. Wer lediglich einen Tagesausflug in die Niederlande plant und mit dem Auto die Grenze überquert, benötigt keinen negativen Corona-Schnelltest. (jaw)

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 15. Oktober inhaltlich ergänzt und aktualisiert.

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