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Totale Mondfinsternis 2022: Wann man aufstehen muss, um sie zu sehen

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Von: Nina Büchs

Am Montag, 16. Mai 2022, wird es eine totale Mondfinsternis geben. 24RHEIN zeigt, wann und wie gut man den Blutmond in NRW sehen kann.

Köln – Frühaufsteher aufgepasst: Am Montag, 16. Mai 2022, kann morgens gegen 05:30 Uhr ein echtes Himmelsspektakel beobachtet werden – denn zu diesem Zeitpunkt wird es eine totale Mondfinsternis geben. Doch nicht überall wird der sogenannte Blutmond tatsächlich sichtbar sein. Zudem wird es zum Zeitpunkt der Mondfinsternis mancherorts schon sehr hell sein. Somit können Beobachter teils nur eine partielle Mondfinsternis erleben. 24RHEIN zeigt die wichtigsten Infos zum Blutmond und erklärt, wo das Spektakel in NRW beobachtet werden kann.

Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022: Wichtige Infos zum Blutmond im Überblick

Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022: Wann und wo kann man den Blutmond in NRW sehen?

Wie der Metereologe Andreas Machalica im Video von Wetter.com erklärt, ist die Mondfinsternis im Nordosten Europas gar nicht zu sehen – am besten sieht man sie im Südwesten des Kontinents, also zum Beispiel auf Madeira oder den Kanaren. In Deutschland gibt es ebenfalls Unterschiede.

Wo und wie lange kann man den Blutmond aber in NRW sehen? Wie Machalica auf einer Karte zeigt, geht der Mond in NRW um circa 05:40 Uhr unter – die totale Mondfinsternis beginnt jedoch erst um 05:30 Uhr. Nach dieser Rechnung wäre das Spektakel also nur sehr kurz – in einem Zeitraum von circa 10 Minuten zu sehen. Doch auch das Wetter muss passen. „Der Himmel muss dann klar und wolkenlos sein. An welchen Orten und welchen Regionen in NRW dies am 16. Mai der Fall sein wird, lässt sich, wenn erst drei Tage vorher abschätzen“, so Ulrike Zenkner, Metereologin des Deutschen Wetterdiensts, gegenüber 24RHEIN. „Aktuell sieht es zumindest danach aus, dass es keine Niederschläge geben wird, hier und da kann aber eine Bewölkung auftreten“, sagt Zenkner.

Was ist eine totale Mondfinsternis und wie entsteht sie?

Laut dem Deutschen Wetterdienst entsteht eine Mondfinsternis dann, wenn Sonne, Erde und Mond im Weltraum in genau dieser Reihenfolge genau auf einer Linie stehen. Der Mond wird dabei vom Schatten der Erde getroffen und verfinstert sich dadurch. Eine totale Mondfinsternis bedeutet, dass sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde befindet. Bei einer partiellen Mondfinsternis hingegen tritt der Erdtrabant nur teilweise in den Kernschatten ein. Die Erde wirft so einen Schattenrand und ist auf der Mondoberfläche als Kreisbogen sichtbar.

Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022 – Mond leuchtet blutrot

Bei der totalen wie auch bei der partiellen Mondfinsternis leuchtet der vom Erdschatten bedeckte Mond in rötlichen, manchmal auch nur in fahlen Farben. Dies hängt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit dem in der Erdatmosphäre abgelenkten Sonnenlicht zusammen. Wer am Montagmorgen früh aufsteht, kann also in einem kurzen Zeitraum sehen, wie der Mond eine blutrote Farbe annimmt. Daher nennt man das Himmelsspektakel auch Blutmond.

Mondfinsternis am 16. Mai 2022: Nächster Blutmond am 28. Oktober

Die nächste kleine, partielle Mondfinsternis wird es übrigens am 28. Oktober 2022 geben, teilen die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Sie wird in ihrem gesamten Verlauf beobachtet werden können. (nb mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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