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Veranstaltung verschoben? Für Gutscheine gibt es Geld, doch Kaufdatum ist wichtig

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Udo Lindenberg bei einem Konzert in der Lanxess Arena Köln.
Wegen der Corona-Pandemie sind in viele Konzerte und andere Veranstaltungen ausgefallen (Archivbild). © Eduard Bopp / Imago

Fiel eine Veranstaltung wegen Corona aus, haben Verbraucher häufig einen Gutschein bekommen. Unter einer Bedingung gibt es aber jetzt doch das Geld zurück.

Düsseldorf/Köln – Monatelang freuten sich Menschen auf eine bestimmte Veranstaltung. Die Tickets waren schon lange gebucht – doch dann kam Corona und das Event fiel ins Wasser. Häufig gab es dann nicht einfach das Geld zurück, sondern einen Gutschein. Diese Zwangsgutschein-Regelung wurde für viele Kunden zum Ärgernis. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt jetzt, wie man doch noch sein Geld zurückbekommt. Ein Detail ist dabei entscheidend.

Zwangsgutscheine können bald ausgezahlt werden – ein Datum ist es entscheidend

Kunden, die ihren Veranstaltungsgutschein bis zum 31. Dezember 2021 noch nicht eingelöst hat, können sich ihr Geld zu Beginn des neuen Jahres auszahlen lassen. Die Voraussetzung: Das Ticket für die ausgefallene Veranstaltung muss vor dem 8. März 2020 gekauft worden sein.

Neues Gesetz mit Gutscheinlösung

Hintergrund ist ein neues Gesetz der Bundesregierung, das am 20. Mai 2020 in Kraft getreten ist. Mit der Gutscheinlösung sollten von der Corona-Pandemie gebeutelte Veranstalter unterstützt werden. Die Verbraucherzentrale kritisierte diese Regelung und tut es nach wie vor. Das Problem: Das Gesetzt gilt rückwirkend für Tickets ausgefallener Veranstaltungen, die vor dem 8. März 2020 gekauft wurden. In vielen Fällen haben Verbraucher dann einen Gutschein erhalten. Diese Gutscheine sind befristet bis 31. Dezember 2021. Erst danach gibt es das Geld zurück. (Quelle: Bundesregierung)

Gutschein auszahlen lassen: Wann gibt es das Geld zurück?

Wie die Verbraucherzentrale NRW jetzt in einer Pressemitteilung schreibt, können sich Betroffene das Geld Anfang nächsten Jahres auszahlen lassen, sofern sie den Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst haben. „Wer den Gutschein bis Ende des Jahres nicht eingelöst hat, kann ab dem 01.01.2022 die Auszahlung des Betrages verlangen“, heißt es in der Mitteilung. Der Gutschein kann aber auch einfach behalten und weiterhin beim jeweiligen Veranstalter eingelöst werden. Zu beachten sind bei den Rückzahlungsansprüchen die Verjährungsfristen, innerhalb derer man Geld zurück verlangen kann. Sie beträgt allgemein drei Jahre.

Gutschein für Ausfall: Diese Veranstaltungen sind betroffen

Ausfall wegen Corona: Was passiert mit Tickets, die nach dem 8. März gekauft wurden?

Tickets für Veranstaltungen, die nach dem 8. März gekauft wurden, sind von dieser Regelung nicht betroffen. Hier gelten die normalen Regeln. „Verbraucher:innen müssen in diesen Fällen weder einen Gutschein noch einen Ersatztermin akzeptieren, sondern können sich nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW den Ticketpreis erstatten lassen.“ (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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