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Nach Ausfall: WhatsApp, Facebook und Instagram wieder erreichbar

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Die Anwendung von WhatsApp auf einem iPhone 12.
Der Messenger-Dienst WhatsApp ist aktuell down. © Christoph Dernbach/dpa

Bei WhatsApp, Facebook und Instagram ging stundenlang gar nichts mehr. Die Social-Media-Plattformen und der Messenger-Dienst waren stundenlang offline.

New York/Köln – Bei einem ungewöhnlich großen Ausfall waren am Montag gleich mehrere Dienste des Facebook-Konzerns auf breiter Front vom Netz gegangen.  Nach rund sechs Stunden hatte der Tech-Konzern seinen großen Ausfall wieder in den Griff bekommen. Kurz vor Mitternacht deutscher Zeit berichteten immer mehr Nutzer, dass die Dienste des weltgrößten Online-Netzwerks für sie wieder funktionieren. Zuvor hatte die New York Times berichtet, Facebook habe zwischenzeitlich ein Mitarbeiter-Team für einen „manuellen Reset“ der Server in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken müssen.

Am Montag waren neben der Plattform des Online-Netzwerks auch die zum Facebook-Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram ausgefallen. Internet-Experten vermuteten einen Fehler in Einstellungen für die Infrastruktur, über die Nutzer Facebooks Ressourcen erreichen. Dadurch seien die Dienste nicht mehr im Netz auffindbar gewesen. Facebook selbst sprach lediglich von „Netzwerk-Problemen“. Unklar blieb zunächst, warum es so lange dauerte, den Ausfall zu beheben.

WhatsApp down: Ursache für Störung noch nicht bekannt

Ein Facebook-Sprecher entschuldigte sich via Twitter und versicherte, dass das Online-Netzwerk an der Entstörung arbeite. Auf dem Twitter-Kanal von WhatsApp heißt es auf Englisch, man sei sich des Problems bewusst und arbeite daran. Man werde so schnell wie möglich ein Update geben. Ursachen für die Probleme waren zunächst nicht bekannt.

Facebook arbeitete auch rund vier Stunden nach Beginn seines großen Ausfalls immer noch daran, die Dienste wieder in Gang zu bringen. „Wir haben Netzwerk-Probleme“ und die Teams arbeiteten so schnell wie möglich, schrieb Technologiechef Mike Schroepfer am Montag bei Twitter.

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können. Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

WhatsApp down: Facebook-Experten halten Cyberattacke für „unwahrscheinlich“

Auf den Störungsplattformen meldeten Nutzer zum Teil Probleme auch mit anderen Online-Diensten, die sich jedoch zunächst nicht weiträumig bestätigten. So liefen beim großen Web-Dienstleister AWS von Amazon, auf den viele Start-ups und große Unternehmen zurückgreifen, laut der Status-Seite alle Angebote normal.

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der New York Times, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen. Der Zeitung zufolge fiel auch das interne Kommunikationssystem bei Facebook aus.

Allein schon für den Austausch über den Ausfall schlug die Stunde von Twitter – und der Facebook-Konkurrent war sich dessen bewusst. „Willkommen buchstäblich alle“, twitterte der Account des Kurznachrichtendienstes.

Für Facebook, das gerade in den USA unter verstärktem politischen Druck steht, war ein mehrstündiger Ausfall eine blamable Krönung ohnehin schlechter Wochen. Erst am Sonntag hatte eine ehemalige Mitarbeiter sich als Whistleblowerin zu erkennen gegeben und warf dem Online-Netzwerk vor, Profit über das Wohl der Nutzer zu stellen. Am Dienstag sollte sie im US-Senat befragt werden. Twitter war entsprechend voller Scherze darüber, wie das Verschwinden von Facebook alles auf einen Schlag besser gemacht habe, bis hin zum Weltfrieden.

Facebook: Letzter großer Ausfall 2019

DNS-Störungen passieren immer wieder mal. So hatte eine davon im Juli dafür gesorgt, dass zahlreiche Websites zeitweise nicht erreichbar waren. Auslöser waren damals Probleme beim Web-Dienstleister Akamai. Die Zentralisierung der Netz-Infrastruktur bei großen Anbietern sorgt dafür, dass der Ausfall bei einer Firma gleich viele Dienste und Websites vom Netz reißen kann.

Auch Anfang Juni waren bereits zahlreiche Websites weltweit nach einer Störung beim Cloud-Dienst Fastly rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Damals betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung, die Plattform Reddit sowie die Nachrichtenportale des Guardian, der New York Times, der Financial Times und der französischen Zeitung Le Monde.

Bei Facebook hatte es im Frühjahr 2019 einen großflächigen Ausfall gegeben, der dem Konzern zufolge auf einen Fehler bei der Server-Konfiguration zurückging. (dpa/sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 5. Oktober um inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Dienste wieder online.

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