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Skifahren und Rodeln in Winterberg – trotz Corona auf die Pisten

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Ski-Fahrer sitzen auf einem Ski-Lift.
In Winterberg sind zahlreiche Ski-Lifte geöffnet. © Dieter Menne Dortmund/dpa

Das Skigebiet in Winterberg ist trotz Corona-Pandemie geöffnet. Dabei gelten allerdings strenge Regeln. Die Veranstalter setzen auf 2G, Maske und Hygienekonzepte.

Köln – Skifahren, Rodeln oder einfach den Schnee genießen – das lockt viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen ins Sauerland. Vor allem am vergangenen Wochenende zog es zahlreiche Schnee-Fans aus den Großstädten Köln, Düsseldorf, Dortmund, aber auch aus den Niederlanden ins verschneite Winterberg. Da nun jedoch die NRW-Winterferien zu Ende sind, erwarten Betreiber weniger Ansturm. Dennoch gelten strikte Corona-Regeln.

Skifahren und Rodeln in NRW: Welche Corona-Regeln gelten?

Für alle, die sich im Skigebiet nicht vergnügen, sondern dort arbeiten, sind die Corona-Zeiten eine besondere Herausforderung. Denn: Es gilt die 2G-Regel. Das bedeutet, nur wer geimpft oder genesen ist, darf liften, sich Ski- oder Rodelausrüstung leihen und in die Hütten. Im Skiliftkarussell Winterberg, mit 26 Liften und fast 30 Pistenkilometern, fällt die Kontrolle für die Betreiber daher umfangreich aus.

Doch: Den Kontrollen zu entgehen, ist schier unmöglich. Schon beim Kauf der Liftkarten, der fast überall nur online möglich ist, beziehungsweise dem Einlösen eines Gutscheins, werden die Corona-Zertifikate und Ausweise überprüft. Ist man als Wanderer oder Spaziergänger unterwegs, wird der Status spätestens im Restaurant gescannt. Als Belohnung erhält man ein farbiges Plastikarmband, sodass der Impf- oder Genesenen-Status nur einmal am Tag nachgewiesen werden muss. Sogar Ordnungsamt-Mitarbeiter fahren auf zwei Brettern Patrouille.

Winteregion: 2G im Skilift

Für die zusätzlichen Corona-Kontrollen brauchen die Betreiber oft zusätzliches Personal. Daher sagt Jens Brühl vom Skiverleih auch, dass es derzeit nicht gerade „eine gewinnbringende Zeit“ sei. „Es ist schwierig. Die Umsätze könnten besser sein“, sagt Brühl, ist aber gleichzeitig froh, dass überhaupt geöffnet werden darf. „Doch überall, am Lift, in der Hütte, auch hier im Skiverleih brauchst du immer noch eine Person zusätzlich, die komplett durchkontrolliert.“

Skifahren NRW: Winterberg erwartet gute Bedingungen am Wochenende

Fest steht jedenfalls: Die Hütten- sowie Skilift-Betreiber haben alle Hände voll zu tun. Das zurückliegende Wochenende (8./9.1.), das letzte in den Weihnachtsferien, war für die Wintersport-Arena Sauerland/Siegen-Wittgenstein sowie die Skiregion Willingen (Hessen) ein Segen.

„Vom Umsatz her war es das beste Wochenende seit langem, weil auch das Wetter mitgespielt hat und es das letzte Ferien-Wochenende war“, sagt Barchef Sven vom Schneewittchenhaus. Der 44-Jährige hofft, dass es jetzt möglichst so weitergeht. Für das kommende Wochenende (15./16.1.) rechnet eine Sprecherin der Wintersport-Arena erneut mit sehr guten Bedingungen vor allem auf den beschneiten Pisten, mit über 70 Liften in Betrieb und 140 Kilometern gespurten Loipen. Eine Vollauslastung ist jedoch wegen der Corona-Regeln nicht möglich.

Skifahren und Rodeln Winterberg: Vorbereitung auf Corona-Regeln

Wer am Wochenende einen Ski-Ausflug plant, sollte sich über die Corona-Regeln informieren und entsprechend vorbereiten. Denn viele Gäste würden unvorbereitet kommen: „Dann sind die Personalausweise nicht da, die Impfnachweise sind nicht da, die Testnachweise sind nicht da. Obwohl schon seit fast zwei Jahren bekannt ist, dass man das irgendwie braucht. Das ist schon stressig“, sagt Jens Brühl vom Skiverleih.

Während die Deutschen eher unvorbereitet ins Skigebiet fahren, nutzen auch viele Niederländer den Weg über die Grenze nach NRW. „Ganz ehrlich, unsere niederländischen Gäste sind besser vorbereitet als die deutschen. Die Holländer diskutieren nicht, sie machen einfach – der Deutsche diskutiert.“ Dennoch sind die Ski-Lift-Betreiber froh, dass es weitergeht – und viele Winter-Fans auch. (jaw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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