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2G im Einzelhandel: In NRW dürfen ab Samstag nur noch Geimpfte und Genesene shoppen

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Von: Hannah Decke

Bund und Länder haben die 2G-Regel im Einzelhandel beschlossen. NRW hat seine Schutzverordnung angepasst. Ab Samstag dürfen Ungeimpfte nicht mehr shoppen.

Hamm - Weil sich die Corona-Lage zuspitzt, wird der Alltag wieder eingeschränkt. Bund und Länder haben sich auf eine erneute Verschärfung der Corona-Regeln verständigt. Vor allem Ungeimpfte sind betroffen. Denn auch im Einzelhandel kommt jetzt die 2G-Regel in Nordrhein-Westfalen. Sie gilt ab Samstag, 4. Dezember.

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

2G im Einzelhandel gilt in NRW ab Samstag, 4. Dezember: Einkaufen nur noch für Geimpfte und Genesene

2G im Einzelhandel wird dabei bundesweit Pflicht. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, also Supermärkte, Apotheken und Drogerien.

Damit kommt faktisch ein Stück weit der Lockdown für Ungeimpfte. In NRW tritt die entsprechende aktualisierte Fassung der Corona-Schutzverordnung am Samstag, 4. Dezember, in Kraft. Konkret teilt das Land mit Blick auf 2G im Einzelhandel mit: „Zugang zu Geschäften haben demnach nur noch vollständig Geimpfte und Genesene. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Der Zugang wird von den Geschäften kontrolliert.“

Einige Bundesländer hatten sich schon vor dem Corona-Gipfel zu diesem Schritt entschlossen. In Hessen dürfen ab Samstag (4.12.) nur noch Geimpfte und Genesene shoppen gehen. Auch Hamburg, Schleswig-Holstein und das Saarland kündigten bereits 2G im Einzelhandel an. In anderen Bundesländern wie Brandenburg und Sachsen ist das schon länger Realität.

Einkaufen nur noch für Geimpfte und Genesene? Grünen in NRW wollten noch weiter gehen

In Nordrhein-Westfalen war 2G im Einzelhandel vor dem jüngsten Corona-Gipfel kein Thema. Hier war Einkaufen für Ungeimpfte bislang uneingeschränkt möglich. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte die Maßnahme nie auf den Tisch gebracht, allerdings auch nie kategorisch abgelehnt. Nach einem Vorgespräch zwischen Bund und Ländern sprach der NRW-Landeschef von einer „Ausweitung der 2G-Regelung“, über die das Landeskabinett beraten wolle. Nähere Details dazu nannte er nicht.

Die Grünen in NRW wären am liebsten noch weiter gegangen als „nur“ 2G: Sie forderten zuletzt auch für Geimpfte und Genesene schärfere Schutzmaßnahmen. Sie sollten nur mit aktuellem negativen Corona-Test Zutritt zu Restaurants, Hotels und eben auch dem Einzelhandel haben. Das würde die 2G-plus-Regel bedeuten. Sie solle nach Ansicht der Grünen ab dem 18. Lebensjahr gelten.

2G droht im Einzelhandel: Handelsverband geht auf die Barrikaden - „rechtswidrig“

Der Einzelhandel ging schon bei der Diskussion um schärfere Regeln auf die Barrikaden. Der Handelsverband Deutschland (HDE) bezeichnete die bundesweite Einführung der 2G-Regel als rechtswidrig. Die Regelung verletzte die Berufsfreiheit der Einzelhändler und verstoße gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren voraussichtlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD).

Verkaufsoffener Sonntag in Hamburg
Shoppen nur noch für Geimpfte und Genesene? Der Handel hält die Einführung der 2G-Regel im Einzelhandel für „unverhältnismäßig und rechtswidrig“. (Symbolbild) © Markus Scholz/dpa

Wenn Händler lediglich geimpften und genesenen Verbrauchern den Zugang zu ihren Läden gestatten dürften, sei dies „unverhältnismäßig und daher rechtswidrig“. Er stützte sich dabei auf ein aktuelles Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Noerr. Der Handel habe seit Beginn der Corona-Krise „erhebliche Sonderopfer“ gebracht, obwohl er „zu keinem Zeitpunkt als Inzidenztreiber bezeichnet werden konnte“, so Sanktjohanser. Das Risiko der Ansteckung im Einzelhandel sei laut Studien marginal.

Eine erste Verschärfung der Maßnahmen war im Übrigen bereits zuvor erfolgt: An Schulen in NRW kehrt die Maskenpflicht im Unterricht zurück. Das Landeskabinett folgte dem Vorschlag von Ministerin Yvonne Gebauer (FDP). *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. 

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