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Garantie, Rückgabe und Gewährleistung: Diese neuen Rechte haben Käufer

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Von: Jana Wehmann

Eine Person hält einen Beleg in der Hand.
Durch das neue Gewährleistungsrecht haben Kunden bei der Garantie und Rückgabe mehr Rechte (Symbolbild). © Tobias Hase/dpa

Garantie, Gewährleistung und Rückgabe: Durch die neuen Gewährleistungsrechte haben Kunden mehr Ansprüche. Das neue Gesetz gilt seit Januar 2022.

Köln – Wer nach dem Kauf Mängel an einem Produkt feststellt, muss sich oft mit den Richtlinien und Anforderungen der Unternehmen herumschlagen. Seit Januar 2022 haben aber Käufer unter Umständen bessere Karten. Denn es gelten neue Gewährleistungsrechte, die es vor allem für Kunden einfacher machen. Was jetzt für Garantie, Gewährleistung und Rückgabe gilt.

Neue Gewährleistungsrechte beim Kauf

Durch die neuen Gewährleistungsrechte für Kaufverträge zwischen Unternehmen und Kunden werden die Vorgaben europaweit stärker vereinheitlicht. Das Gesetz setzt die EU-Warenkaufrichtlinie um, die insbesondere auch Regelungen zum Verkauf von Waren mit digitalen Elementen enthält. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2022 in Kraft.

Änderungen 2022: Das neue Gewährleistungsrecht im Überblick

Mängel am Produkt: Gewährleistung erweitert – neues Gewährleistungsrecht 2022

Wenn Kunden Mängel an einem Produkt feststellen, ist der Ärger groß. Doch nun wurde das Gewährleistungsrecht ab dem 1. Januar 2022 erweitert. Das bedeutet: die gesetzliche Vermutung, dass ein Mangel am Produkt bereits beim Kauf vorlag, gilt nun ein ganzes Jahr.

Gewährleistung Produkte: Updates für Software von Smartphones und Tablets verpflichtend

Wenn die Software von Smartphones, Tablets und Co. veraltet, funktionieren die Geräte meist nicht mehr einwandfrei und sicher. Deshalb hat die Bundesregierung mit den neuen Gewährleistungsrechten eine „Update-Verpflichtung“ eingeführt.

Gewährleistung und Garantie 2022: Notebook, Navi-Verkehrsdaten und Co. müssen mangelfrei bleiben

Sofern eine „dauerhafte Bereitstellung digitaler Elemente“ zwischen Kunde und Unternehmen vereinbart wurden, gelten neue Sonderregelungen. Das heißt: Der Verkäufer ist dafür verantwortlich, dass die in der Ware enthaltene Software „mangelfrei sind und bleiben“. Laut Bundesregierung betrifft das unter anderem Notebooks, Verkehrsdaten in einem Navigationssystem und die Cloud-Anbindung für Spiele-Konsolen. „Sie enthalten integrierte und für einen bestimmten Zeitraum bereitgestellte Software-Anwendungen“, heißt es.

Änderungen 2022: Informationen zur Garantie und Gewährleistung muss bereitgestellt werden

Zusätzlich umfasst das neue Gewährleistungsrecht auch wichtige Ergänzungen zur Garantie. So müssen Kunden auf „einem dauerhaften Datenträger“ die Garantie-Erklärung vom Händler zur Verfügung stehen. Aus der Garantie-Erklärung muss hervorgehen, dass die Garantie neben den gesetzlichen Gewährleistungsrechten besteht und „die Inanspruchnahme dieser Rechte unentgeltlich ist“, erklärt die Bundesregierung.

Gewährleistung und Garantie 2022: Geld muss schon bei Sende-Nachweis für Rückgabe erstattet werden

Wer ein Produkt wegen eines Mangels zurückgeben möchte, kommt nun schneller an sein Geld. Denn nun reicht es aus, wenn der Kunde den Nachweis vorlegt, dass das Produkt versandt wurde. Dann muss der Händler das Geld erstatten. Zuvor konnten Unternehmen den Kaufpreis erst erstatten, wenn die Ware beim Händler eingetroffen ist. Die Kosten für die Rücksendung muss in einem solchen Fall außerdem der Verkäufer tragen.

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