1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Aldi: Informationen zu Geschäften, Sortiment, Lieferservice, Prospekt

Erstellt: Aktualisiert:

Die Kombo zeigt die Schilder von Aldi Süd und Aldi Nord

ALDI Süd und ALDI Nord betreiben in vielen Regionen Deutschlands und in vielen anderen Ländern weltweit Discounter © picture alliance/dpa | Steinberg/Förster

Aldi Süd und Aldi Nord betreiben in vielen Regionen Deutschlands und in vielen anderen Ländern weltweit Discounter. Ihr Konzept basiert auf der Philosophie der Kostenminimierung im Einzelhandel, um Kunden niedrige Preise bieten zu können.

Mühlheim an der Ruhr – Am 20. November 2020 wurde bekannt, dass Aldi seinen Mitarbeitern ein deutlich höheres Weihnachtsgeld zukommen lassen wird als in den Vorjahren. Es ist geplant, ein volles statt wie bisher zwischen 50 und 62 Prozent eines tariflichen Monatsgehalts auszuzahlen. Mit dieser Geste bedankt sich Deutschlands größte Discounter-Kette bei seinen Angestellten für deren engagiertes Arbeiten während der COVID-19-Pandemie. Mit Sicherheit kommt diese Anerkennung auch bei einem Großteil der Verbraucher hervorragend an. Sie konnten sich in der Krise stets auf die gut gefüllten Regale und den Service der Mitarbeiter von Aldi verlassen.

Aldi: Die kleinen Anfänge der großen Erfolgs-Geschichte

Bereits der Vater der eigentlichen Aldi-Gründer, Karl Albrecht Senior, betätigte sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna als Einzelhändler: Die beiden betrieben einen Brothandel und einen Tante-Emma-Laden in Essen. Die beiden Söhne, Theo und Karl Albrecht, übernahmen diese Geschäfte und entwickelten zusammen mit ihrer Mutter in der Nachkriegszeit ein neues Unternehmenskonzept. Dies bestand in dem Angebot eines sehr kleinen Sortiments mit außerordentlich niedrigen Preisen. Im Jahr 1954 stellten die ALDI-Brüder die erste Filiale mit großem Erfolg auf Selbstbedienung um. Auch der Ausbau des Filialnetzes wurde konsequent vorangetrieben, sodass ALDI 1955 bereits 100 Geschäfte in ganz Nordrhein-Westfalen besaß. Sechs Jahre später, 1961, beschlossen die beiden Brüder, ihr Einzelhandels-Imperium in Aldi Nord und Aldi Süd aufzuteilen. Seitdem existieren die beiden Aldi-Ketten vollkommen unabhängig voneinander als eigenständige Konzerne.

Aldi: Der Weg zur führenden Discounter-Kette

Zu Beginn der 60er-Jahre verwandelten Aldi Süd und Nord ihre Geschäfte in moderne Supermärkte mit Frischetheken, die bei den Verbrauchern jedoch nicht gut ankamen. Daraufhin erfolgte die Umstellung auf das Discounter-Format mit den folgenden Merkmalen:

Der Plan erwies sich als genial, sodass Aldi in der Folge stark expandieren konnte – nicht nur in Deutschland, auch in zahlreichen europäischen Ländern. Unter anderem erschloss Aldi Süd und Nord die folgenden Märkte:

Aldi Nord und Süd weiteten nach und nach ihre Sortimente aus, indem die Discounter zunehmend Non-Food-Artikel mit in ihre Produktprogramme aufnahmen. Kleidung, elektronische Artikel, Spielwaren, Haushaltsartikel und vieles mehr wird bis heute als wöchentlich wechselnde Aktionsware angeboten.

Aldi: Die Organisation und Filialen

Aldi Süd wurde von Karl Albrecht geführt, der im Jahre 2014 verstarb. Heute (Stand November 2020) betreibt Aldi Süd 1.940 Filialen. Der Konzern beschäftigt insgesamt 47.500 Mitarbeiter und ist dezentral organisiert. Regionalgesellschaften führen dabei 50 bis 70 Filialen und unterstützen diese bei zentralen Aufgaben, wie zum Beispiel Einkauf, Logistik und Marketing. Der Sitz des Konzerns ist Mühlheim an der Ruhr. Aldi Nord, das unter der Leitung des 2010 verstorbenen Theo Albrecht entstand, betreibt Discounter in Nord- und Ostdeutschland mithilfe von 70 Regionalgesellschaften und beschäftigt 60.000 Mitarbeiter. 2019 besaß ALDI Nord 2.212 Filialen.

In den vergangenen Jahren haben Aldi Nord und Aldi Süd mit einer groß angelegten Renovierungs- beziehungsweise Neubauaktion ihrer Filialen begonnen. Mit diesen Maßnahmen sollen die Märkte größer und attraktiver gestaltet werden, um keine Nachteile im Wettbewerb gegenüber dem Hauptkonkurrenten Lidl hinnehmen zu müssen.

Aldi: Sortiment

Aldi Süd und Aldi Nord verkaufen frische und haltbare Lebensmittel sowie andere Artikel für den täglichen Bedarf. Als Discounter führt Aldi wesentlich weniger Artikel in seinem Sortiment als Supermärkte, die in die Kategorie eines Vollsortimenters fallen. Während diese Supermärkte regelmäßig rund 12.000 Produkte anbieten, sind es bei Discountern meist zwischen 2.000 bis 3.500 unterschiedliche Artikel.

Aldi Süd hat sein Angebot in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Aldi Eigenmarken

Ein Großteil des Sortiments sowohl von Aldi Süd als auch von Aldi Nord besteht traditionell aus Eigenmarken. Viele dieser Produkte stellt Aldi in Eigenregie in Kooperation mit Lebensmittelproduzenten her. Die Eigenmarken werden darüber hinaus von bekannten Markenherstellern produziert, teilweise mit (nahezu) unveränderter Rezeptur gegenüber dem entsprechenden Markenprodukt. In der Regel bewahren sowohl der Markenhersteller als auch der Einzelhändler, der diese Eigenmarken vertreibt, Stillschweigen. Auf diese Weise wird das Label geschützt, sodass der Produzent seine Erzeugnisse als Markenprodukte zu höheren Preisen verkaufen kann. Zu den bekanntesten Aldi Eigenmarken gehören:

Aldi Markenprodukte und Angebote

Gegenwärtig führen Aldi Nord und Aldi Süd ihre Eigenmarken zusammen, um sie zu vereinheitlichen. So wird zum Beispiel aus der Eigenmarke für Cerealien Gletscherkrone von Aldi Nord Knusperone, unter dieser Bezeichnung vertreibt Aldi Süd bereits diese Produkte. Auf diese Weise soll eine Bündelung von Kompetenzen vorangetrieben und den Kunden der Einkauf erleichtert werden.

Auch als Reaktion auf das starke Wachstum des Hauptkonkurrenten Lidl hat ALDI in den letzten Jahren zunehmend mehr Markenartikel in sein Sortiment aufgenommen. So haben beispielsweise Erzeugnisse der folgenden Markenhersteller einen Platz in den ALDI Regalen gefunden:

Neben diesen ständig verfügbaren Artikel führen ALDI Nord und ALDI Süd Woche für Woche Sonderaktionen mit Non-Food-Produkten durch. Diese weisen häufig einen saisonalen Bezug auf, so kommen beispielsweise im Frühsommer Bademoden in die Filialen. Ende November können Kunden bei ALDI verschiedene Weihnachtsartikel wie zum Beispiel Deko-Objekte oder Geschenke kaufen. Darüber hinaus werden auch Lebensmittel im Rahmen dieser Aktionen als Sonderangebote verkauft. Die Angebote sind jeweils ab Montag, Donnerstag und Freitag verfügbar.

Aldi: Die Prospekte und Öffnungszeiten

Die Discounter ALDI Süd und ALDI Nord veröffentlichen jede Woche einen Prospekt mit den Angeboten der nächsten Woche. Die Angebote werden in diesen Prospekten dabei nach dem Termin ihrer Verfügbarkeit in den Filialen präsentiert. Darüber hinaus können Verbraucher auch online in diesen Prospekten blättern.

ALDI Märkte haben von Montag bis einschließlich Samstag geöffnet. Viele Märkte öffnen bereits um 7 Uhr ihre Pforten, manche erst um 8 Uhr. Auch in Bezug auf die Schließung existieren Unterschiede zwischen Filialen. In der Regel schließen ALDI Märkte um 19, 20 oder 21 Uhr.

Aldi: Der Online-Shop

Aldi Süd und Aldi Nord bieten Kunden das Einkaufen im Online-Shop unter dem Namen „Aldi liefert“ an, allerdings bekommen sie hier außer Wein keine Lebensmittel. Das Sortiment besteht aus:

Hinzu kommen spezielle Produkt-Kategorien, die häufig nur zu bestimmten Anlässen verfügbar sind. Dazu gehören beispielsweise die Black Shopping Week oder Weihnachts-Highlights.

Auch interessant