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Aldi: Informationen zu Geschäften, Sortiment, Lieferservice, Prospekt

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Aldi Süd und Aldi Nord betreiben in vielen Regionen Deutschlands und vielen anderen Ländern weltweit Discounter. Ihr Konzept basiert auf der Philosophie der Kostenminimierung, um Kunden niedrige Preise bieten zu können.

Mülheim an der Ruhr/Essen – Aldi ist der größte Discounter Deutschlands und der zweitgrößte Discounter der Welt. Mit den beiden Einzelhandelsketten Aldi Nord (aktiv in neun Ländern Europas) und Aldi Süd (aktiv in elf Ländern weltweit) kommt Aldi insgesamt auf einen Jahresumsatz von über 80 Milliarden Euro (Stand 2019). Das Geheimnis der Discounter-Kette: qualitativ hochwertige Waren zu möglichst günstigen Preisen.

Die Kombo zeigt die Schilder von Aldi Süd und Aldi Nord
ALDI Süd und ALDI Nord betreiben in vielen Regionen Deutschlands und in vielen anderen Ländern weltweit Discounter © picture alliance/dpa | Steinberg/Förster

Aldi: Die kleinen Anfänge der großen Erfolgs-Geschichte

Bereits der Vater der eigentlichen Aldi-Gründer, Karl Albrecht Senior, betätigte sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna als Einzelhändler: Die beiden betrieben einen Brothandel und einen Tante-Emma-Laden in Essen. Die beiden Söhne, Theo und Karl Albrecht, übernahmen diese Geschäfte und entwickelten zusammen mit ihrer Mutter in der Nachkriegszeit ein neues Unternehmenskonzept. Dies bestand in dem Angebot eines sehr kleinen Sortiments mit außerordentlich niedrigen Preisen.

Im Jahr 1954 stellten die Aldi-Brüder die erste Filiale mit großem Erfolg auf Selbstbedienung um. Auch der Ausbau des Filialnetzes wurde konsequent vorangetrieben, sodass Aldi 1955 bereits 100 Geschäfte in ganz Nordrhein-Westfalen besaß. Sechs Jahre später, 1961, beschlossen die beiden Brüder, ihr Einzelhandels-Imperium in Aldi Nord und Aldi Süd aufzuteilen. Seitdem existieren die beiden Aldi-Ketten vollkommen unabhängig voneinander als eigenständige Konzerne.

Aldi: Der Weg zur führenden Discounter-Kette

Zu Beginn der 60er-Jahre verwandelten Aldi Süd und Nord ihre Geschäfte in moderne Supermärkte mit Frischetheken, die bei den Verbrauchern jedoch nicht gut ankamen. Daraufhin erfolgte die Umstellung auf das Discounter-Format mit den folgenden Merkmalen:

Der Plan erwies sich als genial, sodass Aldi in der Folge stark expandieren konnte – nicht nur in Deutschland, auch in zahlreichen europäischen Ländern und sogar weltweit. Unter anderem erschloss Aldi Süd und Nord die folgenden Märkte:

Aldi Nord und Süd weiteten nach und nach ihre Sortimente aus, indem die Discounter zunehmend Non-Food-Artikel mit in ihre Produktprogramme aufnahmen. Kleidung, elektronische Artikel, Spielwaren, Haushaltsartikel und vieles mehr wird bis heute als wöchentlich wechselnde Aktionsware angeboten.

Aldi: Die Organisation und Filialen

Aldi Süd wurde von Karl Albrecht geführt, der 2014 verstarb. Heute (Stand: Dezember 2022) betreibt Aldi Süd rund 1980 Filialen in Deutschland. Der Konzern beschäftigt insgesamt 49.600 Mitarbeiter und ist dezentral organisiert. Regionalgesellschaften führen dabei 50 bis 70 Filialen und unterstützen diese bei zentralen Aufgaben, wie zum Beispiel Einkauf, Logistik und Marketing. Der Sitz des Konzerns ist Mülheim an der Ruhr.

Aldi Nord, das unter der Leitung des 2010 verstorbenen Theo Albrecht entstand, betreibt Discounter in Nord- und Ostdeutschland mithilfe von 70 Regionalgesellschaften und beschäftigt 38.000 Mitarbeiter. 2022 besaß ALDI Nord 2220 Filialen in Deutschland.

In den vergangenen Jahren haben Aldi Nord und Aldi Süd mit einer groß angelegten Renovierungs- beziehungsweise Neubauaktion ihrer Filialen begonnen. Mit diesen Maßnahmen sollen die Märkte größer und attraktiver gestaltet werden, um keine Nachteile im Wettbewerb gegenüber dem Hauptkonkurrenten Lidl hinnehmen zu müssen.

Aldi: Sortiment des Discounters

Aldi Süd und Aldi Nord verkaufen frische und haltbare Lebensmittel sowie andere Artikel für den täglichen Bedarf. Als Discounter führt Aldi wesentlich weniger Artikel in seinem Sortiment als Supermärkte, die in die Kategorie eines Vollsortimenters, wie Rewe oder Edeka, fallen. Während diese Supermärkte regelmäßig rund 12.000 Produkte anbieten, sind es bei Discountern meist zwischen 2000 bis 3500 unterschiedliche Artikel.

Aldi Süd hat sein Angebot in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Aldi Eigenmarken

Ein Großteil des Sortiments sowohl von Aldi Süd als auch von Aldi Nord besteht traditionell aus Eigenmarken. Viele dieser Produkte stellt Aldi in Eigenregie in Kooperation mit Lebensmittelproduzenten her. Die Eigenmarken werden darüber hinaus von bekannten Markenherstellern produziert, teilweise mit (nahezu) unveränderter Rezeptur gegenüber dem entsprechenden Markenprodukt.

In der Regel bewahren sowohl der Markenhersteller als auch der Einzelhändler, der diese Eigenmarken vertreibt, Stillschweigen. Auf diese Weise wird das Label geschützt, sodass der Produzent seine Erzeugnisse als Markenprodukte zu höheren Preisen verkaufen kann. Zu den bekanntesten Aldi Eigenmarken gehören:

Aldi Markenprodukte und Angebote

Gegenwärtig führen Aldi Nord und Aldi Süd ihre Eigenmarken zusammen, um sie zu vereinheitlichen. So wurde zum Beispiel aus der Eigenmarke für Cerealien „Gletscherkrone“ von Aldi Nord Knusperone. Unter dieser Bezeichnung vertreibt auch Aldi Süd diese Produkte. Auf diese Weise soll eine Bündelung von Kompetenzen vorangetrieben und den Kunden der Einkauf erleichtert werden.

Auch als Reaktion auf das starke Wachstum des Hauptkonkurrenten Lidl hat Aldi in den letzten Jahren zunehmend mehr Markenartikel in sein Sortiment aufgenommen. So haben beispielsweise Erzeugnisse der folgenden Markenhersteller einen Platz in den ALDI Regalen gefunden:

Neben diesen ständig verfügbaren Artikeln führen Aldi Nord und Aldi Süd Woche für Woche Sonderaktionen mit Non-Food-Produkten durch. Diese weisen häufig einen saisonalen Bezug auf, so kommen beispielsweise im Frühsommer Bademoden in die Filialen. Ende November können Kunden bei Aldi verschiedene Weihnachtsartikel wie zum Beispiel Deko-Objekte oder Geschenke kaufen. Darüber hinaus werden auch Lebensmittel im Rahmen dieser Aktionen als Sonderangebote verkauft. Die Angebote sind jeweils ab Montag, Donnerstag und Freitag verfügbar.

Aldi: Die Prospekte und Öffnungszeiten

Die Discounter Aldi Süd und Aldi Nord veröffentlichen jede Woche einen Prospekt mit den Angeboten der nächsten Woche. Die Angebote werden in diesen Prospekten dabei nach dem Termin ihrer Verfügbarkeit in den Filialen präsentiert. Darüber hinaus können Verbraucher auch online in diesen Prospekten blättern.

Aldi-Märkte haben von Montag bis einschließlich Samstag geöffnet. Viele Märkte öffnen bereits um 7 Uhr ihre Pforten, manche erst um 8 Uhr. Auch in Bezug auf die Schließung existieren Unterschiede zwischen Filialen. In der Regel schließen Aldi-Märkte um 19, 20 oder 21 Uhr.

Aldi: Der Online-Shop

Aldi Süd und Aldi Nord bieten Kunden das Einkaufen im Online-Shop an, allerdings bekommen sie hier außer Wein keine Lebensmittel. Das Sortiment besteht unter anderem aus:

Hinzu kommen spezielle Produkt-Kategorien, die häufig nur zu bestimmten Anlässen verfügbar sind. Dazu gehören beispielsweise die Black Shopping Week oder Weihnachts-Highlights. Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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