Melle in Niedersachsen

Aldi Nord: Mitarbeiterin mit britischer Corona-Mutation – Discounter zieht sofort Konsequenzen

+
Bei einer Mitarbeiterin in Melle wurde die britische Corona-Mutation festgestellt.
  • schließen

In einer Aldi Nord Filiale in Melle haben sich acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, darunter wurde auch ein Fall der britischen Mutation nachgewiesen. Kunden sollen jedoch ruhig bleiben.

  • Bei acht Mitarbeitern in einer Aldi Filiale in Melle wurden Corona-Infektionen festgestellt, darunter auch ein Fall der britischen Mutation
  • Die Aldi Filiale wurde einen Tag geschlossen und umfassend desinfiziert
  • Die Kunden, die nach dem 1. Februar in der Filiale einkaufen waren, sollen ihren Gesundheitszustand beobachten und auf Symptome achten

Update vom 10. Februar, 12:40 Uhr: Nachdem sich in einer Aldi-Filiale in Melle (Niedersachsen) mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben und darunter auch ein Fall der britischen Mutation nachgewiesen wurde, hat der Discounter die Filiale einen Tag lang geschlossen. Nach einer umfassenden Grundreinigung und Desinfektion öffnet der Markt heute wieder seine Türen.

Aldi Nord betont, dass der Verlauf des Infektionsgeschehens im Markt nahelegt, dass „der Infektionsherd nicht im täglichen Marktgeschehen zu suchen ist“, sagt Aldi Nord auf 24RHEIN-Anfrage. Denn bereits am 15. Januar hatte ein Mitarbeiter eines externen Dienstleisters den Discounter darüber informiert, dass dieser positiv auf Corona getestet worden sei.

Die Mitarbeiterin, bei der die britische Virus-Variante nachgewiesen wurde, habe sich nicht in der Filiale infiziert. „Die Ansteckung fand im privaten Umfeld der Kollegin statt – ihr Mann hatte sich zuvor nachweislich mit der mutierten Variante infiziert“, betont Aldi Nord.

Bereits nach der ersten nachgewiesenen Corona-Infektion habe der Discounter über die regulären Reinigungen hinaus an zwei zusätzlichen Tagen durch eine Fachfirma gründlich säubern lassen.

Nachdem nun die Virus-Mutation nachgewiesen wurde, hat sich der Discounter dazu entschieden, den Betrieb mit Personal von anderen Standorten aufzunehmen. „Zum Schutz unserer Mitarbeiter und Kunden haben wir neben den infizierten Mitarbeitern das gesamte Markt-Team der Nachtigallenstraße vorsorglich bei voller Lohnfortzahlung von der Arbeit freigestellt“, betont der Discounter auf 24RHEIN-Anfrage.

Verbraucher müssten sich jedoch beim Einkaufen keine Sorgen machen. Denn bei der Arbeit im Einzelhandel komme es nicht zu einer erhöhten Infektionsgefährdung durch das Coronavirus. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Untersuchung der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. (jaw)

Aldi Nord: Mitarbeiterin mit britischer Corona-Mutation – Discounter zieht sofort Konsequenzen

Erstmeldung

Köln – Seit der Corona-Krise gelten in deutschen Supermärkten besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen – sei es das Tragen von medizinischen Masken oder auch die Abstandsregeln. Verbraucher sollten beim Einkauf während der Pandemie unbedingt alle aktuellen Regeln im Supermarkt beachten, um sich zu schützen, aber auch das Umfeld.

Dennoch kam es nun im niedersächsischen Melle in einer Aldi-Filiale zu mehreren Corona-Infektionen unter den Mitarbeitern, eine davon hat sich sogar mit der Corona-Mutation aus Großbritannien infiziert. Der Landkreis Osnabrück meldete nun diesen Vorfall, um die Bürger zu schützen.

Aldi Nord in Melle: Mitarbeiterin mit britischer Corona-Mutation infiziert

Insgesamt bei acht Mitarbeitern der Aldi-Filiale in Melle ist es innerhalb der vergangenen drei Wochen zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen. Da nun auch die britische Corona-Mutation entdeckt wurde, hat Aldi Nord in Absprache mit dem Gesundheitsamt für Landkreis und Stadt Osnabrück die Filiale am Dienstag, 9. Februar, geschlossen. Anschließend wurde der Markt umfassend desinfiziert, sodass die Filiale heute, 10. Februar, wieder eröffnen kann.

„Kunden, die nach dem 1. Februar in der Filiale eingekauft haben, sollen genau auf ihren Gesundheitszustand achten“, sagt Burkhard Riepenhoff, Pressesprecher des Landkreises Osnabrück. „Die Kunden müssen jedoch keine Panik bekommen. Die britische Corona-Mutation ist sehr ansteckend, daher sollen sich die Kunden sehr genau beobachten und bei ersten Symptomen sich beim Hausarzt testen lassen. Stichtag ist da wirklich der 1. Februar“, betont Riepenhoff auf 24RHEIN-Anfrage.

Coronvirus in Melle: Aldi Nord eröffnet nach britischer Mutation

Bereits am 15. Januar hatte ein externer Dienstleister den Discounter informiert, dass er positiv auf Corona getestet worden sei. Bei einem Termin im Markt habe er nach Angaben von Aldi Nord mit aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst drei Mitarbeiter angesteckt, so der Landkreis Osnabrück.

Inzwischen seien wieder fünf Mitarbeiter genesen, drei Fälle seien noch akut, wie der Landkreis Osnabrück mitteilt. Nach Einschätzungen von Aldi Nord habe sich die Mitarbeiterin mit der britischen Variante mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Markt infiziert. Wie Aldi Nord auf dpa-Anfrage mitteilt, soll sich die Mitarbeiterin im familiären Umfeld angesteckt haben.

Nach Corona-Infektion: Aldi Nord in Melle nimmt Betrieb wieder auf

Vorsorglich hat Aldi Nord das gesamte Team zunächst vom Dienst freigestellt, für den weiteren Betrieb wird der Discounter Personal aus anderen Standorten einsetzen. Kunden können daher ab heute wieder wie gewohnt in der Aldi-Filiale einkaufen. Der Landkreis Osnabrück betont, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. (jaw/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion