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In ganz Deutschland: Aldi Nord verkürzt Öffnungszeiten ab November

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Von: Oliver Schmitz

Wegen der Energiekrise wird Aldi Nord seine Öffnungszeiten im Winter verkürzen. Ab November sollen zahlreiche Filialen früher schließen.

Köln – Im Zuge der Energiekrise diskutiert der Lebensmittel-Einzelhandel seit geraumer Zeit kürzere Öffnungszeiten in ganz Deutschland. Doch umgesetzt hatte die Tegut-Forderung noch kein Supermarkt doer Discounter – bis jetzt. Denn Aldi Nord wagt als erste große Kette nun genau diesen Schritt. „Als erster Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland passt ALDI Nord die Öffnungszeiten zahlreicher Märkte an und leistet damit aktiv einen Beitrag zum Energiesparen“, teilte das Unternehmen am Dienstag (18. Oktober) auf Twitter mit. Die Maßnahme soll ab 1. November 2022 und für den ganzen Winter gelten.

Verkürzte Öffnungszeiten: Aldi Nord-Filialen schließen im Winter ab 20 Uhr

Aldi Nord-Schild mit Öffnungszeiten.
Aldi Nord folgt einem Vorschlag der Supermarkt-Kette Tegut. (Symbolbild) © foto2press/Imago

Was in Bayern üblich ist, kommt für Aldi Nord-Filialen nun in ganz Deutschland: Ab 20 Uhr werden viele von ihnen zukünftig ihre Türen schließen. Welche genau das sein werden, ist aktuell noch unbekannt. „Dies gilt zunächst für die Winterzeit 2022/2023“, erklärte das Unternehmen. Ein genauerer Zeitraum wurde dabei ebenfalls nicht genannt. Jedoch dürften die kürzeren Öffnungszeiten somit wohl mindestens bis in den Januar 2023 hinein andauern. Die meisten Märkte von Aldi Nord haben derzeit bis 21 Uhr geöffnet, einige wenige sogar bis 22 Uhr.

Aldi Nord verkürzt Öffnungszeiten: Ziehen Lidl, Rewe, Edeka und Co. nach?

Dass Aldi Nord im Zuge der Energiekrise etliche Filialen bald tatsächlich früher schließt, kommt nicht ganz überraschend. So hatte das Unternehmen bereits zuvor erklärt, frühere Anpassung unserer Öffnungszeiten nicht grundsätzlich auszuschließen. Ganz anderes sieht das derweil bei den andere Supermarkt-Größen aus. Eine Verkürzung wird bei uns nicht diskutiert“, sagte unter anderem Rewe der LZ. Auch die Schwarz-Gruppe mit den Ketten Kaufland und Lidl plant demnach nicht, die Märkte früher zu schließen. Die langen Öffnungszeiten kämen besonders den Berufstätigen entgegen, sagt Kaufland als Begründung.

Edeka erklärte derweil, dass sich die Frage nach kürzeren Öffnungszeiten nicht pauschal beantworten ließe, da die Filialen von einzelnen Kaufleuten geführt werden. Auch die Supermarkt-Kette Tegut, die eine generelle Öffnungszeit-Verkürzung in ganz Deutschland gefordert hat, schließt seine Filialen aktuell noch nicht früher. Im Gegensatz zu den Lebensmittel-Händlern gab es in den sozialen Medien viel Zuspruch für kürzere Supermarkt-Öffnungszeiten. Einige fordern sogar noch früher als 20 Uhr zu schließen.

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Montag - Freitag rund um die Uhr, Samstag bis 20 Uhr: Thüringen

Montag – Samstag 6 bis 22 Uhr: Rheinland-Pfalz, Sachsen

Montag – Samstag 6 bis 20 Uhr: Bayern, Saarland

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