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Engpässe bei Aldi möglich – Waschmittel-Hersteller ist insolvent und stellt Produktion ein

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Von: Jana Wehmann

Eine Kunden hält zwei Spülmittel in der Hand und vergleicht die Produkte.
Aldi- und Lidl-Kunden müssen sich beim Wasch- und Spülmittel künftig umstellen (Symbolbild). © Uwe Anspach/dpa

Das Waschmittel Tandil und das Spülmittel Alio wird es bald bei Aldi nicht mehr geben. Der Discounter-Markenhersteller Thurn ist insolvent.

Köln – Kunden von Aldi müssen sich künftig umstellen und anderes Wasch- und Spülmittel kaufen. Denn der Hersteller von den Discounter-Produkten Tandil und Alio ist insolvent – und stellt in den kommenden Wochen die Produktion ein. Das Aus kommt nicht nur für das Unternehmen Thurn Germany Gruppe, welches das Waschmittel herstellt, plötzlich, sondern vor allem auch für den Discounter in Deutschland. Was heißt das nun für Aldi-Kunden?

Thurn Germany Gruppe
HauptsitzNeunkirchen-Seelscheid (NRW)
HerstellerWaschmittel Tandi
Gründung1977

Änderung bei Aldi: Waschmittel-Hersteller Thurn Germany Gruppe insolvent

Der Handelsmarken-Hersteller Thurn steht vor dem Aus und wird die Produktion am Standort in Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis einstellen. Den meisten Kunden wird das Unternehmen nicht bekannt sein, dennoch befinden sich die Produkte des Herstellers Thurn in vielen Haushalten. Denn der Marken-Hersteller stellt das Pulverwaschmittel Tandil und das Geschirrspülmittel Alio her, die es bei Aldi Süd und Aldi Nord gibt.

Obwohl es bereits Verhandlungen mit Investoren gegeben haben soll, muss der Tandil- und Alio-Hersteller nun doch den Betrieb einstellen. „Schon in der nächsten Woche ist der Insolvenzverwalter gezwungen, den Mitarbeitern zu kündigen und die Betriebsstilllegung einzuleiten“, so Thurn laut Lebensmittelzeitung. Die Übernahme des Betriebs und der Erhalt von rund 175 Arbeitsplätzen sei im letzten Moment gescheitert.

Aldi: Engpässe beim Discounter möglich – Waschmittel Tandil und Spülmittel Alio

Die Nachricht ist nicht nur für Thurn überraschend, sondern auch für Aldi. Da es zunächst aussah, als wenn der Betrieb fortgeführt werde, hätte auch der Discounter mit einer weiterlaufenden Produktion gerechnet. „Wir werden eine zuverlässige Warenversorgung sicherstellen und mit unseren Kunden individuelle Auslaufproduktionen vereinbaren“, teilt Thurn der LZ mit. Die Produktion werde aber dennoch im November auslaufen.

Daher seien Lieferprobleme bei Waschmittel-Tabs nicht ausgeschlossen. Die Regale von Aldi könnten daher schon bald leerer sein als gewohnt. Denn, wenn das Waschmittel Tandil und das Spülmittel Alio nicht mehr hergestellt werden, muss der Discounter auf andere Unternehmen setzen – und solange könnte es eng werden.

Zwar sind mit dem Aus von Tandil und Alio Engpässe beim Discounter Aldi nicht ausgeschlossen, Kunden können aber dennoch beruhigt bleiben. Denn neben den Discounter-Marken Tandil und Alio führt das Geschäft weitere Marken-Produkte. Kunden, die allerdings zuvor die Discounter-Ware gekauft haben, müssen sich wohl umstellen. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

Korrektur: In einer vorherigen Version des Artikels stand, dass ebenfalls Lidl-Produkte betroffen seien. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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