Auswirkungen der Corona-Krise

Asos kauft Topshop – jetzt stehen die Filialen in Deutschland vor dem Aus

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Topshop schließt die Filialen in Köln, Düsseldorf und Oberhausen.
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Durch die Corona-Krise hat die britische Modekette Topshop Verluste gemacht. Nun hat der Online-Händler Asos die Marke gekauft und will das Filialgeschäft schließen.

Köln – Seit Monaten sind die Geschäfte in den Innenstädten geschlossen und Verbraucher stöbern derzeit nur online. Wie das Shopping-Erlebnis nach der Corona-Krise in NRW aussehen mag, bleibt abzuwarten. Denn seit Wochen geben mehrere Einzelhandelsketten nach und nach das Aus für das Filialgeschäft bekannt. Nachdem die Parfümeriekette Douglas mitgeteilt hatte, 60 Standorte zu schließen, wird sich nun auch MyMuesli im Laufe des Jahres aus dem stationären Handel weitestgehend zurückziehen. Wie viele Unternehmen wollen sich die beiden Einzelhändler verstärkt auf ihr Online-Geschäft fokussieren.

Eine ähnliche Strategie hat auch der Mode-Onlinehändler Asos gewählt. Der britische Modehändler übernimmt nicht nur Topshop und weitere Marken, sondern plant auch, die Ladenlokale zu schließen.

Die Modekette Topshop kommt aus London

Topshop ist eine britische Modekette, die sich auf Young Fashion für Frauen spezialisiert hat. Neben Kleidung hat die Einzelhandelskette auch Schuhe, Accessoires und Make-up angeboten.

Asos schließt Topshop-Filialen: Diese Standorte in NRW sind betroffen

Für rund 300 Millionen Euro hat Asos die Marken Topshop, Topman, Miss Selfridge und HIIT vom einstigen Einzelhandelsriesen Arcadia übernommen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Als Online-Modehändler hat Asos bereits eine wichtige Rolle für die Marken gespielt, nun möchte sich das Unternehmen auch weiterhin auf das Online-Geschäft konzentrieren.

Insgesamt werde Asos rund 300 Mitarbeiter übernehmen. Für wie viele Arbeitnehmer nun der Arbeitsplatz auf dem Spiel steht, ist bisher unklar. Auch für das Topshop-Filialgeschäft bedeutet die Übernahme das Aus, denn Asos werde die Ladenlokale nicht übernehmen.

Allein in Nordrhein-Westfalen wären die Standorte in Köln, Düsseldorf, Bonn und Oberhausen betroffen. Wann die genaue Schließung erfolgt, ist nach aktuellem Stand jedoch nicht klar. Zum Teil befinden sich die deutschen Standorte in Kaufhäusern von Galeria Karstadt Kaufhof, die selbst die Auswirkungen der Corona-Krise spüren und durch Staatshilfen unterstützt werden.

Corona-Krise trifft Topshop: Online-Geschäft von Asos boomt

Wie viele Unternehmen wurde auch der Einzelhandelsriese Arcadia hart von der Corona-Pandemie getroffen und hatte bereits Insolvenz anmelden müssen. Der Online-Händler Asos hatte hingegen trotz geschlossenem Einzelhandel weiterhin gute Geschäfte gemacht.

Auch Hussel, Arko und Eilles mussten bereits eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. Die Unternehmen, die zur Deutschen Confiserie Holding gehören, werden jedoch nach aktuellem Stand trotz der Insolvenz den gesamten Geschäftsbetrieb vollumfänglich weiterführen. (jaw/dpa)

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