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Bundes-Notbremse: Supermärkte passen Öffnungszeiten an – und schließen früher

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Von: Jana Wehmann

Ein Einkaufswagen gefüllt mir Obst, Gemüse, Kaffee und Konserven.
Durch die Ausgangssperre passen die Supermärkte ihre Öffnungszeiten an (Symbolbild). © Fabian Sommer/dpa

Die Supermärkte passen ihre Öffnungszeiten an die nächtliche Ausgangssperre an. Wird die bundeseinheitliche Notbremse umgesetzt, gelten diese in ganz Deutschland.

Update vom 22. April, 18:10 Uhr: Zahlreiche Supermärkte passen nun ihre Öffnungszeiten an die beschlossene Bundes-Notbremse und Ausgangsbeschränkung, die ab 22 Uhr gilt, an. Zwar könne Edeka keine pauschale Öffnungszeiten für alle Filialen nennen, allerdings werde der Supermarkt „alle von Bund und Ländern vorgegebenen Maßnahmen“ umsetzen, heißt es auf 24RHEIN-Anfrage.

Neben den Supermarktriesen äußert sich nun auch Globus und betont: „Wir halten uns an die Vorgaben der Bundesregierung und werden die Öffnungszeiten an unseren Standorten entsprechend anpassen“, sagt Jochen Baab auf 24RHEIN-Anfrage. So passen nahezu alle großen Supermärkte und Discounter in Deutschland in den kommenden Wochen ihre Öffnungszeiten an und haben nur noch bis 22 Uhr geöffnet. (jaw)

Obwohl der Discounter Aldi bereits angekündigt hatte, seine Öffnungszeiten anzupassen, wenn die Ausgangssperre ab 21 Uhr beginnt, betrifft die nun beschlossene Bundes-Notbremse den Discounter kaum. „Unsere Filialen sind in der Regel von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Nur vereinzelte Märkte in zentraler Lage sind bis 22 Uhr geöffnet, dort wird noch geprüft, ob eine 30-minütige frühere Schließung in Betracht kommt oder nicht“, sagt ein Sprecher auf 24RHEIN-Anfrage.

Wie Supermarkt Rewe trifft auch Kaufland weitere Maßnahmen: „Selbstverständlich passen wir unsere Öffnungszeiten daher dem jeweils geltenden Beginn der Ausgangsbeschränkungen an“, sagt Alisa Götzinger von Kaufland. Auch Netto bestätigt auf 24RHEIN-Anfrage die Anpassung der Öffnungszeiten und weist auf weitere Informationen zu den Filialen vor Ort hin. (jaw)

Update vom 22. April, 15:16 Uhr: Nachdem der Bundestag die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes erneut angepasst hatte, wurde die Bundes-Notbremse nun offiziell beschlossen. Die nächtliche Ausgangssperre gilt nun – nicht wie zunächst angedacht ab 21 Uhr – sondern zwischen 22 und 5 Uhr.

Obwohl bereits zahlreiche Supermärkte ihre Öffnungszeiten auf 21 Uhr reduziert hatten, ändert der Lebensmittelhändler Rewe seine Zeiten erneut und passt diese an die beschlossene Bundes-Notbremse an. „Ab Gültigkeit der Ausgangssperre werden die Rewe-Märkte für den Kundenverkehr um 22 Uhr geschlossen“, sagt Thomas Bonrath auf 24RHEIN-Anfrage. (jaw)

Bundes-Notbremse: Supermärkte passen Öffnungszeiten an – und schließen früher

Düsseldorf/Berlin – In Köln wurde es bereits Realität: Nachdem am Freitag die Ausgangsbeschränkungen für die Domstadt beschlossen wurden, zogen die Supermärkte kurzerhand die Konsequenzen und passten die Öffnungszeiten in Köln an die neuen Vorgaben an – und das, obwohl die Lebensmittelhändler nicht von der offiziellen Regelung betroffen sind.

Neben Köln haben bislang nur vereinzelte Städte verschärfte Corona-Maßnahmen sowie eine nächtliche Ausgangsbeschränkung verhangen. Nun hat der Bundestag Infektionsschutzgesetzes erneut angepasst und die bundeseinheitliche Notbremse beschlossen. Da diese Regelung ebenso eine Ausgangsbeschränkung umfasst, haben sich bereits zahlreiche Supermärkte dazu ausgesprochen, die Öffnungszeiten anzupassen.

Bundes-Notbremse: Ab wann gilt die Ausgangssperre?

Laut den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes durch den Bundestag gilt die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr.

Ausgangssperre durch Bundes-Notbremse: Supermärkte passen Öffnungszeiten an

Obwohl die Bundes-Notbremse die Supermärkte und Discounter in Deutschland nicht einschränkt, wollen einige Lebensmittelhändler dennoch ihre Öffnungszeiten an die Ausgangssperre anpassen. Denn selbst wenn die Geschäfte geöffnet bleiben, die Kunden sollten aufgrund der Vorgaben Zuhause sein. Die Änderung der Öffnungszeiten greift natürlich nun in den Bundesländern, in denen die Supermärkte regulär länger geöffnet sind. In Bayern beispielsweise schließen Supermärkte grundsätzlich um 20 Uhr.

Daher wollen einige Supermärkte ihre Einkaufszeiten auch an die regionalen Vorgaben anpassen. Diese Supermärkte bestätigten die Änderungen der Öffnungszeiten auf 24RHEIN-Nachfrage:

Ab wann gilt die Bundes-Notbremse?

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner den Schwellenwert von 100, dann treten die neuen bundeseinheitlichen Corona-Regeln ab dem übernächsten Tag in Kraft. Die Ausgangssperre gilt dann lediglich für den Landkreis beziehungsweise die kreisfreie Stadt.

Öffnungszeiten: Supermärkte orientieren sich an der Ausgangssperre

Da die bundeseinheitliche Notbremse noch nicht beschlossen wurde, stehen die Supermärkte in Kontakt mit den zuständigen Behörden und „setzen alles daran, die regional unterschiedlichen Verordnungen zeitnah und pragmatisch umzusetzen“, so Kaufland. „Natürlich werden wir unsere Filialen auch bei einer Ausgangsbeschränkung im Rahmen des neuen Infektionsschutzgesetzes um 21 Uhr schließen“, sagt Alisa Götzinger auf 24RHEIN-Nachfrage.

Sollten vor Umsetzung der Bundes-Notbremse weitere Kommunen eine Ausgangsbeschränkung beschließen, weist Lidl seine Kunden vor Ort auf die Änderungen hin. „Unsere Kunden informieren wir am Filialeingang über die aktuellen Öffnungszeiten“, sagt Isabel Lehmann.

Obwohl Rewe seine Filialen verfrüht schließt, bestätigt Thomas Bonrath auf 24RHEIN-Anfrage, dass der Rewe Lieferservice von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen sei. Bis wann die Bringdienste Lebensmittel ausliefern dürfen, berichtet 24RHEIN. (jaw)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. April inhaltlich ergänzt und aktualisiert:

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