1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Regeln für die Baumärkte in NRW: Was darf ich kaufen? Brauche ich Coronatest?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jana Wehmann

Mehrere Kunden warten in einem Baumarkt in einer Schlange an einer Kasse.
In NRW sind die Baumärkte geöffnet (Symbolbild). © Sven Hoppe/dpa

Die Baumärkte in NRW dürfen trotz Corona-Krise öffnen. Sofern die Inzidenz unter 150 liegt, können die Geschäfte das gesamte Sortiment anbieten.

Köln – Die Bundes-Notbremse hat den Flickenteppich der Corona-Regeln abgelöst und bundesweit für einheitliche Regeln gesorgt – zumindest in den meisten Bereichen. Gartencenter werden nun erstmals explizit genannt und dürfen – unabhängig von der Inzidenz – öffnen.

Während es für die Gartencenter einheitliche Regeln gibt, sieht die Lage bei den Baumärkten eher unklar aus. Was gilt nun für die Baumärkte in Nordrhein-Westfalen? Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) klärt über die aktuellen Corona-Regeln für die Baumärkte auf.

Corona in NRW: Öffnungszeiten für Baumärkte – die aktuellen Corona-Regeln

„Gartencenter werden vom Gesetzgeber derzeit als systemrelevant eingestuft und sind frei zugänglich“, sagt Jörn Brüningholt vom Verband auf 24RHEIN-Anfrage. Für Baumärkte gibt es allerdings keine einheitliche bundesweite Regelung. Vielmehr „lässt das abgeänderte Infektionsschutzgesetz sehr große Interpretationsspielräume zu“, so der Handelsverband der Bau- und Gartenfachmärkte weiter.

Laut dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten gelten diese Corona-Regeln für Baumärkte in NRW:

Öffnungszeiten Baumärkte in Corona-Krise: Lokale Ausnahmen möglich

Da die aktuellen Corona-Regeln jedoch unterschiedlich ausgelegt werden, kann es auch auf lokaler Ebene zu einzelnen Ausnahmen bei den Öffnungszeiten der Baumärkte kommen.

Bundes-Notbremse: Verband fordert einheitliche Regeln für Baumärkte und Gartencenter

Obwohl durch die Bundes-Notbremse einheitliche Regeln geschaffen werden sollten, legen die Bundesländer die Maßnahmen unterschiedlich aus. Daher könne der Verband keine allgemeinverbindliche Übersicht über die Öffnungs- und Schließungsregeln geben.

Da die aktuellen Corona-Maßnahmen „auch bis in die Ebene lokaler Ordnungsämter stark unterschiedlich ausgelegt werden“, fordert der Verband nun konkrete bundeseinheitliche Regeln. „Wir fordern die Politik dringend auf, bundesweit die unsinnigen Schließungsmaßnahmen zu beenden und einen geregelten, abgesicherten Zugang zu Bau- und Gartenfachmärkten zu ermöglichen“, sagt Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des Verbands.

Laut dem Verband würden Baumärkte und Gartencenter auf das Infektionsgeschehen keine Rolle spielen. „Durch einen geregelten Zugang könnten die Menschen nicht nur mit dringend benötigten Produkten versorgt werden, sondern sie würden auch die gefährlichen Kundenströme im Lebensmitteleinzelhandel, der seine Nonfood-Sortimente augenblicklich drastisch erweitert hat, entzerren“, so Wüst.

Ob es künftig bundeseinheitliche Regeln für die Baumärkte gibt, bleibt abzuwarten. Um die Sicherheit zu gewährleisten, bauen derzeit die Baumärkte Corona-Schnelltest-Zentren vor den Filialen auf. (jaw)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. Mai inhaltlich ergänzt und aktualisiert:

Auch interessant