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Statt Lieferdienst: Roboter bringt Essens-Bestellungen bis an die Haustür

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Von: Jana Wehmann

Der Roboter Discopeter hat eine Wärmebox und fährt Essen aus.
Der Roboter Discopeter liefert Essen aus. © Aaron/DiscoEat

In Berlin fährt ein Roboter Essens-Bestellungen des Burger-Restaurants Peter Pane aus. Noch wird der Roboter allerdings ferngesteuert.

Köln/Berlin – Er ist klein, auf vier Rädern unterwegs – und liefert sogar Essen aus. Der Roboter „Discopeter“ mag vielen noch kein Begriff sein, einige Berliner könnten ihn aber schon gesichtet haben. Denn seit wenigen Wochen dient der Roboter als Kurier-Fahrer für Essens-Bestellungen der Burger-Kette Peter Pane und liefert für das Restaurant einzelne Bestellungen in Berlin-Mitte an die Kunden aus. Das Restaurant und die Berliner Start-ups Discoeat und Teraki haben den ferngesteuerten Roboter zusammen auf den Markt gebracht.

Roboter „Discopeter“ von Discoeat, Teraki und Peter Pane

Das Berliner Start-up Discoeat ist sowohl eine Reservierungs- als auch Bestellplattform für Restaurants. Das zweite beteiligte Unternehmen ist Teraki, die im Bereich des autonomen Fahrens aktiv sind.

Burger liefern lassen: Roboter fährt Peter Pane-Bestellungen aus

Wer über die Bestellplattform Discoeat im Peter Pane-Restaurant am Europaplatz in Berlin bestellt, bekommt mit etwas Glück sein Essen von Roboter „Discopeter“ geliefert – allerdings nur in einem Umkreis von rund zwei Kilometern. Da der Roboter bislang nur wenige Kilometer pro Stunde fahren darf, haben die Gründer den Umkreis zunächst beschränkt.

Seine Fracht erhält der Roboter im Restaurant in der Nähe des Hauptbahnhofs Berlin und bringt sie anschließend in einer speziellen Warmhaltebox direkt zum Kunden. Im Schnitt übernimmt der Roboter drei Zustellungen pro Stunde, sagt Moritz Heininger, Gründer von Discoeat.

Eine Person legt eine Papiertüte gefüllt mit Essens-Bestellungen in die Warmhaltebox vom Roboter Discopeter.
Der Roboter Discopeter wird vom Burger-Restaurant Peter Pane genutzt. © Aaron/Discoeat

Peter Pane in Berlin-Mitte: Roboter liefert Essen aus

Zwar hatte die Restaurantkette Peter Pane mit Beginn der Corona-Pandemie einen eigenen Lieferservice auf die Beine gestellt, allerdings kooperiert das Unternehmen inzwischen mit der Restaurant-Plattform Discoeat und dem Autonomy-Unternehmen Teraki.

Zwar haben Moritz Heininger und Nicolo Luti Discoeat als reine Restaurant-Reservierungsplattform gegründet, allerdings haben die Gründer die Monate genutzt, um ihr Projekt weiterzuentwickeln. Nachdem Ende 2020 eine Liefer-App entstanden ist, steht nun auch der Roboter „Discopeter“ in den Startlöchern. Die Technik für den Roboter stellt das Unternehmen Teraki, welches eine Software für das autonome Fahren für Autos entwickelt hat und diese nun auch für automatisierte Roboter nutzt.

„Die umweltfreundlichen Roboter werden Fernsteuerungen, neue Arbeitsplätze bieten, den Verkehr in Städten reduzieren und dazu beitragen, den Arbeitskräftemangel zu überwinden. Außerdem ist es eine pandemiesichere Lösung“, sagt Daniel Richart CEO von Teraki. In Köln können sich die Kunden im go2market von einem Roboter durch den Laden führen lassen.

Berlin: Roboter „Discopeter“ fährt Peter Pane Bestellungen aus

Hürden für das autonome Fahren gibt es in Deutschland aber dennoch: So ist der Roboter „Discopeter“ nicht alleine unterwegs, sondern wird von einer Person begleitet, so Heininger gegenüber 24RHEIN. Zudem fährt der Liefer-Roboter bislang nicht autonom, sondern wird derzeit aus Sicherheitsgründen noch ferngesteuert. Allerdings planen die Unternehmen, dass der Roboter schon Ende des Jahres komplett autonom fahren soll.

Ob es den Roboter bald auch in anderen Städten oder bei anderen Restaurants geben wird, bleibt noch abzuwarten. Automatisierte Roboter kommen allerdings inzwischen vermehrt zum Einsatz, so etwa auch im Bereich des Lebensmittelhandels. In dem vollautomatisierten Supermarkt Typy in Düsseldorf sucht ein Roboter in Sekundenschnelle die Waren für die Kunden zusammen. (jaw)

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