1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Bier könnte knapp werden – weil es nicht genug Flaschen gibt

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Im Sommer 2022 könnte das Bier im deutschen Handel knapp werden. Denn die Brauereien befürchten, dass Bierflaschen bald ausgehen.

Köln – Ein Sommer ohne kühles Bier? Für viele Menschen in Deutschland quasi unvorstellbar. Doch in diesem Jahr könnte Bier im Handel tatsächlich knapp oder zumindest teuer werden. Denn die deutschen Brauereien befürchten in der warmen Jahreszeit einen Mangel an Bierflaschen. „Engpässe sehen wir spätestens im Sommer“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele. Um dies zu verhindern, sind auch die Bier-Käufer in der Pflicht.

Bier-Krise im Sommer: Glasflaschen 80 Prozent teurer

Laut Holger Eichele sei der Hauptgrund für den drohenden Bierflaschen-Mangel die stark gestiegenen Kosten bei der energieintensiven Flaschenproduktion. Die Lage sei „äußerst angespannt“. Zudem werde es aufgrund eines Lkw-Fahrermangels in der Logistikbranche schwieriger, die Lieferketten aufrechtzuerhalten.

„Wer keine langfristigen Verträge hat, muss für neue Glasflaschen zurzeit 80 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr“, sagte Eichele. „Einigen Brauereien droht der Leerlauf, sie stehen vielleicht bald ohne Flaschen da.“ Bereits die Corona-Pandemie hatten unter anderem in Köln vielen Brauereien stark zugesetzt.

Doch es gibt eine Sache, die gegen den möglichen Bierflaschen-Mangel helfen kann: Verbraucher sollten Leergut möglichst schnell im Handel zurückgeben, um die Situation zu entspannen.

Bierflaschen-Mangel im Sommer: Vor allem kleinere Brauereien betroffen

Zwei Menschen prosten sich mit Bierflaschen zu.
Womöglich wird es im Sommer schwer, preiswertes Flaschenbier zu bekommen. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Der Vize-Chef des Brauereiverbands Berlin-Brandenburg, Stefan Fritsche, sagte, die Flaschenknappheit treffe vor allem kleine und mittelständische Brauereien. „Das bedroht die Vielfalt auf dem deutschen Biermarkt“, fügte er hinzu.

Auch der Bundesverband Glasindustrie warnte, die Energiepreiskrise stelle die Branche vor „große Herausforderungen“. Die Energiekosten seien im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 500 Prozent gestiegen, sagte eine Verbandssprecherin. Energie mache bis zu 20 Prozent der Betriebskosten der Glasindustrie aus. (os mit AFP und dpa) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant