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Rewe-Tochter eröffnet Mini-Shop ohne Personal – hier bedienen sich die Kunden selbst

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Von: Jana Wehmann

Der Mini-Shop Billa Box, der einem Container gleicht, von Außen.
Die Rewe-Tocher Billa entwickelt einen Mini-Shop. © Patrick Sommeregger-Baurecht/BILLA

Der Supermarkt Billa, der zur Rewe-Gruppe gehört, hat einen Mini-Shop mit Selbstbedienung eröffnet. Mit der Billa Regional Box soll die Nahversorgung sichergestellt werden.

Köln – Die Supermärkte und Discounter in Deutschland setzen derzeit alles in die Entwicklung und Erprobung von Mini-Shops. Die Supermärkte in Kleinst-Format, wie zum Beispiel der Mini-Shop von Edeka in Renningen, sind dabei hochautomatisiert, digitalisiert und kommen ohne Personal aus.

Billa
BrancheLebensmitteleinzelhandel
Filialenrund 1.100 Märkte in Österreich
Mitarbeiterrund 20.000 Angestellte

Der Supermarkt Billa, der zur Rewe-Gruppe gehört, hat nun auch ein eigenes Shop-Konzept entwickelt. Dabei setzt der Lebensmittelhändler aus Österreich nicht wie der Großteil der Supermärkte auf ein vollautomatisiertes Geschäft. Im Gegenteil: In der Billa Regional Box kassieren die Kunden selbst ihre Einkäufe.

Rewe-Tochter entwickelt Mini-Shop: Das Konzept von der Billa Regional Box

Auf gerade einmal elf Quadratmetern bietet die Billa Regional Box rund 200 Lebensmittel für den täglichen Bedarf an. Da der Mini-Shop in Zusammenarbeit mit dem Start-up myAcker – das einen Selbstbedienungs-Shop für regionale Lebensmittel entwickelt – entstand, legt Billa den Fokus auf lokale Lieferanten.

Da der österreichische Supermarkt den Zugang möglichst barrierefrei gestaltet hat, setzt Billa wenig innovative Technik ein. So ist die Billa Regional Box ohne zusätzliche Nutzung einer App zugänglich. Damit wählt Billa einen anderen Weg als die meisten großen Supermärkte: Wie der Schweizer Container-Shop von Migros öffnen die meisten Tiny-Stores ihre Türen nur über einen Zugangscode, der per App zugesendet wird.

Da der Shop ohne Personal auskommt, nehmen sich die Kunden im Container die Waren aus den Regalen und bedienen sich selbst. Wenn der Einkauf abgeschlossen ist, führt ein Terminal die Kunden Schritt für Schritt durch den Bezahlprozess. Dabei werden die Produkte über den Strichcode gescannt und anschließend bezahlt.

Das Sortiment steht in der Billa Box auf Holzregalen.
Im Billa Mini-Shop sind die Produkte für die Kunden sichtbar. © Patrick Sommeregger-Baurecht/BILLA

Billa Regional Box: Mini-Shop mit speziellen Öffnungszeiten – Nahversorgung sichern

Durch die App-Zugänge haben die meisten Mini-Shops, wie zum Beispiel der Container-Shop Latebird, rund um die Uhr geöffnet. Auch wenn die Billa Regional Box ohne Personal auskommt, ist der Shop in der Regel nur montags bis samstags zu gängigen Supermarkt-Zeiten geöffnet.

Trotz der begrenzten Öffnungszeiten stellt das Konzept für viele Kunden einen Vorteil dar. Denn die Billa Regional Box ist vor allem dafür gedacht, um in kleineren Gemeinden, die über keinen Supermarkt verfügen, die Nahversorgung zu sichern. „Nicht immer kann jeder spontan in sein Auto steigen und in die nächst größere Ortschaft zum Supermarkt fahren“, sagt Kurt Aschenbacher von Billa.

Supermarkt Billa: Rewe-Tochter eröffnet vier Mini-Shops – Ausweitung geplant?

Der Supermarkt Billa hat bislang vier Mini-Shops in der österreichischen Region Kärnten in Betrieb genommen. In diesen Städten wurde die Billa Regional Box eröffnet:

Sollte das Konzept der Billa Regional Boxen gut angenommen werden, plant die Rewe-Tochter die Mini-Shops auch auf andere Gemeinden in weiteren Bundesländern auszuweiten.

Auch die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, testet derzeit zwei neue Supermarkt-Konzepte. Während die shop.box ohne Personal und Kassen auskommt, ist die collect.box eine Abholstation für Lebensmittel. (jaw)

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