Vom Trend zum Alltagsszenario

Bio-Supermärkte in Köln: Alles über Ketten, Geschäfte, Sortiment, Öffnungszeiten

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Die Regionalleitern inspiziert das Sortiment im Basic-Bioladen in Köln

Die Kölner Biomärkte vertreiben ökologisch hergestellte Waren in großer Vielfalt. Das Sortiment erstreckt sich von Lebensmitteln bis hin zu Drogerieware.

  • Zahlreiche Biomarkt-Ketten bieten auch in Köln ihre zertifizierten Bio-Produkte zum Kauf an.
  • Neben Lebensmitteln aus biologischer Herstellung stehen den Kunden auch Naturkosmetika, Tiernahrung, Textilien, Gegenstände des täglichen Gebrauchs und vieles mehr zur Verfügung.
  • Einige Biomärkte verfügen zudem über eigene Bistros, an denen kleine Mahlzeiten und Snacks, hergestellt aus Bio-Zutaten, erhältlich sind.

Was als Trend begann, findet immer deutlicher Einzug in den Alltag der Verbraucher: Bio-Lebensmittel. Deren Bewusstsein gegenüber der Produktqualität steigt und genau diese Hochwertigkeit verbinden zahlreiche von ihnen mit dem Bio-Siegel. Das Siegel tragen nur Waren, die ökologisch hergestellt wurden. Es kamen keine chemischen Zusatzstoffe zum Einsatz, Nutzpflanzen kamen nicht mit synthetisch hergestellten Insektiziden oder Düngern in Kontakt und kein Tier erhielt Antibiotika oder gar Wachstumshormone. Bio-Produkte sind in einer Vielzahl von Supermärkten, Reformhäusern sowie Drogeriemärkten erhältlich. Doch wer nicht beim gesamten Einkauf darauf achten möchte, welche Produkte Bio-Qualität haben und welche nicht, sucht besser gleich einen Biomarkt auf.

Als viertgrößte Stadt Deutschlands hat auch Köln zahlreiche Bio-Supermärkte. In der Domstadt haben auch fast alle der bekanntesten Biomarkt-Ketten in NRW eine Niederlassung. Dazu gehören:

  • Denn’s Biomarkt
  • Alnatura
  • Temma
  • SuperBioMarkt

Gleich dreimal in Köln vertreten ist denn’s Biomarkt. Erstmalig öffnete das Unternehmen im Jahr 2003 eine Filiale und baute seinen Bestand bis heute auf mehr als 300 Märkte in Deutschland und Österreich aus.

denn‘s Biomarkt in Köln: Das erwartet Kunden

Bei denn’s Biomarkt erhalten die Kunden wochentags zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr ausgewählte Obst- und Gemüsesorten, vorrangig von regionalen Höfen, frisches Fleisch, Käse und Wurst an den Theken sowie Backwaren aus Biobackstuben in Köln. Zu den mehr als 6.000 verschiedenen Artikeln gehören außerdem abgepackte Bioprodukte wie Nudeln, Müsli, Saaten und Nüsse, Gewürze, Süßwaren und auch Artikel aus dem Drogeriebereich wie Kosmetika und Reinigungsmittel. Selbst an die Haustiere wurde gedacht und sowohl Futter als auch Spielzeuge aus ökologischer Herstellung gehören zum Repertoire des Biomarkts. 14-tägig erscheinende Prospekte informieren zudem über aktuelle Angebote und besondere Aktionen. Wenn es einmal schnell gehen muss, erhält der Kunde im Bistro kleine Mahlzeiten und Snacks.

Denn’s Biomarkt verkauft nicht nur Bioprodukte, sondern setzt sich auch für die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Nutzpflanzenvielfalt ein. Über 90 Prozent der Arten, die einst existierten, sind heute von der Bildfläche verschwunden. Mit der Initiative „Kernkraft? Ja bitte!“ bietet denn’s finanzielle Unterstützung für Zuchtprojekte für Saatgut ohne Gentechnik.

Der Biomarkt Alnatura und seine Kölner Filialen

Alnatura begann seine Verkäufe in Märkten anderer Unternehmen wie dm. Bereits zwei Jahre nach der Gründung 1984 ging Inhaber Götz Rehn eine Kooperation mit der Drogeriemarktkette ein und vertrieb seine Waren in deren Filialen. 30 Jahre lang arbeiteten beide Firmen zusammen, bis dm eine eigene Biomarke entwickelte und seine Regale mit entsprechenden Produkten füllte. Sie lösten die Bio-Lebensmittel von Alnatura nach und nach ab. Doch dank weiterer Partner wie tegut, Edeka oder Müller sowie eigenen Filialen tat das dem Erfolg des Unternehmens keinen Abbruch.

Der erste Alnatura Super Natur Markt eröffnete bereits 1987. Inzwischen verfügt der Biomarkt in Köln über sieben Filialen, deren Türen montags bis samstags von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet sind. Dennoch bieten auch zahlreiche Märkte von Rossmann, Edeka, Müller und HIT die Produkte des Bio-Unternehmens zusätzlich an. Während in den Filialen der Partner in der Regel nur haltbare und ungekühlte Lebensmittel zur Verfügung stehen, ist die Produktvielfalt in den eigenen Biomärkten deutlich größer.

Köln Altstadt-Süd: Severinstr. 35-37, 50678 Köln
Köln Bayenthal: Goltsteinstraße 91, 50968 Köln
Köln Belgisches Viertel: Bismarckstr. 27-29, 50672 Köln
Köln Ehrenfeld: Venloer Str. 301-303, 50823 Köln
Köln Nippes: Neusser Straße 264, 50733 Köln
Köln Sülz: Berrenrather Straße 240, 50939 Köln
Köln Weiden: Aachener Straße 1141, 50858 Köln

Das Sortiment von Alnatura und der Kölner Biomarkt Temma

Neben Frischetheken für Fleisch- und Molkereierzeugnisse bietet Alnatura zusätzlich gekühlte und tiefgekühlte Bio-Lebensmittel, Getränke, Naturkosmetika, Haushaltswaren und weitere Produkte an. Zum Schutz der Umwelt verzichtet Alnatura auf den Druck von Prospekten und stellt diese ausschließlich online zur Verfügung.

Den Biomarkt Temma gibt es hingegen nur noch in Köln. Dennoch tut das der Warenvielfalt keinen Abbruch und die zwei verbleibenden Biomärkte stehen dem Sortiment der bereits erwähnten Ketten in nichts nach. Sie verfügen zudem über ein Deli, das die Kunden mit frischen Bio-Mahlzeiten zum Verzehr vor Ort und zum Mitnehmen versorgt.

Die Filialen sollen an die sogenannten Tante-Emma-Läden erinnern, worauf auch der Name des Unternehmens anspielt. Temma vereint regionale Produkte mit Waren aus aller Welt, die allesamt aus kontrolliertem ökologischem Anbau stammen. In Kochkursen lernen die Teilnehmer, wie sie die Lebensmittel schonend verarbeiten und testen sich unter anderem bei Themenabenden und Weinproben durch das Sortiment.

Temma – Biomarkt in Köln, der mal Rewe gehörte

Ursprünglich verfügte die für hochwertige Produkte bekannte Firma Temma über neun Märkte. Das Unternehmen startete als Teil der Rewe Group, die versuchte, eine eigene Bio-Supermarktkette zu etablieren. Doch der Biomarkt entwickelte sich nicht in die gewünschte Richtung und es kam zu Schließungen. Nur die Märkte in Köln blieben erhalten, denn die Geschäftsführerin, die schon an der Entwicklung von Temma beteiligt war, übernahm diese. Beide Filialen haben werktags von 07:00 bis 21:00 Uhr geöffnet und veröffentlichen wöchentlich Prospekte mit aktuellen Angeboten.

Temma Köln Braunsfeld: Aachener Straße 497, 50933 Köln
Temma Köln Bayenthal: Schönhauser Straße 64, 50968 Köln

Aus basic Biomarkt wird Superbiomarkt in Köln

Bis ins erste Quartal 2021 war basic auch in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg aktiv, die zehn Standorte wurden jedoch an Bio Company und SuperBiomarkt übergeben. Die zwei ehemaligen Basic-Filiale in Köln wurden bereits Mitte Februar von Superbiomarkt übernommen. Für die Marktübernahme führt Superbiomarkt zunächst nur die nötigsten Umbauarbeiten durch. Größere Maßnahmen folgen im Laufe des Jahres.

Köln (Belgisches Viertel): Venloer Straße 47–53, 50672 Köln
Köln (Zülpicher Platz): Hohenstaufenring 28, 50674 Köln

SuperBioMarkt in Bergisch Gladbach und Köln

Anders als die bisher vorgestellten Biomärkte ist SuperBioMarkt ausschließlich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig. In Köln ist Superbiomarkt nach der Übernahme von basic mit zwei Filialen ansässig. Als Teil des Unternehmens Makrohaus gehört SuperBioMarkt zu den ersten Biomärkten Deutschlands. In den Regalen finden die Kunden je nach Filialgröße bis zu 7.000 verschiedene Artikel in zertifizierter Bio-Qualität.

Auf etwa 58 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet der Biomarkt in Bergisch-Gladbach in der Rheinberg Galerie wochentags von 09:00 bis 19:00 Uhr frische Früchte, Bio-Fleisch, zertifizierte Naturkosmetik und vieles mehr. Wöchentlich erscheinen neue Prospekte mit aktuellen Rabatten und Aktionen. SuperBioMarkt kooperiert zudem mit den Initiativen foodsharing und Too Good To Go, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu minimieren. Sowohl Produkte aus dem Markt in der Nähe von Köln als auch nicht verkaufte Mahlzeiten aus dem dazugehörigen Bistro finden so noch einen Abnehmer. Zusätzlich zum markteigenen Bistro eröffnete SuperBioMarkt 2011 ein eigenständiges Bio to go Bistro. Im Jahr darauf folgte ein Naturkosmetikstudio mit dem Namen natur-elle.

Von Sophie Neumärker

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