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C&A plant Umstrukturierung – jetzt ist klar, was das für Filialen bedeutet

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Von: Jana Wehmann

Eine geschlossene C&A Filiale.
Das Bekleidungsgeschäft C&A plant eine Umstrukturierung (Symbolbild). © Christian Böhmer/dpa

C&A plant eine Umstrukturierung: Das Bekleidungsgeschäft möchte in digitale Lösungen investieren. Die Neupositionierung könnte sich auf Arbeitsplätze auswirken.

Düsseldorf – Das Bekleidungsgeschäft C&A plant eine Umstrukturierung des Unternehmens in ganz Europa. Das Ziel sei es, sich als Unternehmen neu zu positionieren und vor allem in digitale Lösungen zu investieren. Das Ergebnis wären Einsparungen in ganz Europa. Das gibt das Unternehmen C&A am Mittwochnachmittag bekannt. Die vorgeschlagenen Änderungen „könnten sich auf eine Reihe von Arbeitsplätzen in Europa auswirken“, heißt es in der Mitteilung. Werden deswegen Filialen schließen?

C&A
BrancheModeunternehmen
Filialenfast 1.400 in 18 europäischen Ländern
Mitarbeiterrund 23.000 Angestellte

Umstrukturierung bei C&A: Wie sehen die neuen Pläne aus?

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Einzelhändler – „einschließlich C&A“, so das Modeunternehmen aus Düsseldorf. Die Folgen zeigen, „dass die richtige Kombination eines digitalen und stationären Ansatzes entscheidend ist.“

Um sich neu aufzustellen, hat das europäische Management-Team von C&A am Mittwoch (10. November) die Pläne vorgestellt und die europäischen Arbeitnehmervertreter sowie die Mitarbeiter informiert. Der vorgelegte Plan könnte zu „einer Reihe von organisatorischen Veränderungen führen“, heißt es von C&A. „Das Ergebnis wären Einsparungen in ganz Europa und damit einhergehend die Möglichkeit, sich als Unternehmen neu zu positionieren“, so das Unternehmen aus Düsseldorf. Dadurch könne das Unternehmen die Wünsche der Kunden besser bedienen.

Wie sehen die Umstrukturierungen bei C&A aus?

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Das Bekleidungsgeschäft C&A plant im Herbst eine Kooperation mit Payback einzugehen.

C&A-Filialen: Werden Filialen schließen? Arbeistplätze in Europa betroffen

Durch die Umstrukturierung schaffe C&A die Grundlage für sein künftiges Wachstum in einem „sich radikal verändernden Marktumfeld“, erklärt das Bekleidungsgeschäft. Das Düsseldorfer Unternehmen wolle künftig schnell und agil handeln können, um sich an neue Marktgegebenheuten anpassen zu können.

Die am 10. November vorgestellten Pläne könnten sich nach C&A-Angaben auf zahlreiche Arbeitsplätze in Europa auswirken. Wie viele Mitarbeiter von der Umstrukturierung und Neupositionierung betroffen sind, ist unklar. „Es ist zu früh, eine Zahl möglicher betroffener Arbeitsplätze zu nennen“, erklärt Betty Kieß, Sprecherin von C&A, auf 24RHEIN-Anfrage.

Das Modegeschäft C&A habe sich jedoch verpflichtet, eng mit seinen Sozialpartnern und Team-Mitgliedern zusammenzuarbeiten, um „Mitarbeiter zu unterstützen, die möglicherweise in den einzelnen Märkten betroffen sein könnten“, erklärt das Unternehmen.

C&A Einsparung: Werden die Filialen dicht gemacht?

Ob Filialen vor Ort schließen müssen, gab C&A in der ersten Mitteilung nicht an. Zum „jetzigen Zeitpunkt“ seien Standortschließungen jedoch nicht vorgesehen, wie Betty Kieß gegenüber 24RHEIN erklärt. „Und unsere Filialen sind nicht Teil der Verhandlungen mit den Arbeitnehmern“, so Kieß weiter.

Da sich das Unternehmen jedoch nun umpositionieren und vor allem in digitale Lösungen investieren wolle, klingen Filial-Schließungen zumindest nicht ganz abwegig. Ob es dabei bleibt, dass die C&A-Filialen nicht von den Einsparungen betroffen sind, bleibt abzuwarten. Mittlerweile ist klar: 2022 werden 13 C&A-Filialen schließen. Auch die Modekette H&M schließt Filialen*, berichtet RUHR24.

Schließungen bei C&A? Bekleidungsgeschäft plant Fokus auf digitale Lösungen

Wie es nun für C&A weitergeht, ist noch nicht bekannt. Nach Angaben des Unternehmens handele es sich zunächst um „Veränderungsvorschläge“. Dabei „haben wir uns es nicht leicht gemacht“, erklärt Giny Boer, CEO von C&A.

„Im heutigen Marktumfeld ist es unerlässlich, dass wir uns mit einem modernen Ansatz in unseren Geschäften und einem stärkeren digitalen Angebot für den Erfolg positionieren. Wir möchten unsere Organisationsstruktur dynamischer, kooperativer, moderner und zukunftsfähiger gestalten“, sagt Boer weiter.

C&A wolle mit allen Sozialpartnern einen offenen Dialog führen und den Prozess „mit dem größtmöglichen Respekt“ für betroffene Mitarbeiter angehen. Weitere Details zu den Plänen bleiben noch abzuwarten. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Artikel wurde zuletzt am 12. November inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Ergänzungen zu den betroffenen Arbeitnehmern und Filialen.

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