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C&A schließt Tochterfirma – welche Auswirkungen hat das für Kunden?

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Von: Benjamin Stroka

Das C&A-Logo an einer Filiale.
C&A gehört zu den größten Modeketten in Europa. © osnapix/Imago

C&A plant die Schließung der Tochterfirma Canda International. Über 100 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die Modekette will jetzt verstärkt auf den Onlinehandel setzen.

Düsseldorf – Nächster Rückschlag für C&A: Die Modekette hat die geplante Schließung ihrer Tochterfirma Canda International mit angekündigt. Das betrifft mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür will C&A zukünftig verstärkt auf den Online-Markt setzen.

C&A
Branche:Modeunternehmen
Sitz in Deutschland:Düsseldorf
Filialen:fast 1.400 in 18 europäischen Ländern
Mitarbeiter:rund 23.000

C&A-Pläne: Canda International vor Schließung

„Der Wandel, dem der Einzelhandel ausgesetzt ist, verstärkt die Notwendigkeit, dass wir uns ebenfalls verändern“, sagte Giny Boer, CEO von C&A Europa, über die geplante Schließung von Canda International, die ihren Sitz in Essen hat. Die C&A-Tochterfirma war seit Jahrzehnten für die Koordination der Produktion formeller Mode für C&A verantwortlich. Doch dieser Geschäftszweig habe zuletzt einen Einbruch erlitten, wie das Unternehmen mitteilt.

„Verstärkt durch die Covid-Pandemie hatte der Trend weg von formeller und hin zu Freizeitkleidung in den vergangenen Jahren einen großen Effekt auf das Geschäft von Canda International“, heißt es von C&A. Umsatzverluste seien die Folge gewesen und hätten nun zu dem Schließungsplan für Canda International geführt.

C&A-Tochter Canda International soll schließen

Würde die geplante Schließung auch das Ende von formeller Mode bei C&A bedeuten? Nein, betont C&A-Sprecherin Betty Kieß auf 24RHEIN-Anfrage. „C&A wird weiterhin formelle Mode anbieten, auch wenn wir die Schließung von Canda International planen und unser Sortiment insgesamt anpassen werden“, so Kieß.

Von der Schließung wären laut C&A-Angaben 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. „Es ist nie einfach, eine mögliche Schließung in Erwägung zu ziehen“, betont Boer. C&A werde eng mit seinen Sozialpartnern zusammenarbeiten, um diesen Prozess „mit dem größten Respekt für die potenziell betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ zu gestalten, verspricht die C&A-Chefin.

C&A plant Schließung von Canda International – mehr Fokus auf Onlinehandel

C&A möchte seinen Fokus zukünftig noch stärker auf das Online-Geschäft konzentrieren. 2021 stiegen die Online-Verkäufe laut C&A-Angaben um 54 Prozent im Vergleich zu 2020. Diese Umstrukturierung führt seit einigen Monaten auch zur Schließung mehrerer C&A-Filialen in ganz Deutschland. Insgesamt 13 Geschäfte will die Modekette in diesem Jahr dicht machen. Giny Boer betont aber dennoch die Wichtigkeit des stationären Handels.

„Während wir unser Online-Geschäft voranbringen, sind wir nach wie vor fest von der Relevanz und der Bedeutung unseres Filialgeschäfts überzeugt“, sagt die C&A-Chefin. So habe das Unternehmen zuletzt fast 400 Filialen neu gestaltet. Im Laufe des Jahres sollen noch weitere dazukommen. C&A will seine Position als „Omnichannel-Händler“ weiter ausbauen. Es sei weiterhin das Ziel, „nachhaltige Mode für alle“ auf den Markt zu bringen. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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