Online-Handel boomt

Corona-Krise: Click & Collect wird bisher wenig genutzt – Verbraucher nehmen lieber einen einfacheren Weg

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Click & Collect wird im Handel bisher nur wenig genutzt.
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In der Corona-Krise nutzen die Deutschen den Service Click & Collect vom stationären Handel nur selten. Viele Verbraucher bestellen hingegen lieber online.

  • Die Stimmung der Deutschen ist in der Corona-Krise zunehmend angespannt
  • Viele Verbraucher haben bewusst ihre Einkäufe in den Online-Handel verlagert
  • Dass es neue Service-Angebote vom stationären Handel gibt, wissen viele Kunden nicht

Köln – Viele Verbraucher nutzen aktuell die Zeit, um es sich Zuhause richtig schön und gemütlich zu machen. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass kurzfristig Material oder Werkzeug fehlt. Schnell über den nahegelegenen Baumarkt das nötige Produkt reserviert, schon ist es nach nur einem Tag oder sogar wenigen Stunden abholbereit. Doch nicht nur Baumärkte, auch Modeketten, Buchhändler oder auch Elektro-Märkte bieten den Abhol-Serivce Click & Collect an.

Zwar gibt es das digitale Service-Angebot bereits seit Jahren, dennoch haben viele Unternehmen Click & Collect erst im vergangenen Jahr durch die Corona-Krise eingeführt. Für die Händler, die von den weitreichenden Schließungen betroffen sind, ist das eine gute Möglichkeit, auch weiterhin Ware zu verkaufen. Umso erstaunlicher ist es, dass das Angebot wenig bekannt und kaum genutzt wird. Das ergab eine kürzlich durchgeführte Befragung „Corona Consumer Check“ der IFH Köln.

Corona-Krise: Stimmung und Konsumverhalten der Deutschen sind getrübt

Durch die anhaltenden Corona-Maßnahmen ist die Stimmung der Deutschen getrübt. Ein Großteil der Befragten ist aktuell sogar genervt (38 Prozent) oder auch angespannt (32 Prozent). Die Umfragewerte befinden sich derzeit auf einem ähnlichen Niveau wie zu Beginn der Pandemie im März 2020.

Die angespannte Stimmung zeigt sich auch im Konsumverhalten: So geben 37 Prozent an, weniger einzukaufen als vor dem Lockdown.

Folgen der Corona-Krise: Online-Handel profitiert – Click & Collect nur bedingt genutzt

Damit der Handel trotz geschlossener Läden durch die Corona-Krise weiterhin Ware verkaufen kann, bieten viele Unternehmen neue Service-Angebote an. Diese werden allerdings nur selten genutzt: Lediglich 17 Prozent der Befragten gab an, schon einmal Click & Collect genutzt zu haben. Trotz der geringen Nutzung ist der Service damit das am häufigsten verwendete Angebot.

Denn während Lieferservice-Angebote von Händlern (16 Prozent) gelegentlich verwendet werden, nehmen Verbraucher neuere Angebote, wie Beratung über soziale Netzwerke oder virtuelle Showrooms, noch seltener in Anspruch (5 Prozent). Zwar finden Verbraucher diese Service-Angebote interessant, allerdings sind sie kaum bekannt.

Online-Handel: Verbraucher bestellen seit der Corona-Krise häufiger online

Während Abhol-Angebote, wie Click & Collect, nur mäßig Zustimmung finden, nehmen Verbraucher den wohl einfacheren Weg. Denn durch die weitgehende Schließung des Einzelhandels wurde der Online-Handel stark befeuert: 34 Prozent gaben an, ihre Einkäufe bewusst vom stationären Handel in den Online-Handel verlagert zu haben. Viele Verbraucher bestellen ihre Ware online, weil es einerseits einfacher und zeitsparender ist, andererseits auch um ihre Kontakte zu reduzieren.

Daher gehen aktuell auch weniger Menschen im Supermarkt einkaufen. Viel mehr nutzen sie Lieferangebote wie von Rewe Bringdienst oder Picnic. Deshalb kann es bei Rewe schon mal zu einer Wartezeit von etwa zwei Wochen kommen. Neukunden müssen sich bei Picnic sogar etwas länger gedulden, sie landen zunächst auf einer Warteliste. Damit möchte Picnic den Service für seine Bestandskunden garantieren. (jaw)

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