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Corona-Krise: Einkaufen im Supermarkt – das müssen Sie während der Pandemie unbedingt beachten

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Von: Jana Wehmann

Eine Frau trägt beim Einkaufen eine FFP2-Maske.
Beim Einkaufen müssen Verbraucher ab sofort medizinische Masken tragen (Symbolbild). © Sven Hoppe/dpa

Seit der Corona-Krise müssen sich Verbraucher auch beim Einkaufen an Abstands- und Hygieneregeln halten. Die Supermärkte empfehlen, nicht zu Stoßzeiten einzukaufen.

Köln – Schnell zum Supermarkt und kurz etwas einkaufen, doch schon vor dem Eingangsbereich entsteht eine Warteschlange – wer kennt es nicht? Seit fast einem Jahr ist dieses Bild keine Seltenheit mehr und Verbraucher müssen für ihren Einkauf mehr Zeit einplanen. Durch die Corona-Pandemie gibt es unzählige Regelungen, die sowohl von den Supermärkten als auch von den Verbrauchern eingehalten werden müssen.

Während der Pandemie einkaufen: Welche Läden sind geöffnet?

In Nordrhein-Westfalen sind aufgrund des Lockdowns viele Läden und Geschäfte geschlossen. Nachdem im ersten Lockdown Baumärkte und Einrichtungshäuser ihre Türen geöffnet lassen durften, gelten im zweiten Shutdown andere Regeln. Nach Angaben des Landes NRW dürfen folgende Betriebe weiterhin offen bleiben:

Andere weiteren Einzelhändler müssen zwar schließen, dürfen aber einen Abhol- und Bestellservice (Click and Collect) für Kunden anbieten. Die großen Supermarkt-Ketten Rewe, Kaufland, Lidl, Aldi, Penny, Edeka und Netto haben umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, damit die Kontakte möglichst gering gehalten werden und die Gesundheit aller geschützt wird.

Strengere Corona-Regeln: Diese Masken sind nur noch erlaubt

Eine besonders wichtige Regel ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Nachdem die vergangenen Monate sowohl selbstgenähte Masken als auch Schals und Tücher erlaubt waren, wurde die Maskenpflicht nun erweitert. Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Verbraucher daher nun medizinische Masken – also OP- oder FFP2-Masken – tragen.

Da die Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel verschärft wurden, können Warteschlangen entstehen. Demnach ist ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt. Bei Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern gilt eine Zehn-Quadratemer-Regel pro Person.

Corona-Virus: Einkaufen im Supermarkt – so sollten Sie sich verhalten

Wegen der geltenden Beschränkungen kontrollieren viele Supermärkte die Kundenanzahl, indem sie eine Korb- oder Einkaufswagenpflicht eingeführt haben. Daher stehen oft nur so viele Körbe oder Einkaufswägen zur Verfügung, wie viele Kunden den Laden betreten dürfen. Je nach Markt kann die Art der Kontrolle jedoch auch variieren und von einem Mitarbeiter durchgeführt werden. Darüber hinaus haben die Einzelhändler im Eingangsbereich Hygiene-Stationen einführt, an denen die Kunden ihre Hände und Einkaufswagen desinfizieren können.

Beim Einkaufen selbst muss der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Damit Verbraucher auch im Kassenbereich den Abstand sicherstellen, haben die Supermärkte Bodenmarkierungen und Hinweisschilder angebracht. Zudem wurden die Kassenbereiche mit Plexiglasscheiben ausgestattet, um Mitarbeiter und Verbraucher zu schützen. Daher kann es vorkommen, dass Mitarbeiter – die hinter einer Plexiglasscheibe kassieren – keinen Mundschutz tragen.

Vor allem im Obst- und Gemüsebereich werden Verbraucher darauf hingewiesen, lediglich die Produkte in die Hand zu nehmen, die sie auch kaufen möchten. Um möglichst wenig zu berühren, lassen sich die Supermärkte verschiedene Ideen einfallen: Aldi Süd hat beispielsweise seine Pfandautomaten umprogrammiert. „Dadurch ist es nicht mehr nötig, dass für die Ausgabe des Pfandbons der Knopf am Automaten gedrückt wird, sondern die Ausgabe nach wenigen Sekunden automatisch geschieht“, erklärt Annika Büschken, Aldi Süd-Pressereferentin, auf 24RHEIN-Anfrage.

Supermärkte appellieren: Während Corona-Krise Rücksicht nehmen

Während dieser Ausnahmesituation appellieren die Supermärkte vermehrt an die Verbraucher, Rücksicht auf andere Kunden zu nehmen und stets die wichtigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

Zudem fordern viele Einzelhändler seine Kunden auf, kontaktlos mit der EC-Karte zu bezahlen – natürlich nur, wenn dies auch möglich ist, hierbei handelt es sich um keine Pflicht. Dadurch sollen mögliche Kontakte zwischen Mitarbeiter und Kunden so gering wie möglich gehalten werden.

Verbraucher werden außerdem immer wieder darauf hingewiesen, dass ausreichend Lebensmittel zur Verfügung stehen. Daher soll von Hamstereinkäufen abgesehen werden.

Corona-Pandemie: Nicht zu Stoßzeiten einkaufen

Damit erst gar keine Schlangen vor den Geschäften entstehen, ist es sinnvoll, Einkäufe zu anderen Tageszeiten als gewohnt zu erledigen. Vor allem nachmittags und samstags sind die Geschäfte viel besucht. Daher empfehlen die Lebensmittelhändler, auch an den Wochentagen und vor allem morgens einkaufen zu gehen – und das am besten einzeln.

Auf 24RHEIN-Anfrage betont Kaufland, dass die Corona-Maßnahmen angenommen werden. „Viele notwendige Verhaltensregeln haben sich inzwischen gut eingespielt: Die Kunden tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung und achten darauf die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln während des Einkaufs einzuhalten“, sagt Alisa Götzinger von Kaufland. (jaw)

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