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Rewe, Kaufland, Ikea: Brauche ich eine Maske?

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Von: Nina Büchs

Ein Mann steht an einem Einkaufswagen bei Kaufland, daneben die Logos von Rewe und das Ikea-Logo an einer Filiale. (Montage)
Bei Rewe, Ikea, Kaufland & Co. müssen Kunden keine Masken mehr tragen. (Montage) © Manfred Segerer/Imago & Geisser/Imago & Hartenfelser/Imago

In Supermärkten und Geschäften gilt künftig keine Maskenpflicht mehr. Einzelhändler könnten zwar per Hausrecht daran festhalten – viele machen dies aber nicht.

Köln – Einkaufen ohne Maske – an dieses Bild müssen sich viele Menschen erst wieder gewöhnen. Ab dieser Woche ist es tatsächlich per Gesetz nicht mehr verpflichtend, in Läden und Geschäften eine Maske zu tragen. Dort gibt es lediglich noch eine Empfehlung, mit Maske einkaufen zu gehen.

Zwei Ausnahmen gibt es jedoch. Sollte die Region vom Landesparlament als Hotspot definiert werden, greift die sogenannte „Hotspot-Regelung“ – damit könnte auch die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen, wie zum Beispiel in Geschäften, wieder verhängt werden. Abgesehen davon könnten Einzelhandels-Ketten theoretisch per Hausrecht weiter an einer Maskenpflicht festhalten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach appellierte bereits an die Händler, die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten. Doch für viele kommt dies offenbar nicht infrage.

Maskenpflicht: Rewe, Penny, Ikea, Kaufland verzichten auf Maskenpflicht

Corona: Lockerungen ab Samstag – wo die Maskenpflicht nun noch gilt und wo nicht

Bis einschließlich 2. April konnten die Bundesländer an bisherigen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel an der Maskenpflicht in Innenräumen, festhalten. Spätestens ab dem 3. April treten jedoch weitere Lockerungen – auch im Hinblick auf die Maskenpflicht – in Kraft. Ein Überblick, wo man nun noch eine Maske braucht und wo nicht.

Maskenpflicht: Ikea und Ernsting‘s Family verzichten ebenfalls

Unter anderem verzichten auch der schwedische Möbelhändler Ikea und die Bekleidungskette Ernsting‘s Familie ab Montag, 4. April, auf die Maskenpflicht. Den Kunden werde jedoch weiterhin empfohlen, eine medizinische Maske zu tragen, heißt es. Auch bei der Kaufhauskette Woolworth und der Buchhandlungskette Thalia entfällt die Maskenpflicht.

Edeka übt Kritik am Infektionsschutzgesetz – verzichtet trotzdem auf Maskenpflicht

Auch Edeka-Kundinnen und Kunden können in der kommenden Woche theoretisch ohne Maske einkaufen gehen. „Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen“, sagte eine Sprecherin der Supermarktkette der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen empfehle zwar weiterhin beim Besuch der Supermärkte das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. „Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka. „Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen.“

Keine Maskenpflicht ab 4. April 2022: Rewe, Globus, Lidl, Aldi und Kaufland verzichten auf Hausrecht

Nach Edeka und Globus kündigte am Donnerstag, 31. März, übrigens auch Rewe an, dass man nach dem Ende der staatlichen Vorgaben nicht von seinem Hausrecht Gebrauch machen werde. Sofern es keine anderslautenden behördlichen Vorgaben gebe, werde der Einkauf bei Rewe und der Discount-Tochter Penny auch ohne Maske möglich sein, sagte ein Rewe-Sprecher am Donnerstag. Dies gelte auch für die Baumarktkette Toom, die ebenfalls zum Konzern gehört. Das Maskentragen war in der Pandemie als Schutzmaßnahme eingeführt worden.

Lidl und Aldi machten ebenfalls deutlich, dass die Kunden bei ihnen bald nicht mehr zum Mund-Nase-Schutz greifen müssen. Sollten staatliche Vorgaben „die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen“, teilte die Schwarz-Gruppe mit, zu der Lidl und Kaufland gehören.

Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen – gemischte Gefühle bei Einzelhändlern

Im Einzelhandel sorgt das Ende der Maskenpflicht für gemischte Gefühle. Die Gewerkschaft Verdi berichtete mit Blick auf das Ansteckungsrisiko von Besorgnis unter den Beschäftigten. Auch unter den Arbeitgebern gibt es viele kritische Stimmen. In einer Umfrage des Handelsverbands Bayern unter Einzelhändlern gab eine knappe Mehrheit an, das Ende der Maskenpflicht für falsch zu halten. 11,7 Prozent der Einzelhändler in Bayern wollen der Umfrage zufolge in ihren Geschäften an der Maskenpflicht festhalten, 77,4 Prozent dagegen nicht über das Hausrecht Masken vorschreiben.

Woran aber könnte es liegen, dass viele Einzelhändler Bedenken haben, aber nur wenige die Maskenpflicht weiter vorschreiben? Ein Grund dafür könnte sein, dass die Geschäftsinhaber Nachteile im Werben um die Kundengunst befürchten. So nennt der Chef des Hemdenherstellers van Laack, Christian von Daniels, das Ende der staatlichen Vorgabe bedauerlich. Für seine van-Laack- und SØR-Shops macht er dennoch nicht vom Hausrecht Gebrauch. „Wenn nur wir das Maskentragen vorschreiben und die anderen Einzelhändler nicht, dann wäre das ein Wettbewerbsnachteil - das kann man nicht machen“, sagt von Daniels. (nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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