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2G-Regel im Supermarkt: Corona-Regel auch in NRW? Ministerium klärt auf

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Von: Benjamin Stroka

Eine Frau hält in einem Supermarkt einen Lauch in der Hand.
Dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene in den Supermarkt? Überlegungen dazu gibt es. © Shotshop/Imago

Geimpft oder ungeimpft? Eine neue 2G-Option bei den Corona-Regeln in Hessen sorgt für Diskussionen. Was plant das Land NRW?

Düsseldorf – 3G oder 2G? In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist der Zutritt während der Corona-Pandemie aktuell durch diese Kombination aus Ziffer und Buchstabe geregelt. Die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) gilt in NRW beispielsweise in der Gastronomie oder bei vielen Großveranstaltungen. Die 2G-Regel schließt alle Menschen aus, die nicht geimpft oder genesen sind. Ein Corona-Test, egal, ob Schnelltest oder PCR-Test, reicht dann nicht mehr aus. Bislang haben in NRW nur einzelne Städte oder Veranstalter die 2G-Regel eingeführt – das Land als Ganzes aber nicht.

Nun ist aber Hessen als Bundesland vorgeprescht und führt mit der neuen Corona-Schutzverordnung eine sogenannte 2G-Option für den Einzelhandel, und damit auch Supermärkte, wie Aldi, Lidl, Kaufland und Co., ein.

Coronavirus: Keine 2G-Option in Supermärkten in NRW geplant

Doch wie ist die Lage in NRW? Plant das einwohnerreichste Bundesland Deutschlands vielleicht einen ähnlichen Schritt? Immerhin läuft die aktuelle Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen noch bis zum 29. Oktober. Danach könnten wieder Änderungen umgesetzt werden. Doch eine 2G-Option wird es im NRW-Einzelhandel voraussichtlich nicht geben, erklärt das Gesundheitsministerium auf 24RHEIN-Anfrage.

„Bisher wurden seitens des Einzelhandels keine Wünsche zur Einführung einer 2G-Regelung gegenüber dem MAGS (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales; Anm. d. Red.) geäußert“, so ein Sprecher des Ministeriums. Es gelte zwar aktuell für verschiedene Angebote eine 3G-Regelung, aber „eine Einführung einer 2G-Option ist derzeit weder für den Einzelhandel noch für andere Bereiche vorgesehen“. Es könnten aber beispielsweise Gastronomien selbst für ihren Betrieb entscheiden, nur geimpfte oder genesene Menschen einzulassen.

In einigen Bereichen von NRW gelten bereits die strengeren 2G-Regeln. So setzt beispielsweise Duisburg auf eine 2G-Regel, auch für Weihnachtsmärkte, oder der 1. FC Köln bei seinen Heimspielen im RheinEnergie-Stadion. Für den Einzelhandel, besonders Supermärkte und andere Geschäfte des alltäglichen Bedarfs, gibt es bislang keinerlei Einschränkungen beim Zugang. Nur die Maskenpflicht und die Abstandsregel gelten dort.

Corona-Regeln im Supermarkt: Hessen führt 2G-Option ein

Was gilt also nun beim Einkaufen in Hessen? Kurz gesagt: Die Entscheidung liegt beim Händler selbst. „Es steht den betreibenden Personen frei, nur noch Geimpfte und Genesene in ihren Geschäften zu empfangen und dann auf Abstands- und Maskenpflicht zu verzichten“, erklärt das Land die 2G-Option und betont, dass der Entschluss auf „Wünsche aus der Branche“ geschehen sei.

Droht in Hessen nun wirklich der Ausschluss der Ungeimpften in Supermärkten? Höchstwahrscheinlich nicht. „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, so Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Die Entscheidung zur Option für eine 2G-Regel im Einzelhandel in Hessen* zeichnete sich bereits in einem Urteil des Verwaltungsgerichts ab, berichtet fr.de*. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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