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Schnelltests für Zuhause erreichen Tiefstpreis – weil niemand mehr testet?

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Von: Jana Wehmann

Eine Person hält einen Corona-Schneltlest zur Eigenanwendung zwischen den Fingern.
Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung erreichen Tiefstpreis (Symbolbild). © Sebastian Gollnow/dpa

Corona-Schnelltests für Zuhause waren im März fast überall ausverkauft. Nun gibt es den Selbsttest bei der Drogerie dm für unter einen Euro.

Köln – Sie waren beliebt, heißt begehrt – und sind nun zu Billig-Preisen erhältlich. Corona-Schnelltests für Zuhause waren nach der Einführung im März schwer zu bekommen und fast in jedem Geschäft dauerhaft ausverkauft. Etwa drei Monate nach der Einführung liegen sie nun in den Supermärkten und Discountern in großen Stückmengen in den Regalen. Denn durch die sinkenden Inzidenzen und die Corona-Lockerungen in NRW wird kaum noch ein Test benötigt.

Corona-Schnelltests im Einzelhandel: Preise liegen bei unter einem Euro

Nachdem der Discounter Aldi die Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung ins Sortiment aufgenommen hatte, wollte sie jeder haben. Vor allem um Gewissheit zu bekommen, haben viele Deutsche die Tests vor privaten Treffen mit Freunden und Familie durchgeführt. Wenige Tage später zogen auch dm, Lidl, Müller und Rossmann nach und führten die Schnelltests im Sortiment. Obwohl die Packungsgrößen variierten, kostete ein Corona-Selbsttest im Durchschnitt etwa fünf Euro.

Nachdem die Preise für die Corona-Schnelltests in den vergangenen Tagen bei Aldi und Co. auf rund zwei Euro gesunken sind, bietet die Drogerie dm die Selbsttests nun ab 95 Cent pro Stück an – ein neuer Tiefstpreis ist damit erreicht.

Diese Geschäfte verkaufen den Corona-Schnelltest zur Eigenanwendung im Handel:

Zur Eigenanwendung: Corona-Selbsttests mit Billigpreis im Handel

Verwunderlich sind die günstigen Preise inzwischen nicht mehr. Denn aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung und den sinkenden Inzidenzen wird nur noch vereinzelt ein negativer Test, der aber von einer anerkannten Teststelle stammen muss, benötigt. Wer sich aber dennoch ein Testergebnis, wie etwa für den Restaurant-Besuch, einholt, geht zu einer der zahlreichen anerkannten Test-Stationen, wo des den Bürgertest gratis gibt.

„Im März waren Selbsttests ein knappes Gut, entsprechend hoch waren die Einkaufspreise für den Handel und somit auch die Verkaufspreise. In wenigen Wochen hat sich dieses Bild stark gewandelt“, erklärt Sebastian Bayer, dm-Geschäftsführer, die Entwicklung.

Im Supermarkt: Kunden kaufen wenig Corona-Schnelltest für Zuhause

Da viele Kunden inzwischen auf Selbsttests verzichten und die Nachfrage stark sinkt, bleibt die Frage, ob die Einzelhändler nun auf den Test-Kits sitzen bleiben. Um die Corona-Schnelltests jedoch zu verkaufen, bieten viele Geschäfte die Tests inzwischen zu großen Stückzahlen an und hoffen, dass Unternehmen auf die Angebote zurückgreifen.

Seit wenigen Wochen ist inzwischen sogar das Einkaufen ohne Corona-Schnelltest in NRW wieder möglich. Da sich die Stadt Köln unter einer Inzidenz von 35 befindet, könnten schon ab dem 11. Juni weitere Lockerungen für die Domstadt in Kraft treten. (jaw)

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