Premiere in NRW

Immer gute Laune am Schalter? Deutsche Post führt erste vollautomatische Postfiliale ein

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Die „Poststationen“ sind zunächst nur in NRW zu finden. Die allererste eröffnete heute in Würselen bei Aachen.
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Die Deutsche Post hat in NRW ein Pilotprojekt gestartet. Die „Poststationen“ ohne Personal bilden den nächsten Schritt zu noch mehr Automatisierung bei dem Postunternehmen.

Würselen – Die Deutsche Post hat ein Pilotprojekt mit neuen automatisierten Abholstationen gestartet. In Würselen bei Aachen ging am Dienstag die bundesweit erste „Poststation“ in Betrieb. Diese neuartige Automaten sollen eine Erweiterung der bereits vorhandenen 6500 „Packstationen“ darstellen, von denen es bundesweit schon mehr als 6500 gibt. Den Service und auch mal die ein oder andere besondere Nachricht der Paketboten wie zuletzt in Köln, können diese aber nicht ersetzen.

Abholstation als Filialersatz: Zunächst nur 20 Poststationen in NRW – Videoberatung geplant

An den Poststationen können Verbraucherinnen und Verbraucher Pakete aufgeben, Briefmarken kaufen und einen eingebauten Briefkasten nutzen können. Ende Februar sollen an der gelben Box auch eine kostenlose Videoberatungen mit Post-Mitarbeitern möglich sein. In Zukunft soll auch der Empfang von Paketen an den Poststationen möglich sein. Genau wie bei den Packstationen ist dafür aber – im Gegensatz zu den anderen Leistungen – eine vorherige Registrierung nötig.

Mit den Poststationen sollen laut Unternehmensangaben rund 90 Prozent aller Postdienstleistungen abgedeckt werden, die in Filialen üblicherweise nachgefragt werden. Somit könnte der neue Automat zukünftig auch kleinere Postfilialen ersetzen. Das Testverfahren betrifft zunächst nur 20 solcher neuen Stationen in Nordrhein-Westfalen. Diese sollen dabei sowohl in urbanen als auch in ländlichen Regionen verteilt sein. Konkret sollen aber einige der ersten Poststationen in den Städten Köln, Aachen und Euskirchen stehen.

Alle Infos zu den „Poststation“ auf einem Blick

  • Leistungsspektrum einer kleinen Postfiliale
  • Startet an 20 Standorten in NRW – unter anderem in Würselen, Aachen, Euskirchen und Köln
  • Serviceangebot umfasst Briefversand, Paketversand und künftig auch Paketempfang, Bargeldloser Kauf von Brief- und Paketmarken sowie Kundenberatung via Videochat
  • Umfasst 18 bis 106 Paketfächer
  • Rund um die Uhr nutzbar
  • Bündelung von Brief- und Paketdienstleistungen
  • Kostenloser und kontaktloser Service (Videochat geplant)

Vollautomatsierte Postfiliale: Bundesweite Einführung der „Poststation“ noch offen

Nun sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie stark die Nachfrage ist nach so einem Angebot. Dabei hofft die Deutsche Post auf viele Kunden-Rückmeldungen, mithilfe derer der Automat verbessert und das Leistungsspektrum möglicherweise noch erweitert wird. Im Zuge dessen wird auch im Anschluss entschieden ob und wo weitere Poststationen errichtet werden. Ob diese also zukünftig auch bundesweit eingeführt werden, ist noch offen. Ein Sprecher der Deutschen Post hat mittlerweile betont, dass die neuen Poststationen keineswegs als Ersatz für Postfilialen anzusehen seien.

Der Postkonzern macht wegen des boomenden Online-Handels blendende Geschäfte mit steigenden Paketmengen. Das Briefgeschäft schrumpft im Internetzeitalter zwar, ist aber profitabel. Der Konzern setzt schon seit langem auf automatisierte Stationen, damit Kunden rund um die Uhr ihre Pakete abholen und aufgeben können. Die Konkurrenz ist bei dem Thema längst nicht so weit.

Zum Konzern der Deutschen Post gehört auch der Paketzusteller DHL, der für andere Unternehmen wie den Lieferservice getnow tätig ist. (os mit dpa)

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