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Paketboom bei DHL: Rekordergebnisse im Corona-Jahr – Internetbestellungen gehen durch die Decke

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Von: Nina Büchs

Ein Mitarbeiter der deutschen Post bei der Post- und Paketzustellung.
Die Deutsche Post DHL verzeichnete im Corona-Jahr ein Rekordergebnis. © IMAGO / U. J. Alexander

Die Deutsche Post DHL hat, anders als andere Branchen, von der Corona-Pandemie im Paketgeschäft profitiert. Die Internetbestellungen haben 2020 deutlich zugenommen.

Bonn – Der Paketboom in Coronazeiten hat der Deutschen Post DHL prächtige Geschäfte beschert. Es lief so gut, dass der Konzern nun für eine Milliarde Euro Aktien zurückkaufen will. Die binnen eines Jahres zurückgekauften Anteilsscheine werden entweder eingezogen oder für die Bedienung von Vergütungsprogrammen eingesetzt, wie das Unternehmen am Montag in Bonn mitteilte. Nach der Ankündigung sprang der Aktienkurs nach oben und war nicht mehr weit entfernt von seinem Allzeithoch. Konzernchef Frank Appel dürfte am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz (10:30 Uhr) seine langfristigen Ziele etwas konkretisieren.

Rekordergebnis im Corona-Jahr 2020 – DHL-Konzernumsatz beläuft sich auf 66,8 Milliarden Euro

Im Corona-Jahr 2020 konnte der Konzern mit seinen weltweit 550.000 Mitarbeitern ein Rekordergebnis verbuchen, nach vorläufigen Zahlen stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,8 Milliarden Euro. 2019 hatte der Wert bei 4,1 Milliarden Euro gelegen. Der Konzernumsatz kletterte 2020 um 5 Prozent auf 66,8 Milliarden Euro. Die finalen Zahlen kommen am Dienstag auf den Tisch.

DHL: Internetbestellungen gingen während Corona-Pandemie durch die Decke

Weil im vergangenen Jahr stationäre Geschäfte zeitweise geschlossen waren und die Menschen viel daheim waren, gingen die Internetbestellungen durch die Decke - und damit auch die Nachfrage nach Paketsendungen von Marktführer DHL und von seinen Wettbewerbern DPD, Hermes und UPS. DHL transportierte 2020 nach eigenen Angaben in Deutschland 1,83 Milliarden Pakete und damit deutlich mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Da waren es 1,59 Milliarden gewesen. Dieses Jahr dürfte es den nächsten Höchstwert geben für das Unternehmen - der Anstieg könnte zwar etwas abflachen, aber nach Einschätzung von Konzernboss Appel geht es weiter bergauf in Sachen Paketmenge.

Übrigens: In diesem Jahr hat die DHL außerdem die erste, vollautomatische Postfiliale eingeführt. Die erste „Poststation“ ging im Februar in Würselen bei Aachen in Betrieb. An den Stationen sollen Kunden Pakete aufgeben, Briefmarken kaufen und einen eingebauten Briefkasten nutzen können – ganz ohne Personal. Unter anderem sind dort dagegen dann Videoberatungen mit Post-Mitarbeitern möglich. (nb mit dpa)

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