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Drogerie dm startet neues Projekt – und sammelt leere Shampoo-Flaschen von Kunden

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Von: Jana Wehmann

Eine Frau gibt eine leere Kunststoff-Flasche bei dm zurück.
Die Drogerie dm testet die Rückgabe von leeren Kunststoff-Flaschen. © dm-drogerie markt

Die Drogerie dm nimmt testweise leere Shampoo- und Reinigungs-Flaschen zurück. Die alten Plastik-Flaschen sollen dadurch recycelt werden.

Köln/Karlsruhe – Sind Kunden bereit, leere Shampoo-Flaschen ohne Pfand zu sammeln und wieder in die Drogerie zurückzubringen? Das testet ab sofort die Drogeriekette dm in ausgewählten Filialen. In einem neuen Pilot-Projekt möchte dm herausfinden, ob die Bereitschaft der Kunden hoch genug wäre, leere Flaschen zurückzubringen, und bietet für die Testphase Annahme-Stellen in den Filialen an. Was müssen Kunden wissen?

dm-Drogerie Markt
BrancheDrogerie-Einzelhandel
Gründung1973
SitzKarlsruhe
Mitarbeiterrund 41.000 Angestellte

dm: So funktioniert das neue Projekt zur Rückgabe von Kunststoff-Flaschen

In etwa 150 dm-Filialen im Raum Karlsruhe und im Raum München läuft seit Oktober die Testphase zum Projekt. Kunden haben in den ausgewählten dm-Märkten nun die Möglichkeit, leere Kunststoff-Flaschen, die vor Ort oder online gekauft wurden, im Markt abzugeben – ohne zuvor Pfand zu bezahlen. So funktioniert die Testphase bei dm:

Test bei dm: Welche Flaschen nimmt dm zurück?

Im Rahmen des Projektes nimmt die Drogerie folgende Flaschen zurück:

Flaschen bei dm abgeben: Wieso testet die Drogerie das Projekt?

Zwar bietet die Aktion für den Kunden direkt keinen Vorteil, dennoch hofft dm auf die Bereitschaft der Kunden. Denn: Durch den Einsatz von Rezyklaten in den Verpackungen möchte die Drogerie bis 2025 erreichen, dass etwa 90 Prozent der Kunststoff-Produktverpackungen, die nicht für Lebensmittel sind, mindestens zur Hälfte aus Rezyklat bestehen.

„Erst wenige Rezyklate, die aus Verpackungen gewonnen wurden, erfüllen bislang die qualitativen Anforder­ungen, um daraus wieder Verpackungen herzustellen“, erklärt Kerstin Erbe, als dm-Geschäfts­führerin verantwortlich für das Ressort Produkt­management. Durch die Testphase wolle die Drogerie nun prüfen, ob und in welchem Umfang die Kunden die Verpackungsrücknahme annehmen und „welche Ressourcen wir selbst einsetzen müssen, um die notwendige Qualität der Rezyklate zu erzielen“, so Erbe weiter. Wie lange die Testphase im Raum Karlsruhe und München angesetzt ist, lässt die Drogerie jedoch offen.

Da dm das neue Projekt zur Rückgabe von leeren Kunststoff-Flaschen in das Gesamt-Konzept des Unternehmens zur Reduzierung von Verpackungen eingliedert, könnte eine Ausweitung der Rücknahme-Stellen nicht ausgeschlossen sein – zumindest, wenn die Option von den Kunden angenommen wird. Konkrete Pläne zur Einführung hat die Drogerie dm bislang jedoch nicht. Nun bleibt abzuwarten, wie das Projekt in den Test-Filialen angenommen wird. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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