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Dr. Oetker schließt Werk in Karlsruhe ‒ Verhandlungen mit Betriebsrat laufen

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Die Außenfassade des Werks der Dr. Oetker Tiefkühlprodukte-GmbH in Wittenburg
Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker will eines seiner Werke in Baden-Württemberg schließen (Symbolbild). © Manngold/Imago

Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker schließt ein Werk in Baden-Württemberg. Für die Mitarbeitenden soll schnell eine Lösung gefunden werden.

Bielefeld/Ettlingen ‒ Ob Tiefkühlpizzen, Backmischungen oder Frühstücksmüsli: Es gibt wohl keinen deutschen Hausstand, in dem nicht mindestens ein Produkt der Marke Dr. Oetker vertreten ist. Nun schreibt das Unternehmen mit Hauptsitz in Bielefeld jedoch anderweitig Schlagzeilen: Der Lebensmittelkonzern schließt ein Werk in Baden-Württemberg. Betroffen sind laut Mitteilung von Montag rund 190 Mitarbeiter der Produktion in Ettlingen bei Karlsruhe.

Dr. Oetker schließt Werk in Karlsruhe ‒ Nachfrage sinkt seit Jahren kontinuierlich

Das Werk rentiere sich schlicht nicht mehr: Seit 2016 schreibe der Bereich Verluste, teilte das Unternehmen weiter mit. Dort werden Produkte wie Soßen und Suppen für Großverbraucher wie Kantinen oder die Gastronomie produziert; Dr. Oetker spricht vom „würzigen Nährmittelsortiment“. Die Produktion werde schrittweise eingestellt, einige Produkte in Zukunft an anderen Standorten hergestellt. Mit dem Betriebsrat will Dr. Oetker jetzt über einen Interessenausgleich verhandeln. Erhalten bleiben in Ettlingen 50 Arbeitsplätze im Bereich Marketing, Vertrieb und Verwaltung. Dr. Oetker begründet den Schritt mit einer seit Jahren kontinuierlich sinkenden Nachfrage. Die Corona-Pandemie habe den Effekt noch verstärkt.

Dr. Oetker: Unternehmen mit Sitz in Bielefeld ‒ 2020 rund 3,71 Millarden Euro Umsatz

Die Lebensmittelsparte von Dr. Oetker war 2020 ohne große Einbrüche durch die Corona-Pandemie gekommen. Für 2021 liegen noch keine Zahlen vor. Nur der Bereich „Außer-Haus-Markt“ musste angesichts geschlossener Kantinen und Restaurants einen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Firma mit Zentrale in Bielefeld hatte 2020 mit weltweit 34 000 Beschäftigen einen Umsatz von 3,71 Milliarden Euro vermeldet. (dpa/lnw/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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