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IT-Panne bei Edeka: Kunden stehen in NRW vor verschlossener Tür – alte Software war Schuld

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Von: Jana Wehmann

Mehrere Kunden stehen mit Einkaufswagen vor einer Edeka-Filiale. Es bildet sich eine lange Schlange.
Vor wenigen Wochen standen die Edeka-Kunden vor verschlossenen Türen (Symbolbild). © Kay Nietfeld/dpa

Beim Supermarkt Edeka sorgte ein technischer Fehler für verschlossene Türen. Nun ist die Ursache für die Panne geklärt: Ein Datenübertragungsfehler im alten Warenwirtschaftssystem.

Köln – Vor wenigen Wochen standen die Edeka-Kunden in Nordrhein-Westfalen vor verschlossenen Türen. Nicht etwa, weil vergessen wurde, die Filialen zu öffnen, sondern weil sich die Türen nicht aufmachen ließen. Grund dafür war eine Software-Panne im Kassenbereich, informiert Edeka einen Tag nach dem Ausfall.

Nun ist die Ursache für die IT-Panne gefunden: Offenbar gab es einen Datenübertragungsfehler im Filial-Warenwirtschaftssystem, wie die Lebensmittelzeitung berichtet.

Datenpanne bei Edeka in NRW: Märkte bis zu zwei Stunden verschlossen – das ist passiert

Wer am Donnerstagmorgen, 8. April, in der Edeka Region Rhein-Ruhr einkaufen wollte, hat es live miterlebt – und stand vor verschlossener Tür. Nicht nur Filialen in Nordrhein-Westfalen waren von der Störung der Kassen betroffen, auch einige Märkte in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mussten an diesem Tag später starten.

Während einige Edeka-Märkte lediglich nach einer halben Stunde wieder öffnen konnten, war jedoch ein Großteil der Standorte für bis zu zwei Stunden lang lahmgelegt. „Im Laufe des Vormittags konnten dann alle Märkte wieder normal kassieren“, erklärt Kerstin Holla von Edeka auf 24RHEIN-Anfrage. Das Edeka-Gebiet Südwest, welches einen Mini-Shop in Renningen testet, war davon nicht betroffen.

Fehler im Warenwirtschaftssystem von Edeka: Filialen in NRW zeitweise geschlossen

Die Ursache für den Ausfall lag nach LZ-Informationen in einem Datenübertragungsfehler im alten Warenwirtschaftssystem Elwis. Die Konsequenz: Den Kassen-Systemen standen am Morgen zur Ladeneröffnung keine Daten aus der Warenwirtschaft zur Verfügung. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, äußerte sich ein selbstständiger Edeka-Kaufmann gegenüber der LZ.

Edeka-Kaufleute, die bereits das neue Warenwirtschaftssystem Lunar eingeführt haben, hätten an diesen Morgen keinen Ausfall gehabt, so die Medienberichte. Das alte System stammt bereits aus den 80er Jahren. Auf 24RHEIN-Anfrage bestätigte Edeka Rhein-Ruhr jedoch lediglich, dass „der Grund, der zur Kassenstörung führte, ein technischer Fehler war“.

Edeka-Softwarepanne in NRW: Kunden stehen vor geschlossenen Filial-Türen

Ob Edeka daraus die Konsequenz zieht, die Märkte mit dem veralteten Warenwirtschaftssystem auf das neue Modell umzustellen, ließ das Unternehmen unbeantwortet. Nach LZ-Informationen sollen bis zum Jahresende rund 100 Edeka-Märkte umgestellt werden, alle weiteren Filialen bis 2024.

Welches System die Filialen, die Edeka im Rahmen der Real-Zerschlagung übernehmen darf, erhalten, ist bislang nicht bekannt. Von den 51 Real-Märkten, die Edeka übernehmen kann, gehen bereits im Juni die ersten Standorte an die Gruppe über. Die Edeka Region Südwest hat bereits konkrete Pläne für die Märkte in Horb, Kaiserslautern und Kirchheim am Neckar. (jaw)

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