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Ein Roboter bedient die Kunden: Ist der automatisierte Mini-Supermarkt die Zukunft?

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Von: Jana Wehmann

Der automatisierte Minishop der Deutschen Bahn und Edeka Südwest von Außen.
Edeka und die Deutsche Bahn setzen auf einen automatisierten Mini-Shop. © Sascha Baumann/Edeka

Der Supermarkt Edeka und die Deutsche Bahn eröffnen am Renninger Bahnhof einen vollautomatisierten Mini-Shop. Das Geschäft ist rund um die Uhr zugänglich.

Köln – Während früher große Lebensmittelgeschäfte besonders gefragt waren, entwickeln immer mehr Supermärkte in Deutschland Mini-Shops. Der Vorteil: Die kleinen Tiny-Stores sind meist hochautomatisiert, kommen ohne Personal aus und sind rund um die Uhr geöffnet.

Nachdem der Handelskonzern Migros in der Schweiz einen Mini-Shop mit nur 18 Quadratmetern testet, legt nun Edeka Südwest nach. Der neue „E 24/7 Karow & Sommer“-Markt befindet sich am Bahnhof in Renningen und wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn sowie dem Start-up Smark realisiert.

Bahnhof in Renningen: Edeka und die Deutsche Bahn entwickeln Mini-Shop

Der Tiny-Store befindet sich am Renninger Bahnhof, der einer der 16 Zukunftsbahnhöfen ist, an denen die Deutsche Bahn Innovationen austestet. Ab dem 23. Februar können Verbraucher den Mini-Shop, der aktuell 300 Artikel bereithält, nutzen. Nach und nach soll das Produktangebot auf bis zu 800 Artikel erweitert werden.

Das Sortiment reicht von Grundnahrungsmitteln und gekühlten Produkten bis hin zu Drogerieware. Ergänzt wird das Sortiment mit Backwaren.

„Ein Snack für den Weg zur Arbeit oder auch der spontane Wocheneinkauf, alles ist möglich und das völlig zeitunabhängig“, sagt Inhaberin Gisela Karow-Schäfer. Verbraucher können ihren Einkauf per App vorbestellen oder im Edeka-Mini-Shop vor Ort über ein Touchscreen tätigen. Die Waren werden anschließend im rückwärtigen Bereich durch einen Roboter zusammengestellt und an einer Ausgabe übergeben. Bezahlt wird ebenfalls kontaktlos per Bankkarte oder per online-App.

Automatisierter Edeka-Mini-Shop am Bahnhof Renningen: Rund um die Uhr geöffnet

Obwohl der Mini-Shop vollautomatisiert ist und völlig ohne Personal auskommt, übernimmt ein Edeka-Mitarbeiter zu hochfrequentierten Tageszeiten den Verkauf der Backwaren. Geöffnet ist der Markt rund um die Uhr. Der Lebensmittelmarkt in Renningen ist sowohl der erste seiner Art im Unternehmensverbund von Edeka Südwest als auch der erste vollautomatisierte Markt an einem Bahnhof.

Ein ähnliches Konzept existiert bereits seit November 2020 in Düsseldorf: Dort wurde der digitale, vollautomatisierte Supermarkt „Typy“ eröffnet. Auch Lebensmitteleinzelhändler Tegut testet einen Mini-Shop, den Teo-Markt, in Fulda. Auf einer Ladenfläche von etwa 50 Quadratmetern bietet das Unternehmen rund 1.000 Artikel an. (jaw)

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