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Salat direkt im Supermarkt anbauen: Edeka probiert es aus

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Von: Oliver Schmitz

Eine Edeke-Filale.
Ein bayrische Edeka-Markt kann mit dem „Grow Tower“, einer europaweiten Besonderheit, aufwarten. (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa/dpa-Bildfunk

Ein Edeka in Bayern wartet mit einer speziellen Besonderheit auf: vor Ort angebauter Salat zum Mitnehmen. Möglich machst der erste in Europa errichtete „Grow Tower“.

Unterföhring – Ob Bio, regional oder vegan – die Menschen achten immer mehr auf eine gesunde Ernährung und frische Lebensmittel. Kein Wunder, dass auch die Supermärkte da immer weiter nachziehen und ihr Sortiment immer mehr erweitern oder anpassen. Auch Edeka versucht den Bedürfnissen seiner Kunden immer besser zu entsprechen. Im Zuge dessen testet nun eine Unterföhringer Filiale des Lebensmittelunternehmens ein ganz besonderes Frische-Angebot: Salate, Kräuter und Kresse werden im Markt vor Ort angebaut. Zuvor hatte bereits Aldi in seiner weltweit größten Filiale mit einem Kräutergarten etwas ganz ähnliches implementiert.

Edeka testet Inhouse-Farm im Supermarkt – Europapremiere von „Grow Tower“

Der erst im März eröffnete Edeka Stadler+Honner hat sich seinen Namen „Die Frisch-Nachbarn“ wahrlich auf die Fahne geschrieben. In der Obst- und Gemüse-Abteilung des Supermarktes wartet mit dem „Grow Tower“ eine Besonderheit. Bei der Innovation des Münchner Unternehmens „&ever“ handelt es sich um eine Inhouse-Farm. In dieser werden vor Ort Salate und Co. angebaut und bei entsprechender „Reife“ direkt in kleinen Töpfen verkauft, sodass diese sogar erst Zuhause geerntet werden können.

Der erste und zurzeit einzige Grow Tower in Europa nimmt insgesamt nur rund 70 Quadratmeter Fläche ein und ermöglicht nach Angaben des Unternehmens Erträge von bis zu 360 Pflanzen täglich. Die Ernte ist dabei nicht nur pestizidfrei, sondern benötigt auch noch bis zu 95 Prozent weniger Wasser im Vergleich zum Freilandanbau. Insgesamt klingt das nach einer echten Innovation, die aber auch ihren Preis hat. Zurzeit muss man für die Salate, Kräuter und Kresse deutlich mehr bezahlen als für konventionelle Ware. Die Produkte des Grow Towers sollen ungefähr soviel wie Bioprodukte kosten.

Edeka plant für die Zukunft: Innovationen und Expansionen en masse

Edeka geht also erneut einen weiteren Schritt Richtung Zukunft. Das Einzelhandelsunternehmen versucht regelmäßig das Shopping-Erlebnis in seinen Märkten durch diverse Innovationen zu verbessern. So wurden vor kurzem die Self-Checkout-Systeme erweitert und sogar digitale Einkaufswagen eingeführt. Ansonsten nutzte auch Edeka die Real-Zerschlagung zu seinen Gunsten und sicherte sich zuletzt den Zusage für bis zu 51 Filial-Übernahmen. (os)

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