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Galeria Karstadt Kaufhof: Welche Filialen schließen und welche bleiben?

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Von: Oliver Schmitz

Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof muss erneut Filialen schließen. Welche NRW-Standorte von der Schließung betroffen sein könnten.

Köln – Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steht erneut vor der finanziellen Pleite. Am 31. Oktober 2022 wurde deshalb das zweite Schutzschirmverfahren innerhalb von nicht mal drei Jahren beantragt. Um Schlimmeres abzuwenden, muss das Unternehmen erneut dutzende Standorte schließen. Unternehmenschef Miguel Müllenbach kündigte an, dass das Filialnetz von 131 Kaufhäusern „um mindestens ein Drittel reduziert werden“ müsse. Über 40 Standorte wären also betroffen. Auch mehrere Filialen aus Nordrhein-Westfalen dürften unter den Schließungs-Kandidaten sein.

Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof: Wann steht konkret fest, welche Standorte betroffen sind?

Doch wann wird bekannt, welche Standorte konkret betroffen sind? Laut Restrukturierungsexperte Arndt Geiwitz soll dies im Januar feststehen. „Welche Häuser geschlossen werden, steht heute noch nicht fest. Ob ein Standort erhalten bleiben kann, wird auch stark von den diesen Gesprächen abhängig sein“, so Geiwitz am 10. November. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Januars des kommenden Jahres Klarheit darüber geben wird.“ Mit verschiedenen Interessenten, die sich für Engagements an Galeria-Standorten interessieren, soll es zeitnah Gespräche geben.

Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof: Welche NRW-Filialen könnten schließen?

Galeria Karstadt Kaufhof: Firmenlogos auf Glas, Eingangstür mit Gitter geschlossen Dortmund NRW Deutschland.
Galeria Karstadt Kaufhof hat insgesamt noch 131 Filialen in Deutschland, aber etliche sollen schließen. © snowfieldphotography/Imago

Insgesamt 31 Filialen in 25 Städten hat Galeria Karstadt Kaufhof aktuell in NRW. Noch bis 2020 waren es einige mehr gewesen, doch im Zuge des ersten Schutzschirmverfahrens hatte die Kaufhauskette bereits einige Standorte in NRW-Städten wie Düsseldorf, Dortmund oder Essen geschlossen. Nun könnten weitere hinzukommen. Sicher ist das bereits bei der Kölner Karstadt-Filiale in der Breite Straße. Dort hatte der Eigentümer einen Abriss und Neubau angekündigt, jedoch ohne Galeria-Beteiligung.

Welche weiteren Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof – ob in NRW oder anderen Bundesländern – ansonsten noch schließen werden, ist nach Unternehmensangaben aktuell noch nicht final entschieden. Bei den anstehenden Gesprächen werde es nicht nur um die Miete gehen, sondern auch um weitere Fragen wie die Flächennutzung, energetische Sanierungen oder Modernisierungs- und Baumaßnahmen.

Als wahrscheinlichste Kandidaten für eine Schließung gelten die Galeria-Filialen in Düsseldorf (Schadowstraße), Essen (Limbecker Platz), Dortmund, Neuss, Leverkusen und Bielefeld, berichtet das Handelsblatt. Sie hatten 2020 bereits auf der Liste der zu schließenden Standorte gestanden, wurden aber in letzter Sekunde durch Mietminderung gerettet. Doch es dürfte wohl nicht bei einer so kleinen Anzahl bleiben. Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein rechnet damit, dass auf lange Sicht höchstens zehn NRW-Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof bestehen bleiben, wie er gegenüber der Rheinischen Post erklärte.

Galeria Karstadt Kaufhof: Alle aktuellen NRW-Filialen im Überblick – Liste

Galeria Karstadt Kaufhof: Buero.de an Übernahme interessiert – Filialen sollen zu „Schön hier“ werden

Für etliche Standorte der Warenhauskette besteht aber noch Hoffnung, denn Buero.de möchte 47 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen. Darunter auch acht Geschäfte aus NRW (siehe Liste). Ein erster Verhandlungstermin (14. November) zwischen Buero.de und dem Insolvenzverwalter von Galeria Karstadt Kaufhof war zwar geplatzt, jedoch soll dieser zeitnah nachgeholt werden.

Zwischenzeitlich hatte sich Buero.de bereits erklärt, sich nur noch sehr beschränkt zu den Filial-Übernahmen zu äußern. Man lasse sich auf eine weitgehende „Einseitigkeit der Vertraulichkeitsverpflichtung – buero.de muss schweigen, Galeria Karstadt Kaufhof darf reden – ein“, sagte Markus Schön am 18. November.

Galeria Karstadt Kaufhof: 47 Filialen könnten gerettet werden – welche NRW-Standorte dabei sind

Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof: Was plant Markus Schön von Buero.de?

Sollte Buero.de einige Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen können, dann würden diese unter neuem Namen weitergeführt werden. Demnach sollen die bisherigen Galeria Kartstadt Kaufhof-Warenhäuser zukünftig „Schön hier“ heißen. Sowohl Markenrechte, Internet-Domains als auch Logo wurden bereits gesichert, sagt Unternehmenschef Markus Schön. Alle rund 5500 Mitarbeitenden sollen bei einer Übernahme bleiben können.

Insgesamt will Buero.de ein „Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich“ in die Hand zu nehmen. Der Onlinehändler will die Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof jedoch nicht kaufen, sondern nur mieten. Dafür solle sich die komplette Gestaltung und teilweise auch das Konzept der Kaufhäuser ändern. Das digitale Angebot würde eine größere Rolle spielen. Demnach würde nicht jede Größe vorrätig sein, könne bei Bedarf am nächsten Tag dem Kunden nach Hause geliefert werden. Um ein „Gefühl der Heimat und des Zuhauses vermitteln“, würden zudem auch regionale Produkte angeboten werden.

Galeria Karstadt Kaufhof-Schließungen in NRW: Welche Filialen könnten noch bleiben?

Bei einigen anderen NRW-Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof ist eine Schließung generell eher unwahrscheinlich. Allen voran die beiden Kaufhof-Standorte in Köln und Düsseldorf, die laut Handelsblatt „unantastbar“ seien, „weil sie den Kern des Unternehmens bilden und den meisten Umsatz bringen“. Auch der Standort in Münster dürfte nicht so schnell schließen, da der Galeria Karstadt Kaufhof-Mutterkonzern „Signa Holding“ Miteigentümer des Gebäudes ist.

Auch wohl eher nicht von einer Schließung betroffen, sind die Filialen in Kleve, Oberhausen sowie die Filiale in Euskirchen. Diese wurden alle vor kurzem renoviert und auf das „Galeria 2.0“-Konzept umgestellt. Der Galeria-Standort in Euskirchen ist erst seit April 2022 wieder geöffnet. (os mit dpa/AFP) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. November aktualisiert. Neuerung: Buero.de erklärt Absicht für weitere Gespräch

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