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Friseurkette Klier schließt Filialen – diese Salons sind in NRW betroffen

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Von: Jana Wehmann

Eine Filiale der Friseurkette Klier von außen.
Die Klier Hair Group schließt aufgrund einer Insolvent die Filialen in Köln un Düsseldorf (Symbolbild). © Ole Spata/dpa

Die Friseurkette Klier wurde von der Corona-Krise hart getroffen. Durch die Sanierung werden in etwa 500 Filialen geschlossen. Diese Salons sind in NRW betroffen.

Köln/Wolfsburg – Nach der Schließung bei Media Markt und Saturn wird sich nun Deutschlands größte Friseurkette Klier von mehreren hundert Filialen trennen. Zwar ist die Schließung eine bittere Nachricht für das Unternehmen, allerdings will die Klier Hair Group dadurch das Überleben in der Corona-Pandemie sichern.

Klier Hair Group
HauptsitzWolfsburg
BrancheSystem-Friseur
MarkenKlier, Super Cut, HairExpress, essanelle, Styleboxx, COSMO und beautyhairshop
Standorte850 Filialen
Mitarbeiter6.400 Mitarbeiter

Von rund 1.350 Filialen bleiben dem Unternehmen insgesamt 850 Salons erhalten. Dem Insolvenzplan haben kürzlich die Gläubiger zugestimmt, sodass die Friseurkette das Eigenverwaltungsverfahren voraussichtlich Ende April beenden wird.

Im Zuge des Sanierungsverfahrens wurden alle Standorte einer eingehenden betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Filialen, die „langfristig nicht wirtschaftlich betrieben werden konnten“, musste das Unternehmen schließen, heißt es von der Klier Hair Group auf 24RHEIN-Anfrage.

Klier schließt Salons: Welche Standorte sind in NRW von der Schließung betroffen?

Von der Schließung sind etwa 500 Filialen betroffen. Obwohl die Klier Hair Group keine Details zu einzelnen Standorten veröffentlicht, bestätigte die Friseurkette auf 24RHEIN-Anfrage die Schließung der folgenden Salons:

Seit Ende Dezember sind alle betroffenen Filialen – auch in Köln und Düsseldorf – geschlossen. „Wo immer es möglich war, haben wir den betroffenen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz an einem anderen Standort angeboten“, sagt Elke Schmitz auf 24RHEIN-Anfrage.

Salon-Schließung: Klier beendet Eigenverwaltungsverfahren Ende April

Durch die Corona-Krise verzeichnete die Friseurkette hohe Umsatzeinbrüche, weswegen das Unternehmen Ende 2020 die Insolvenz angemeldet hatte. Im Zuge der Sanierung überprüfte die Klier Hair Group die Strukturen und Geschäftsprozesse sowie das Standortportfolio.

„Dauerhaft unprofitable Filialen mussten geschlossen werden. Viele teure Innenstadtlagen leiden an einem spürbaren Besucher- und Umsatzrückgang und rechtfertigen die hohen Mieten schon lange nicht mehr“, so die Klier Hair Group. Dennoch konnte sich die Friseurkette mit einem Großteil der Vermieter einigen: „Somit ist es uns gelungen, insgesamt 850 Salons und Shops mit circa 6.400 Mitarbeitern – und damit den überwiegenden Teil der Filialen und Arbeitsplätze – zu erhalten“, sagt Michael Klier.

Corona-Krise trifft Klier: Investition in neue Shops und Digitalisierung geplant

Trotz Sanierung möchte die Klier Hair Group zukünftig das Filial-Portfoilio erweitern und neue Shops an attraktiven Standorten eröffnen. Nach eigener Angabe werde die Friseurkette in den kommenden Jahren gezielt in die starken Marken, neue Serviceangebote, Personalentwicklung und die Digitalisierung investieren.

Auch die Drogeriekette Douglas gab bereits bekannt, 60 Filialen in Deutschland zu schließen und sich verstärkt auf den Online-Handel konzentrieren zu wollen. Für die bunten Laden-Geschäfte von MyMuesli ist ebenso Schluss: Der Müsli-Hersteller geht zurück zu seinen Wurzeln und wird fast alle MyMuesli-Filialen schließen. (jaw)

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