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Galeria Karstadt Kaufhof: Unterstützung durch Staatshilfen – was passiert mit den Filialen in Köln und Düsseldorf?

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Von: Jana Wehmann

Passanten gehen an einer geschlossenen Galeria Kaufhof Filiale vorbei.
Die Bundesregierung verhandelt mit Galeria Karstadt Kaufhof über Staatshilfen (Symbolbild). © Daniel Reinhardt/dpa

Die Bundesregierung will Galeria Karstadt Kaufhof mit einem Darlehen unterstützen. Welche Auswirkungen die Stabilisierungsmaßnahme für die Filialen in Köln und Düsseldorf hat, bleibt noch unbekannt.

Köln – Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat ein Hilfsangebot von der Bundesregierung erhalten. Dabei geht es um eine Stabilisierungsmaßnahme in Form eines Darlehens in Höhe von bis zu 460 Millionen Euro, wie der Ausschuss des Wirtschaftsstabilisierungsfonds kürzlich beschloss. Nach dpa-Informationen liegt dem Unternehmen nun das Hilfsangebot zur Entscheidung vor.

Unterstützung Galeria Karstadt Kaufhof: Bund will Arbeitsplätze in Corona-Krise sichern

Konkret geht es um ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Die Hilfsmaßnahme sei an umfangreiche Auflagen und rechtliche Vorgaben geknüpft.

Die Bundesregierung will mit der Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten, um Arbeitsplätze zu sichern und die aktuell schwierige Lage für Galeria Karstadt Kaufhof zu überbrücken. Kaufhäuser hätten eine wichtige Ankerfunktion für die Stabilisierung der Innenstädte insgesamt.

Galeria Karstadt Kaufhof: Corona-Krise hatte den Warenhauskonzern schwer getroffen

Schwer getroffen hatte den angeschlagenen Konzern Galeria Karstadt Kaufhof ohnehin schon die Corona-Krise. Während des ersten Lockdowns im April 2020 hatte der Warenhauskonzern Hilfe in einem Schutzschirm suchen müssen.

Erst im September hatte das Unternehmen das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Durch die Schließung von mehr als 40 Filialen, den Abbau von rund 4.000 Stellen und die Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro Schulden sollte das Verfahren dem deutschen Konzern einen Neustart ermöglichen. Damals schrieb der Konzernchef Miguel Müllenbach in einem Mitarbeiterbrief, Galeria Karstadt Kaufhof melde sich zurück auf dem Spielfeld und werde in den kommenden Wochen und Monaten die Tabelle der erfolgreichen Einzelhändler auf den Kopf stellen.

Auswirkungen der Corona-Krise: Wie geht es mit den Galeria Karstadt Kaufhof Filialen weiter?

Doch der zweite Lockdown zog dem Unternehmen wohl einen Strich durch die Rechnung. Noch hält sich der Konzern bedeckt, was die momentane Situation angeht.

Galeria Karstadt Kaufhof verfügt über fast 130 Kaufhäuser, darunter auch Filialen in Köln und Düsseldorf. Wie es mit den Standorten weitergeht, ist unklar. Für eine nähere Auskunft war der Konzern nicht zu erreichen.

In vielen Innenstädten gelten die Kaufhäuser als Publikumsmagneten, deren Schließung auch vielen umliegenden Läden schwer zu schaffen machen würde.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds: Unterstützung angeschlagener Unternehmen in Corona-Krise

Um in der Corona-Krise große Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten, hatte die Bundesregierung den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im März 2020 gegründet. Vereinbart wurden zum Beispiel ein milliardenschweres Rettungspaket für die Lufthansa sowie Hilfen für den Reisekonzern Tui.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind derzeit enorm zu spüren. Erst kürzlich musste die Steakhaus-Kette Maredo fast alle Mitarbeiter entlassen. Auch Hussel, Arko und Eilles, die zur Deutschen Confiserie Holding gehören, gaben bekannt, dass sie die vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und sich unter den Corona-Schutzschirm gestellt haben. (jaw/dpa)

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