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Gas-Abschlag im Dezember: Wann die Einmalzahlung kommt und wie Gaskunden die Entlastung vom Staat erhalten

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Von: Linus Prien

Gaspreise sind in den letzten Monaten immens gestiegen. Während die Regierung an einer Gasumlage arbeitet, soll eine Übergangslösung herhalten: Der Staat übernimmt eine Gasabschlagszahlung.

Berlin - Steigende Energiekosten belasten viele Deutsche enorm. Für das kommende Jahr plant die Ampel-Koalition eine Gaspreisbremse. Bis dahin jedoch soll der Staat nun die Abschlagszahlung im Dezember übernehmen. Der Bundesrat verabschiedete am Montag (14. November) das sogenannte Erdgas-Soforthilfegesetz, das die Entlastung als Einmalzahlung beim Gas-Abschlag vorsieht, berichtet merkur.de.

Haushalte und gewerbliche Verbraucher sollen so unterstützt werden, bevor die Gaspreisbremse greift. Diese soll voraussichtlich im März starten - noch gibt es aber keinen Gesetzentwurf, der reif für die Kabinettsbefassung wäre. Die geplante Einmalzahlung des Gasabschlags im Dezember hat nach Angaben der Regierung einen Umfang im „höheren einstelligen Milliardenbereich“.

Gas-Abschlag im Dezember: Wann die Einmalzahlung als Entlastung für Gaskunden kommt

Der Gas-Abschlag im Dezember ist als Überbrückung gedacht, bis die Gaspreisbremse ihre Wirkung zeigen soll, was für den kommenden März angedacht ist. Allerdings beschäftigt sich die Bundesregierung nach dem Absegnen der einmaligen Soforthilfe als Einmalzahlung für den Gas-Abschlag mit einem möglichen Vorzug auf Februar 2023, um die Entlastung von Fernwärme- und Gaskunden früher möglich zu machen.

Wann kommt der Gasabschlag?

Der Staat übernimmt im Dezember einmalig die Abschlagszahlung (Höhe des September-Abschlags) für Fernwärme- und Gaskunden. Der Deckel der Gaspreisbremse: Von März 2023 bis mindestens April 2024 soll für 80 Prozent des Gasverbrauchs ein Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde gelten.

Das Gesetz setzt bei eine Übernahme der Abschlagszahlung von einem Zwölftel des Jahresverbrauchs im Dezember an.

Gas-Entlastung: Privathaushalte und kleine Unternehmen erhalten Gasabschlag vom Staat im Dezember

Wer erhält also den Gas-Abschlag? Die Entlastung im Dezember betrifft Privathaushalte und kleinere Unternehmen mit einem Jahresverbrauch bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden. Bestimmte Einrichtungen im Pflege- und Bildungsbereich und in der medizinischen Versorgung erhalten die Soforthilfe ebenfalls und auch dann, wenn ihr Verbrauch höher ist.

Das nun vom Bundesrat gebilligte Gesetz schreibt Erdgaslieferanten vor, den Verbrauchern einen einmaligen Entlastungsbetrag gutzuschreiben. Der Betrag ist demnach mit der ersten Rechnung des Erdgaslieferanten zu verrechnen, deren Abrechnungszeitraum den Monat Dezember 2022 umfasst.

Gas-Abschlag im Dezember: Experte erklärt, wie Gaskunden die Einmalzahlung vom Staat erhalten

Während die Mieter, Eigentümer und Familien weitere Einmalzahlungen vom Staat erhalten, wird die Höhe der Entlastung beim Gas-Abschlag im Dezember 2022 errechnet auf der Grundlage von einem Zwölftel des Jahresverbrauchs, den der Lieferant zuvor prognostiziert hatte, sowie des Gaspreises vom Dezember. So würden „Einsparanreize“ beibehalten, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner, im Bundesrat. Mieter sollen die Dezember-Entlastung mit der nächsten jährlichen Heizkostenabrechnung erhalten. Vermieter haben ein Jahr Zeit, um die Abrechnung zu erstellen und vorzulegen, müssen aber schon in diesem Dezember über die geschätzte Gutschrift informieren.

Finanztip-Chefredakteur Herrmann-Josef Tenhagen empfiehlt bei RTL Empfängern folgendermaßen vorzugehen: Sollte die Gasrechnung per Lastschrift bezahlt werden, sei es am Gasunternehmen, das Geld nicht einzuziehen. Wenn man einen Dauerauftrag hat, solle man diesen für den Monat aussetzen. Für den Fall, dass man per Rechnung die Gaskosten zahlt, solle man einfach für einen Monat nicht zahlen. Zur Orientierung, wie viel man nicht bezahlen muss, könne man sich schlicht den Abschlag des vergangenen Monats anschauen. (AFP/lp)

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