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Heizalternativen im Baumarkt: „Regelrechter Ansturm auf viele Märkte“

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Von: Oliver Schmitz

Wegen steigender Gaspreise schauen sich immer mehr Menschen nach Alternativen um. Das sorgt bei Baumärkten für eine hohe Nachfrage.

Köln – In Herbst und Winter könnte Gas in Deutschland nicht nur knapp, sondern vor allem sehr teuer werden. Denn die Gaspreise steigen rapide an und fallen durch die Gas-Umlage ab Oktober 2022 nochmals höher aus. Insbesondere Baumarkt-Kunden merken die Gas-Krise aber jetzt schon, denn einige Produkte in den Filialen sind aktuell ausverkauft.

Gas-Krise sorgt für Baumarkt-Ansturm: Viele Heizalternativen knapp – Überblick

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist vor allem die Nachfrage nach Heizlüftern stark angestiegen, da viele Menschen Angst haben, dass ihnen das Gas zum Heizen ausgehen könnte. Doch nicht nur die elektronischen Heizungen, sondern auch viele Brennstoffe sind derzeit extrem begehrt. „Seit der Ausrufung der zweiten Stufe des Notfallplans Gas im Juni gibt es einen regelrechten Ansturm auf viele Märkte“, sagte eine Hornbach-Sprecherin auf 24RHEIN-Anfrage und ergänzt: „Einige Standorte waren (oder sind) bei mehreren Brennstoffen wieder ausverkauft.“

Die aktuelle Situation hat für die Branche aber nicht nur Vorteile, denn einige Garten- und Baumärkte ziehen teils Schließungen in Betracht. Der Hauptgrund: Geringere Nachfrage in den Wintermonaten.

Baumärkten gehen Brennstoffe und Heizlüfter aus – Verkäufe teilweise verdoppelt

Baumarkt
Durch die steigenden Gaspreise suchen viele Menschen Heiz-Alternativen in Baumärkten. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Bereits im Frühjahr hatte es eine ähnliche Situation bei vielen Baumärkten gegeben. Laut Hornbach waren manche Filialen im März und April bei einigen Brennstoffen „tageweise ausverkauft“. Jetzt sei man zwar in einer Nebensaison, habe aber „eine deutlich höhere Nachfrage als üblicherweise im Juli“ verzeichnet.

Bei Brennstoffen mit Abstand an meisten gefragt seien laut Hornbach-Sprecherin Pellets, bei denen die Nachfrage 2022 (Januar bis Juli) doppelt so hoch sei wie im gleichen Zeitraum 2021. Das Gleiche gelte auch für elektrische Heizungen, Konvektoren, Radiatoren und Heizlüfter, bei denen die Nachfrage „in den letzten Wochen“ aber nochmals gestiegen sei. Kaminholz, Braunkohle und Holzbriketts würden beim Baumarkt aber auch rund 35 bis 55 Prozent mehr verkauft.

Die Nachfrage bei Brennstoffen, Heizmöglichkeiten aber auch Kaminöfen geht bereits seit Mitte November 2021 stark nach oben, sagt Hornbach zu 24RHEIN. „Getrieben in erster Linie durch die damals bereits gestiegenen Energiepreise“, sagt die Sprecherin. Durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine hätte es einen weiteren Anstieg gegeben, was die Baumarkt-Kette darauf zurückführen, dass Kunden „autark“ und somit „für Notfälle gewappnet“ sein möchten. Laut Sprecherin würde man das immer wieder bei Gesprächen in den Märkten hören.

Gas-Umlage kommt – so kann man die Höhe berechnen

Wie hoch fallen die Mehrkosten für Gas-Kunden ab Herbst 2022 genau aus? Das kann man mit dem Gas-Umlage-Rechner herausfinden.

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