1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Marktforschungs-Supermarkt: Welche Produkte die Kölner im go2market erwarten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jana Wehmann

Zwei Kunden laufen durch den go2market in Wien.
Mit ihrer Kaufentscheidungen beeinflussen die Kunden im go2market die Produkte von Morgen. © Günther Zipfelmayer/go2market

Der erste Marktforschungssupermarkt in Deutschland eröffnet Anfang Juni in Köln-Braunsfeld. Der go2market gibt erste Einblicke, was die Kunden erwartet.

Köln – Seit wenigen Tagen ist von Außen erkennbar: Der Marktforschungs-Supermarkt go2market kommt nach Köln und zieht in die ehemalige Rossmann-Filiale an der Aachener Straße 519 in Braunsfeld ein. Kunden, die dort einkaufen, erhalten nicht nur Produkte, die es noch nicht auf dem Markt gibt, sondern können auch durch ihre Kaufentscheidung beeinflussen, ob es den Artikel bald in jedem Geschäft gibt, ob der Geschmack angepasst werden muss oder ob das Preisverhältnis stimmt. Kurz gesagt: Die Kölner beeinflussen, was zukünftig in den deutschen Supermarkt-Regalen steht.

Eröffnet wird der erste deutsche Marktforschungssupermarkt am 9. Juni in Köln-Braunsfeld. Grundsätzlich gleicht der go2market einem normalen Supermarkt, um jedoch dort einkaufen zu können, müssen sich Kunden zunächst online anmelden. Anschließend erwartet die Kunden zum einen neue, innovative Produkte, zum anderen ein hochmoderner Supermarkt.

Mitgliedschaft ist auf 3, 6 oder 12 Monate begrenzt

Die Anmeldung beim go2market ist kostenfrei. Anschließend wählt ein System die Kunden nach den soziodemografischen Merkmalen – Alter, Geschlecht, Bildung oder auch Familienstand – aus, damit möglichst ein breites Bild der Bevölkerung abgedeckt wird. Die ausgewählten Kunden erhalten eine Mitgliedschaft, für die sie zwar monatlich 14,99 Euro zahlen, im Gegenzug jedoch ein monatliches Einkaufsguthaben von 55 Euro erhalten.

Marktforschungs-Supermarkt in Köln: go2market wird umgebaut – das erwartet die Kunden

Von Außen lässt der Marktforschungs-Supermarkt die Kölner bereits neugierig werden, aber wie sieht es Innen aus? „Aktuell steht noch der Laden-Ausbau an“, sagt Jörg Taubitz vom go2market. „Es werden spannende Features und innovative Techniken im Supermarkt eingebaut“, erklärt Taubitz im 24RHEIN-Gespräch.

So werden die Regale nicht nur mit digitalen Preisschildern ausgestattet, sondern auch mit speziellen Video-Screens, die die jeweilige Zielgruppe, zum Beispiel nach dem Alter, erkennen. Dadurch werden an die Zielgruppe angepasste Videospots ausgespielt und die Mitglieder erhalten angepasste Informationen über das Produkt.

„Dabei geht es nicht darum, den einzelnen Kunden zu erkennen, sondern die Zielgruppe. So können wir das Produkt auf die Zielgruppe angepasst bewerben und schauen, welche Auswirkungen das auf die Kaufentscheidung hat“, sagt Taubitz.

Wie in jedem klassischen Supermarkt werden auch im go2market eine Kühlung und Tiefkühl-Theken verbaut. Dennoch werden verschiedene Marketing-Tools ausprobiert, sodass beispielsweise mit Düften gearbeitet werde, so Taubitz.

go2market in Köln: Diese Produkte gibt es bald im Marktforschungssupermarkt

Trotz der Techniken, die im go2market getestet werden, sei der Supermarkt für jede Zielgruppe geeignet. „Die Technik soll niemanden abschrecken, das Geschäft gleicht einem normalen Supermarkt“, erklärt Taubitz. „Für jede Altersklasse gibt es daher auch passende Produkte. Das Konzept ist nicht nur für junge Menschen interessant, auch die ältere Generation kann beeinflussen, welche Artikel für sie spannend sind“, sagt Taubitz im 24RHEIN-Gespräch.

Neben großen, etablierten Markenherstellern arbeitet der go2market auch mit einigen Kölner Food-Start-ups zusammen. Daher wird es im Sortiment neben nationalen und internationalen Produkten auch regionale Lebensmittel geben. Welche Produkte es zum Start unter anderem gibt, verrät Jörg Taubitz vorab:

Neugierige Kölner können sich bereits auf der go2market Facebookseite ein Bild von den Produkten, die in der Wiener Filiale angeboten werden, machen.

Obwohl die Mitgliedschaften limitiert sind, können sich Kölner nach wie vor online anmelden. „Es haben sich schon einige hunderte Menschen registriert“, sagt Taubitz. Wer sich beworben hat, könne etwa Mitte Mai mit einer Antwort rechnen, so Taubitz. Ebenso innovativ sind auch der digitale Supmarkt Typy in Düsseldorf und der Container-Shop Latebird, der bald in München zum ersten Mal zum Einsatz kommt. (jaw)

Auch interessant