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Gorillas passt Lieferkosten an: Kommt bald die gratis Lieferung?

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Von: Jana Wehmann

Ein Gorillas-Kurier auf einem Fahrrad.
Der Lebensmittel-Lieferservice Gorillas ändert die Liefergebühren (Symbolbild). © Michael Gstettenbauer/IMAGO

Der Lebensmittel-Lieferservice Gorillas testet neue Lieferkosten aus. Wer über 35 Euro bestellt, könnte bald von einer gratis Lieferung profitieren.

Köln/Berlin – Wer sich über Gorillas Lebensmittel liefern lässt, könnte sich die Produkte bald kostenlos bringen lassen – müsste dafür aber mehr bestellen. Denn Gorillas scheint derzeit neue Konzepte für Liefergebühren und Bestellwerte zu testen. Während Kunden, die nur einzelne Produkte bestellen, mit erhöhten Lieferkosten rechnen müssen, könnten Verbraucher mit einem hohen Einkaufskorb profitieren – und sich Lebensmittel bald gratis liefern lassen. Was kommt auf Gorillas-Kunden zu?

Gorillas
BrancheLieferdienst für Lebensmittel
SitzBerlin
GründerKağan Sümer
Mitarbeitercirca 10.000

Gorillas Preise: Was kostet die Lieferung bei Gorillas?

Bei Gorillas legen Kunden pro Bestellung 1,80 Euro zum Bestellwert oben drauf – egal wie viele Produkte, egal wie weit und egal wie teuer der Einkauf ist. Das sind die bisher bekannten Liefergebühren von Gorillas. Bald könnte sich das jedoch ändern.

Denn der Lieferservice feilt derzeit an den Kosten für die Liefergebühren. Kleine Einkäufe könnten dadurch schon bald ziemlich teuer werden: Denn für Bestellungen unter zehn Euro sollen bis zu 2,10 Euro für Lieferkosten noch dazukommen. Kunden, die mehr einkaufen, könnten von Gorillas bald eine gratis Lieferung erhalten – und zwar ab 35 Euro. Dieses Modell testet der Lieferservice derzeit in einigen Städten, wie Gorillas gegenüber der Lebensmittelzeitung bestätigte.

Lieferkosten bei Gorillas: Test für neues Modell – gratis Lieferung geplant

Dieser Test laufe gleich in mehreren Städten, wo Gorillas aktiv ist. In welchen Liefergebieten Gorillas das neue Modell für die Liefergebühren jedoch genau testet, ist nicht bekannt. Zumindest soll der Test noch bis zum Ende des Monats gehen, so der Bericht der LZ.

Ob die neuen Kosten für die Liefergebühren gut ankommen, ist ebenfalls offen. Sollte Gorillas jedoch die neuen Lieferkosten umsetzen, könnte dies ein großer Schritt sein. Da es sich inzwischen für viele Kunden selbstverständlich ist, dass keine Kosten für Lieferung anfallen, nehmen bereits einige Lebensmittel-Lieferservices in Deutschland ab einem bestimmten Bestellwert keine Gebühren.

Dadurch könnte für viele Kunden nicht nur eine Hürde wegfallen, den Lieferdienst auszuprobieren, auch könnten sie mehr bestellen und der durchschnittliche Warenkorb erhöht werden. Für Gorillas würden zwar zusätzliches Geld durch die Lieferung wegfallen, allerdings würden auch die Einnahmen steigen, da mehr Kunden höhere Bestellungen tätigen.

Lebensmittel-Lieferservice: Konkurrenz unter Flink, Gorillas, Picnic und Co.

Denn bisher nutzen viele Kunden Express-Bringdienste, wie Gorillas und Flink, vor allem für spontane Bestellungen. Im Gegensatz dazu positionieren sich Picnic und Rewe Lieferservice als Online-Supermarkt, die den gesamten Wocheneinkauf übernehmen – und so auch höhere Bestellungen erhalten.

Da seit der Corona-Pandemie das Geschäft der E-Food-Branche boomt, wächst stetig die Zahl der Lebensmittel-Lieferservices. So ist der Konkurrenz-Druck groß: Erst kürzlich ist auch der türkische Express-Bringdiest Getir in Berlin gestartet und kommt auch bald nach Köln. Durch die Vielzahl der Anbieter müssen die Lieferservices nicht nur profitabel bleiben, sondern auch attraktiv genug für die Kunden. Ob Gorillas die neuen Liefergebühren umsetzen wird, bleibt abzuwarten. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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