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Hamsterkäufe: Leere Regale bei Sonnenblumenöl – gibt es einen Mangel?

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Von: Benjamin Stroka

In den Supermärkten fehlen aktuell häufig Speiseöl, Mehl oder Nudeln. Gibt es wirklich Engpässe durch den Ukraine-Krieg oder sind vor allem Hamsterkäufe schuld daran?

Köln – Viele Menschen in Deutschland haben in den vergangenen Wochen beim Gang in den Supermarkt oder Discounter die gleichen Erfahrungen gemacht: Mehl zum Backen, Öl zum Braten oder Nudeln zum Kochen sind vielerorts vergriffen. Leere Regale mit Hinweisen wie „Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen“ oder „Maximal zwei Pakete pro Person“ sind inzwischen eher die Regel, als die Ausnahme. Aber welche Lebensmittel werden aktuell durch den Krieg in der Ukraine und dessen Folgen wirklich knapp? Und woran sind Hamsterkäufe schuld?

Hamsterkäufe und Preis-Explosionen bei Sprit und Lebensmitteln

Als Ende Februar die russische Invasion in der Ukraine begann, hatte das auch direkte Folgen für das Leben in Deutschland. Die Spritpreise explodierten und auch Lebensmittel wurden deutlich teurer. Viele Menschen sorgten sich vor einer möglichen Kriegsausweitung und fingen an, Nahrungsmittel zu hamstern. Vor allem Sonnenblumenöl, eines der Hauptexportprodukte der Ukraine und Russlands, war schnell in den Supermärkten vergriffen.

Kurz darauf folgten auch Hamsterkäufe bei Mehl, Reis oder Nudeln. Inzwischen sind auch bei Senf immer öfter große Lücken in den Supermarktregalen zu sehen. Dabei betonen Experten immer wieder, dass es keinen Grund für Hamsterkäufe gebe und die Lebensmittelversorgung in Deutschland trotz des Ukraine-Kriegs gesichert sei. Aber wie ist die Lage bei den einzelnen Produkten wirklich?

Hamsterkäufe: Speiseöl, Mehl, Reis und Co. – wo gibt es wirklich Liefer-Engpässe?

Warum hamstern wir?

Experten erklären das Phänomen „Hamsterkäufe“ und die Folgen für Speiseöl, Mehl und Co.

Speiseöl, Mehl, Nudeln: Hamsterkäufe unnötig und „unsolidarisch“

In vielen Fällen ist es also eine Kombination aus Ukraine-Krieg, Rohstoff-Verknappung und Hamsterkäufen, die aktuell für leere Regale bei bestimmten Produkten sorgt. Sorgen um die Lebensmittelversorgung muss sich trotzdem niemand machen. „Eine Nahrungsmittelknappheit ist in Deutschland nicht zu befürchten“, betont die Verbraucherzentrale NRW. Durch Hamsterkäufe würden hingegen zusätzliche Engpässe entstehen, die gleichzeitig wiederum auch noch für weitere Preissteigerungen sorgen können. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen wird ganz deutlich und nennt Hamsterkäufe sogar „unsolidarisch“. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Deutschland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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