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Henkel zieht sich aus Russland zurück – Mitarbeiter sollen weiter bezahlt werden

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Von: Mick Oberbusch

Russland-Fahne, Henkel-Werk (Montage)
Der Konsumgüter-Riese Henkel (u.a. Persil, Pattex, Schwarzkopf) zieht sich aus dem Russland-Geschäft zurück (Montage). © Jan-Philipp Strobel/dpa & Jan Woitas/dpa

Der Konsumgüter-Hersteller Henkel zieht sich als Folge des Ukraine-Kriegs aus Russland zurück. Der Umsetzungsprozess werde nun vorbereitet, sagt das Unternehmen.

Düsseldorf – Es gibt wohl kaum einen Menschen in Deutschland, der nicht zumindest ein Produkt aus dem Hause Henkel zu Hause stehen hat. Der Konsumgüter-Riese ist unter anderem für Marken wie Persil (Waschmittel), Schwarzkopf (Haarpflege) oder Pattex (Klebstoff) verantwortlich und verzeichnete im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro. Einen Teil dieses Umsatzes dürfte die 1876 gegründete Firma auch in Russland gemacht haben – von dort werden künftig jedoch keine weiteren Erlöse hinzukommen, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf nun erklärt.

Henkel zieht sich aus Russland zurück – 2500 Mitarbeiter vor Ort sollen weiter bezahlt werden

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen des Krieges in der Ukraine hat Henkel entschieden, die Geschäfte in Russland aufzugeben. Der Umsetzungsprozess wird nun vorbereitet“, erklärt das Unternehmen am 19. April. „Henkel wird eng mit seinen Teams in Russland an den Details arbeiten, um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten.“ Währenddessen sollen die 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Henkel in Russland weiterbeschäftigt und -bezahlt werden, sodass sie zumindest weiterhin mit regelmäßigen Einkünften rechnen können.

„Die mit der Entscheidung verbundenen finanziellen Auswirkungen des geplanten Ausstiegs für Henkel können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher quantifiziert werden“, heißt es weiter. Zu den Gründen gibt Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel, Aufschluss. „Henkel verurteilt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Gewalt gegen unschuldige Zivilisten. Unsere Priorität ist weiterhin, alles zu tun, um unsere Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine zu unterstützen.“

Henkel gibt Geschäfte in Russland auf – was gehört alles zu Henkel?

Bereits jetzt unterstütze man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Menschen in der Ukraine und in den Nachbarländern umfassend mit finanziellen Spenden sowie Lebensmittel- und Sachspenden. „Viele Henkel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter helfen zudem an den Grenzen, indem sie dringend benötigte Güter verteilen oder den Menschen aus der Ukraine eine Bleibe bieten“, so das Unternehmen weiter. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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