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Unternehmen möchte Kunden zum Kauf von Süßigkeiten verleiten – und setzt auf Roboter

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Von: Jana Wehmann

Der Roboter Smiley ist gepackt mit Schokoriegel und Kaugummis vom Hersteller Mars und fährt durch einen Supermarkt-Gang.
Der Süßwaren-Hersteller Mars setzt auf den fahrenden Roboter Smiley. © Mars

Der Süßwaren-Hersteller Mars testet eine Alternative zur sogenannten Impulszone an der Kasse. Dafür setzt Mars in den USA einen fahrenden Roboter ein.

Köln – Viele Kunden kommen im Supermarkt an der Kasse ohne den Griff zu den Schokoriegeln, Kaugummis oder Chips nur selten vorbei. Schnell landet diese sogenannte Impulsware auf dem Kassenband und wird mit eingekauft. Während die Produkte im Kassenbereich lediglich mittels Preisauszeichnung angepriesen werden, macht in den USA ein Süßigkeiten-Roboter ordentlich auf sich aufmerksam.

Zusammen mit dem Roboter-Hersteller Savioke und dem Händler Shoprite testet der Hersteller Mars einen fahrenden Süßwaren-Roboter, berichtet die Lebensmittelzeitung. Damit möchte Mars seine Produkte auf eine ungewöhnliche Art und Weise dem Kunden näherbringen – und zum Kaufen verlocken.

Mars
Gründung1911
HauptsitzVirginia
BrancheLebensmittelindustrie
MarkenMars Petcare, Mars Wrigley (Snickers, M&Ms, Orbit), Mars Food, Mars Edge

In den USA: Mars testet den Süßwaren-Roboter Smiley – Musik und Geräusche

Er ist laut, macht Geräusche und fährt auf den Kunden zu – am Roboter Smiley kommen nur die wenigsten Kunden vorbei. Seit einigen Woche ist der Roboter Smiley, der Schokoriegel und Kaugummis vom Hersteller Mars im Gepäck hat, in dem amerikanischen Supermarkt Shoprite unterwegs. Dabei fährt der Roboter durch die Gänge des Geschäftes und bietet den Kunden die Süßigkeiten an.

Anhand eines eingebauten Sensors erkennt der Smiley-Roboter, wenn sich ein Kunde in der Nähe befindet. Und schon geht sein Job los: Mit Musik und lauten Geräuschen kommt der Roboter direkt zum Kunden gefahren und versucht ihn zum Kauf der Süßigkeiten zu verlocken.

Mars setzt auf den Süßigkeiten-Roboter Smiley: Konsequenz zu Self-Checkout-Kassen

Der Einsatz vom Süßwaren-Roboter sei durch die Zunahme der Self-Checkout-Kassen, an denen die Kunden ihren Einkauf selbst scannen und bezahlen, für Mars eine nötige Konsequenz, so die LZ. Denn anders als zum klassischen Kassenbereich befindet sich dort keinerlei Impulsware, wodurch weniger Süßigkeiten gekauft werden würde.

Da dieser Trend durch den Ausbruch des Coronavirus verstärkt wurde, war es für den Süßwaren-Hersteller an der Zeit eine neue Maßnahme zu ergreifen. Das Unternehmen wisse, dass die Kunden immer zielgerichteter einkaufen, so die LZ. Dennoch würden sich die Kunden gerne noch überraschen lasen und sich Impulskäufe gönnen wollen.

In Deutschland gibt es kaum Supermärkte, in denen Roboter im Laden zum Einsatz kommen. Im Hintergrund wird die vollautomatisierte Technik hingegen verstärkt eingesetzt: So etwa beim Mini-Shop von Edeka am Banhnhof in Renningen oder etwa beim Düsseldorfer Shop Typy. (jaw)

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