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Ikea baut Online-Shopping aus – auch Pläne für Filialen

Erstellt:

Von: Benjamin Stroka

Eine Ikea-Filiale von außen und Ikea-Einkaufswagen (ZRW-Montage).
Ikea will Filialen weltweit modernisieren und stärker ans Online-Shopping anbinden (ZRW-Montage). © Manfred Segerer/Imago & Fotostand/Gelhot/Imago

Ikea will Filialen modernisieren und das Online-Shopping ausbauen. Dafür investiert der Möbelriese aus Schweden drei Milliarden Euro weltweit.

Leiden – Drei Milliarden Euro sollen bis Ende 2023 weltweit in neue Konzepte sowie den Ausbau von Filialen und Online-Shopping beim Möbelriesen Ikea fließen. Die in den Niederlanden sitzende Ingka Group, Betreiber von fast 400 Ikea-Filialen, hat das große Investment angekündigt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Online-Shopping. So sollen Kunden ihre Ikea-Waren zukünftig in mehreren Städten deutlich schneller geliefert bekommen. Aber auch die klassischen Ikea-Filialen bleiben immer noch „ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells“, betont die Ingka Group.

Ikea
Branche:Einrichtungs- und Möbelhandel
Sitz Deutschland:München
Umsatz weltweit:39,8 Milliarden Euro (2021)

Ikea will Abholung von Bestellungen deutlich beschleunigen

Mit dem neuen Investment soll Ikea „zugänglicher, erschwinglicher und nachhaltiger werden“, und das gleich an mehreren Standorten weltweit. So wurde kürzlich eine Ikea-Filiale in Kuopio, Finnland, so umgebaut, dass sie Online-Bestellungen von Kunden aus dem ganzen Land bearbeiten kann. Das soll laut Ingka-Angaben die Lieferzeit der Bestellungen halbiert und gleichzeitig die Lieferkosten um 40 Prozent reduziert haben.

Allein nach Großbritannien soll mit knapp 1,2 Milliarden Euro rund ein Drittel des Investments fließen – in eine Filiale in London und in die Eröffnung eines neuen Distributionszentrums in Dartford. Dadurch sollen bei Ikea bestellte Artikel in London innerhalb von nur 24 Stunden an die Kunden geliefert werden können. Außerdem will Ikea das Konzept der sogenannten City-Stores, kleinerer Ikea-Filialen in Innenstädten, weiter ausbauen. Dort können Kunden sich digital beraten lassen und Ikea-Produkte bestellen. Direkt mitnehmen kann man dort aber keine Möbel. Sie werden entweder nach Hause geliefert oder liegen bei einer großen Ikea-Filiale in der Nähe zur Abholung bereit.

Ikea: Auch weitere Investitionen in Deutschland geplant

Und wie sieht der weitere Plan in Deutschland aus? In Wolfsburg und Ravensburg wurden erst vor einigen Monaten die ersten City-Stores eröffnet. Doch auch abseits dieses Konzeptes spielt Deutschland weiterhin eine große Rolle in der Ikea-Planung. „Auch in unseren reiferen Märkten wie Deutschland oder Spanien werden wir weiter investieren, weil wir noch gutes Potenzial sehen, unser Geschäft auszubauen“, betont Tolga Öncü, Retail Operations Manager, Ingka Group.

„Unsere Geschäfte bleiben eine unserer größten Stärken und wir werden sie weiter umgestalten, um die Bedürfnisse unserer Kunden für kommende Generationen zu erfüllen“, so Öncü weiter. Demnach sollen die großen Ikea-Filialen zukünftig eine Art „Doppelrolle“ übernehmen. Sie sollen eine Kombination aus klassischem Einkauf im Geschäft und dem Online-Shopping bei Ikea bieten. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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