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Aus für die Fundgrube, wie wir sie kennen: Wie das neue Konzept funktioniert

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Von: Benjamin Stroka

Ein Circular Hub bei Ikea.
Die beliebte Ikea-Fundgrube soll bald mit neuem Konzept zum „Circular Hub“ werden. © Inter IKEA Systems B.V.

Bei Ikea werden aus den Fundgruben nun „Circular Hubs“. Was dahinter steckt und was sich für Kunden dadurch ändert.

Hofheim-Wallau – Ausgewählte Ausstellungsstücke, gebrauchte Möbel oder Einzel- und Ersatzteile – viele haben schon mal in der beliebten „Fundgrube“ bei Ikea gestöbert und vielleicht auch das ein oder andere Schnäppchen gemacht. Doch aus immer mehr Fundgruben werden beim Einrichtungs-Riesen aus Schweden jetzt sogenannte „Circular Hubs“ – mit neuem Schild und Logo. Doch was bedeutet das eigentlich und was steckt dahinter?

Ikea
BrancheMöbelhandel und Systemgastronomie
Hauptsitz in Deutschland:München
Mitarbeiterzahl18.299 (Deutschland; Stand 2018)
Umsatz5,007 Milliarden Euro (Deutschland; Stand 2018)

Ikea: Fundgrube wird zum „Circular Hub“ umgebaut – was bedeutet das?

Ikea will laut eigenen Angaben bis 2030 zu einem klimapositiven und zirkulären Unternehmen werden. Das heißt: Ikea will Produkte zukünftig ausschließlich aus recycelten und erneuerbaren Materialien herstellen. Dadurch soll ein nachhaltiger Kreislauf entstehen, der das „Leben“ der Ikea-Produkte verlängert. Bislang geschah dies in den sogenannten Fundgruben. „Hier werden Möbelstücke bei Bedarf aufbereitet und anschließend neu verpackt und weiterverkauft – von Retouren über Ausstellungstücke bis hin zu gebrauchten Produkten aus dem Service ‚Zweite Chance‘“, teilt Ikea mit.

Ikea: Der Service „Zweite Chance“

Wer ein gebrauchtes Ikea-Möbel hat, das er loswerden möchte, kann dazu den Ikea-Service „Zweite Chance“ nutzen. Ikea kauft ein solches Möbelstück, ein ausreichend guter Zustand sowie ein voll montiertes Möbel vorausgesetzt, dann zurück und bietet es in der Fundgrube/Circular Hub neuen Interessenten an. Der Verkäufer des Gebrauchtmöbels erhält eine Gutscheinkarte für Ikea. Online gibt es bei Ikea ein Tool, in dem ein Kalkulationsbericht für das betroffene Möbel vorab erstellt werden kann.

Ikea möchte laut eigenen Angaben dadurch verhindern, dass Möbel, die eigentlich noch in gutem Zustand sind, auf dem Sperrmüll landen und gleichzeitig die Nutzungsdauer der Produkte verlängern.

Nun sollen diese Fundgruben zu „Circular Hubs“ umgebaut werden. Der von Ikea betonte Kreislauf („Circular“ bedeutet auf Deutsch kreisförmig) steckt dann quasi im Namen bereits drin. „Damit möchten wir den wieder aufbereiteten Produkten einen höheren Wert geben und einen transparenten Einblick in unsere Arbeitsweise geben“, so Berna Brandsaeter, Business Development Managerin Ikea Deutschland. Dort will Ikea den Kundinnen und Kunden außerdem zeigen, wie der Lebenszyklus der eigenen Möbelstücke verlängert werden kann sowie Tipps und Tricks zum Reparieren und Wiederverwenden geben. Dafür wird es in den Circular Hubs den Bereich „Lernen und austauschen“ geben, der sogar Workshops für Interessierte anbietet.

Ikea: Welche Produkte gibt es im Circular Hub/Fundgrube?

Für mehr Nachhaltigkeit: Ikea nimmt alte Kopfkissen und Bettdecken zurück

Als weiteres Nachhaltigkeitsprojekt startet Ikea aktuell zudem mit dem Recycling von alten Bettdecken und Kopfkissen. In 14 Ikea-Filialen, unter anderem in Düsseldorf, Wuppertal, Dortmund und Duisburg, können Kunden aktuell ihre alten Bettdecken und Kopfkissen abgeben. Diese werden dann gereinigt und zur Produktion von neuen Decken und Kissen wiederverwendet.

„Wir nehmen sowohl Produkte aus natürlichen Fasern wie Daunen und Federn als auch solche aus synthetischen Materialien zurück. Sie müssen nicht unbedingt bei IKEA gekauft worden sein“, betont Berna Brandsaeter. Die Aktion läuft noch bis Ende Mai.

Ikea arbeitet grundsätzlich immer wieder an neuen Konzepten. Erst im vergangenen Herbst hat das Einrichtungshaus mit Mini-Filialen in Shoppingcentern auf sich aufmerksam gemacht. In diesen Pop-up-Geschäften können Kunden sich beraten lassen und vorab ihre Ikea-Einkäufe planen. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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