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Ikea in NRW: Streik am 11. März – sind Filialen betroffen?

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Von: Oliver Schmitz

Das Ikea Logo außen auf einer Filiale.
Der Streik bei den beiden Ikea-Filialen wird den ganzen Tag andauern. (Symbolbild) © Elmar Gubisch/Imago Images

Am Freitag, 11. März, wurde bei mehreren Ikea-Filialen in NRW die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Streik aufgerufen. Grund ist die Digitalisierung.

Duisburg/Essen – In Nordrhein-Westfalen ist es am 11. März zu Streiks bei Ikea gekommen. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeitenden der Filialen in Duisburg und Essen dazu aufgerufen, am Freitag (11. März) den ganzen Tag ihre Arbeit niederzulegen. Für einmal ging es dabei nicht um besseren Lohn oder besseres Gehalt, sondern um einen neuen Tarifvertrag. Dieser soll den Veränderungen durch die zunehmende Digitalisierung bei der schwedischen Möbelhauskette gerecht werden.

Seit 8 Uhr fanden sich die Beschäftigten der Ikea-Einrichtungshäuser in Duisburg und Essen nach und nach am DGB-Haus, Stapeltor 17-19 in 47051 Duisburg ein, wie eine Verdi-Sprecherin gegenüber 24RHEIN.de erklärte. 50 Streikende waren vor Ort und beteiligten sich an einer Protestaktion, malten Banner und bereiteten weitere Protest-Schritte vor. Wie viele Ikea-Mitarbeitende letztlich streikten, ist noch unklar, Auswirkungen auf die Kunden gab es allerdings nicht.

Streik bei Ikea: Zwei Filialen in NRW betroffen – welche Auswirkungen hat das für Kunden?

Statt zur Arbeit zu gehen, kämpften die Ikea-Mitarbeitenden aus Duisburg und Essen am Freitag für bessere Arbeitsverhältnisse. Laut einer Verdi-Sprecherin war zwar unklar, wie viele Menschen letztlich streiken würden, zu Auswirkungen auf den Betrieb der beiden Filialen kam es nicht.

Ikea-Streik in NRW: Was fordert Verdi für die Mitarbeiter in Duisburg und Essen?

Im Namen der Streikenden der Ikea-Filialen in Duisburg und Essen fordert Verdi die Einführung eines sogenannten „Digitalisierungstarifvertrag“. In diesem sollen vor allem Mindeststandards für neue digitale Hilfen eingeführt werden. Damit möchte man verhindern, dass durch die Digitalisierung bei der schwedischen Mobilhauskette Arbeitsplätze abgeschafft und damit die Arbeitsbelastung der Beschäftigten erhöht wird.

„Nicht erst seit Beginn der Pandemie schreiten die Veränderungsprozesse im Unternehmen Ikea voran. Corona hat jedoch das Tempo deutlich erhöht. In rasanter Geschwindigkeit werden Arbeitsprozesse digitalisiert und neue Systeme eingeführt, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. Laut der Verdi-Sprecherin sei man nicht grundsätzlich gegen diese digitale Entwicklung, jedoch solle diese als „Unterstützung dienen“ und nicht als Ersatz. Laut der Gewerkschaft würde Ikea bisher jegliche Verhandlung verweigern. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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