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Galeria Karstadt Kaufhof: Welche Filialen übernommen werden könnten

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Von: Oliver Schmitz

Wegen drohender Insolvenz sollen etliche Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof schließen. Doch Buero.de würde gerne 47 Standorte übernehmen. Welche sind das?

Köln – Die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof ist erneut gefährdet. Um eine potenzielle Insolvenz abzuwenden, hat die Kaufhauskette Ende Oktober erneut ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Die Folge: Über 40 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sollen schließen. Das ruft auch andere Investoren auf den Plan. So hat Markus Schön, Chef des Onlinehändlers Buero.de, angekündigt, gerne 47 Standorte übernehmen zu wollen. Welche sind das und wie realistisch ist die Übernahme?

Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof: 47 Filialen könnten gerettet werden

Laut einer Bild -Liste, die Investor Markus Schon mittlerweile bestätigt hat, möchte Buero.de folgende Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen:

Galeria Karstadt Kaufhof: Buero.de will Filialen übernehmen – aber Namen ändern

Sollte Buero.de einige Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen können, dann würden diese unter neuem Namen weitergeführt, erklärt Unternehmenschef Markus Schön gegenüber merkur.de. Demnach sollen die bisherigen Galeria Kartstadt Kaufhof-Warenhäuser zukünftig „Schön hier“ heißen. Sowohl Markenrechte, Internet-Domains als auch Logo wurden bereits gesichert. Alle rund 5500 Mitarbeitenden sollen bei einer Übernahme bleiben können.

Insgesamt plant Buero.de ein „Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich“ für die Übernahme und Umgestaltung. Der Onlinehändler will die Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof jedoch nicht kaufen, sondern nur mieten. Dafür solle sich die komplette Gestaltung und teilweise auch das Konzept der Kaufhäuser ändern. Das digitale Angebot würde eine größere Rolle spielen. Demnach würde nicht jede Größe vorrätig sein, könne bei Bedarf am nächsten Tag dem Kunden nach Hause geliefert werden. Um ein „Gefühl der Heimat und des Zuhauses vermitteln“, würden zudem auch regionale Produkte angeboten werden.

Buero.de geht auf Galeria Karstadt Kaufhof zu – erste Gespräch geplant

Das Logo von Galeria an der Schaufensterfront an der Hauptwache in Frankfurt. Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will bundesweit zahlreiche Filialen schließen.
Alle Galeria Karstadt Kaufhof-Filialen, die nach der Schließungswelle übrig bleiben, werden zukünftig wohl ans neue „Galeria“-Konzept angepasst. © Boris Roessler/dpa

Aktuell ist aber unklar, ob es tatsächlich zu der Übernahme kommen wird. Ein für den 14. November geplanter Verhandlungstermin zwischen dem Insolvenzverwalter von Galeria Karstadt Kaufhof und dem Online-Händler wurde nach Angaben von Buero.de „überraschend kurzfristig abgesagt“, wie mehrere Medien berichten. Als Zeichen des guten Willens, hat Buero.de anschließend am 18. November erklärt, sich nur noch sehr beschränkt zu den Filial-Übernahmen zu äußern. Man lasse sich auf eine weitgehende „Einseitigkeit der Vertraulichkeitsverpflichtung – buero.de muss schweigen, Galeria Karstadt Kaufhof darf reden – ein“, erklärte Unternehmenschef Markus Schön.

Das scheint sich offenbar gelohnt zu haben, denn die Verhandlungen zwischen Galeria Karstadt Kaufhof und Buero.de sollen bald starten. „Wir freuen uns, dass nun zeitnah Gespräche stattfinden werden“, teilt Vorstandsvorsitzender Markus Schön am Sonntag (28. November) mit. Laut dem MDR seien bereits Terminvorschläge ausgetauscht worden. Bei dem Treffen soll es dann unter anderem um „Details der bestehenden Mietverträge, vertragliche Konstellationen der betreffenden Häuser und Warenbestände gehen“. Diese Angaben bestätigte Buero.de anschließend.

Galeria Karstadt Kaufhof: Welche Filialen müssen wann schließen?

Konkret hatte Unternehmenschef Miguel Müllenbach angekündigt, dass das Galeria Karstadt Kaufhof-Filialnetz von 131 Kaufhäusern „um mindestens ein Drittel reduziert werden“ müsse. Darunter auch einige Filialen aus Nordrhein-Westfalen. Viel mehr weiß man aber noch nicht. „Welche Häuser geschlossen werden, steht heute noch nicht fest“, sagte der Galeria-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der dpa am 10. November. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Januars [2023] des kommenden Jahres Klarheit darüber geben wird.“ Mit verschiedenen Interessenten, die sich für Engagements an Galeria-Standorten interessieren, soll es zeitnah Gespräche geben.

Lediglich bei der Kölner Karstadt-Filiale in der Breite Straße ist bereits klar, dass sie zumindest mittelfristig schließen wird. Dort hatte der Eigentümer einen Abriss und Neubau angekündigt, jedoch ohne Galeria-Beteiligung. (os mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. November aktualisiert. Neuerung: Details zu möglichen Übernahme und erstem Treffen ergänzt.

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