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Überraschende Wende: 60 Real-Filialen bleiben Real

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Logo der real,- SB-Warenhaus GmbH an einer Filiale in Köln.
Rund 60 Real-Filialen sollen trotz Zerschlagung unter altem Namen weitergeführt werden (Symbolbild). © C.Hardt/FutureImage/Imago

60 Real-Filialen sollen trotz Zerschlagung der Warenhauskette unter dem alten Namen bestehen bleiben. Die Investoren sorgen damit für eine überraschende Wende.

Düsseldorf/Luxemburg – Überraschung bei der Real-Zerschlagung: Rund 60 Real-Filialen sollen auch nach der Zerschlagung der SB-Warenhauskette unter dem alten Namen weitergeführt werden. Das kündigten der aktuelle Real-Eigentümer, der russische Finanzinvestor SCP, und die Unternehmerfamilie Tischendorf am Donnerstag an. Welche Filialen betroffen sind, ließen sie offen. Die Entwicklung kommt überraschend, weil man zuvor davon ausgegangen war, dass im Zuge der Zerschlagung keine Filialen unter dem Namen „Real“ weitergeführt werden.

Zerschlagung: 60 Real-Filialen sollen bleiben – als Real

Zusammen mit dem zukünftigen Management-Team ist es unser Ziel, die Real GmbH als SB-Warenhausunternehmen mit einem Lebensmittel- und Nonfood-Sortiment substanziell zu modernisieren und damit sehr erfolgreich neu auszurichten.

Unternehmer Sven Tischendorf

Der Finanzinvestor kündigte an, er werde die Real GmbH mit rund 60 Standorten an das Family Office der Unternehmerfamilie und ein Team von Real-Managern verkaufen. Sie wollen die Filialen mit rund 5000 Mitarbeitern den Angaben zufolge unter dem alten Namen weiterführen. Mit der langjährigen Expertise des Managementteams und der unternehmerischen Erfahrung der Familie Tischendorf habe das Unternehmen „eine langfristige und sehr gute Perspektive“, sagte SCP-Retail-Chef Patrick Kaudewitz.

Der Unternehmer Sven Tischendorf sagte: „Real hat einen sehr gesunden Geschäftskern. Zusammen mit dem zukünftigen Management-Team ist es unser Ziel, die Real GmbH als SB-Warenhausunternehmen mit einem Lebensmittel- und Nonfood-Sortiment substanziell zu modernisieren und damit sehr erfolgreich neu auszurichten.“ Er werde mit Wirkung zum 1. Juli in die Geschäftsführung von Real eintreten.

Real-Zerschlagung: Kaufland, Edeka und Co. sichern sich Filialen

Der Finanzinvestor SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette Real mit ihren rund 270 Märkten 2020 vom Handelskonzern Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Kaufland, Edeka, Globus und Rewe haben sich bereits eine große Zahl von Filialen gesichert.

Wende bei Real-Zerschlagung – Zustimmung vom Bundeskartellamt steht noch aus

Der gesamte Wareneinkauf, die Warenlogistik sowie einige andere Zentralfunktionen für die kleine Handelsgruppe sollen von einem noch nicht genannten externen Partner übernommen werden. Die Frage ist: Wer könnte von den 60 Real-Standorten profitieren – vielleicht sogar Rewe?

Rund 130 Real-Beschäftigte würden in der Servicegesellschaft der neuen Eigentümer die künftigen Aufgaben der Zentralverwaltung übernehmen, hieß es.

Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Das Branchenfachblatt Lebensmittel Zeitung berichtete, Tischendorf erhalte „eine Mitgift im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich“. Der Vollzug der Transaktion soll zum 30. Juni erfolgen. Er steht allerdings noch unter Vorbehalt verschiedener Bedingungen, darunter die Zustimmung des Bundeskartellamtes. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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